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Green IT krankt an fehlender Strategie

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Green IT krankt an fehlender Strategie

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Die Studie „Prognose 2011 – Green IT und Konsolidierung im deutschen Mittelstand“ belegt: Eine fehlende Strategie ist das wichtigstes Hindernis für Green IT im Mittelstand. Über die Hälfte der befragten Führungspersonen aus der Zielgruppe gab dies als wichtigste Hürde für das Ergreifen entsprechender Maßnahmen an.

Wie erste Ergebnisse der Studie* „Prognose 2011 – Green IT und Konsolidierung im deutschen Mittelstand“ des Deutschen Forums für Hochverfügbarkeit ergeben haben, ist das Interesse in dieser Zielgruppe an entsprechenden Lösungen groß;. Auf die Frage, welche Bedeutung das Thema heute im Mittelstand habe, gaben knapp siebzig Prozent der befragten Mittelständler eine positive Antwort. „Das führt fast zwangsläufig zur nächsten Frage: Warum haben dann nicht schon mehr Unternehmen notwendige Maß;nahmen wie beispielsweise Konsolidierung oder Virtualisierung in die Wege geleitet? Über diese Themen wird sehr viel gesprochen, aber noch wenig umgesetzt“, bemängelt Uwe Kramer, innerhalb der Software-Initiative Deutschland Vorsitzender des Forums für Hochverfügbarkeit, der die Verhältnisse in der Praxis auch aus der täglichen Arbeit als Geschäftsführer des Kölner Systemintegrators Kramer & Crew kennt.

Grund genug für das Gremium, auch die Ursachen für diese Problematik aufzudecken – und zwar völlig unabhängig von der allgemeinen konjunkturellen Entwicklung, die „bei IT-Investitionen schon immer eine gewisse Rolle spielt“, so Uwe Kramer. „Wir wollten ausschließ;lich die Hindernisse aufspüren, die tatsächlich speziell mit dem Thema Green IT zu tun haben und nicht genereller Natur sind.“ Das Resultat: Über die Hälfte (56 Prozent) der befragten Führungskräfte aus mittelständischen Betrieben bestätigte die zuvor schon in der Forumsarbeit geäuß;erte Befürchtung, dass es in den meisten Unternehmen bereits an der Grundvoraussetzung fehlt, weil keine umfassenden Green-IT-Strategie vorhanden ist. „Wo kein Plan vorhanden ist, kann – gerade bei einem komplexen Thema – natürlich auch nichts umgesetzt werden“, so Uwe Kramer. Es scheint also nicht in erster Linie daran zu liegen, dass Green IT etwa zu teuer wäre. Lediglich 23 Prozent meinten nämlich, dass die „Preise für solche Lösungen – ähnlich wie in der Lebensmittelbranche für Bioprodukte – zu hoch sind“.

Auch vor den notwendigen technischen Veränderungen fürchten sich die Verantwortlichen in mittelständischen Betrieben offensichtlich nicht – jedenfalls trafen nur 16 Prozent eine Aussage in diese Richtung. Ein weiterer Beleg für die mittlerweile hohe Bedeutung des Themas in der Zielgruppe: Lediglich fünf Prozent der Befragten sind der Ansicht, dass es „generell an Wichtigkeit verloren“ hat und damit „aus dem Fokus der Unternehmenslenker gerückt ist“. Und: Anbieter wie Dienstleister scheinen gute Arbeit zu machen, wenn es um die Information potenzieller Kunden geht. Nicht eine der Führungskräfte meint, dass diese die Anwender zu wenig aufklären und der Begriff Green IT damit zum reinen Schlagwort verkomme.

* Im Rahmen der Studie „Prognose 2011 – Konsolidierung und Green IT im deutschen Mittelstand “ wurden 100 Führungskräfte aus deutschen mittelständischen Unternehmen befragt. Bei der Auswahl erfolgte eine Orientierung an der Maß;gabe des Institutes für Mittelstandsforschung (IfM) in Bonn, wobei für die Studie nur Unternehmen mit mindestens 100 und höchstens 500 Mitarbeitern sowie einem maximalen Umsatz von 50 Millionen Euro in Frage kamen. Die Zuordnung zu einer bestimmten Branche spielte keine Rolle. Die Studie erhebt keinen Anspruch auf Repräsentativität. Sie spiegelt aber eine Grundstimmung wider und lässt daher Rückschlüsse auf bestimmte Entwicklungen und Tendenzen zu.

** Das Deutsche Forum für Hochverfügbarkeit agiert unter dem Dach der Software-Initiative Deutschland

Frage 1:

Welche Bedeutung hat das Thema Green IT heute im deutschen Mittelstand?

1. Das Bewusstsein für GreenIT ist hoch, leider haben sich durch die Wirtschaftskrise die Prioritäten verschoben (45 Prozent)

2. Das Thema steht heute schon ganz oben auf der Agenda (24 Prozent)

3. Das Thema war doch von vorneherein nur ein Marketing-Hype, das ist auch heute noch so (21 Prozent)

4. Green IT ist ein alter Hut und hat seinen Höhepunkt längst hinter sich (10 Prozent)

Frage 2:

Wo liegen Ihrer Meinung nach die Hauptprobleme für den flächendeckenden Einsatz von Green-IT-Lösungen?

1. Es fehlt in den meisten Unternehmen schon an einer umfassenden Green-IT-Strategie. Wo kein Plan ist, kann auch nichts umgesetzt werden (56 Prozent).

2. Die Preise für solche Lösungen sind – ähnlich wie in der Lebensmittelbranche für Bioprodukte – einfach zu hoch (23 Prozent).

3. Es sind in technischer Hinsicht zu viele Veränderungen notwendig (16 Prozent).

4. Das Thema hat generell momentan etwas an Wichtigkeit verloren und ist aus dem Fokus der Unternehmenslenker gerückt (5 Prozent).

5. Anbieter und Dienstleister klären die Anwender zu wenig auf. So verkommt der Begriff Green IT zum reinen Schlagwort (0 Prozent).

(c) Software-Initiative Deutschland, 2010

Weitere Informationen: www.softwareinitiative.de

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