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Fujitsu stellt Dolmetscher für die Westentasche vor

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Die Fujitsu Laboratories haben das weltweit erste portable Sprachübersetzungssystem mit einer integrierten Freisprechfunktion vorgestellt. Nutzer können das System an ihrer Kleidung anbringen und bedienen, ohne dafür ihre Hände zu benötigen. Dadurch können beispielsweise Ärzte und Pflegepersonal in Kliniken Patienten untersuchen und behandeln, die nicht der Landessprache mächtig sind.

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Die Fujitsu Laboratories haben das weltweit erste portable Sprachübersetzungssystem mit einer integrierten Freisprechfunktion vorgestellt. Nutzer können das System an ihrer Kleidung anbringen und bedienen, ohne dafür ihre Hände zu benötigen. Dadurch können beispielsweise Ärzte und Pflegepersonal in Kliniken Patienten untersuchen und behandeln, die nicht der Landessprache mächtig sind.

Das Sprachübersetzungssystem von Fujitsu ist so groß wie eine Postkarte, erkennt automatisch, welche Sprache eine Person verwendet und aktiviert selbstständig die Übersetzungsfunktion. Für die Technologie wurde das Gerät auf der IT- und Kommunikationsmesse Ceatec JAPAN 2017 mit dem Ceatec Award des japanischen Wirtschaftsministeriums in der Kategorie „Offene Innovation“ ausgezeichnet. 

Das von den Fujitsu Laboratories entwickelte Produkt verwendet hochempfindliche Mikrofone im Miniaturformat um immer genau zu analysieren welche Person gerade redet. Die Übersetzung läuft vollkommen automatisch ohne das man als Benutzer nur einen Knopf betätigen müsste.Eine weitere Eigenschaft des Gerätes ist das es Störgeräusche in der Umgebung unterdrückt, etwa von Klimaanlagen und Untersuchungsgeräten. Hierdurch wird sichergestellt, dass das Übersetzungssystem Sprachsignale in optimaler Qualität erfasst und wiedergibt.  

Erste erfolgreiche Tests mit Tablets

Zusammen mit der Universitätsklinik Tokio und dem National Institute of Information and Communications Technology (NICT) in Japan führte Fujitsu praktische Tests des portablen Übersetzungssystems durch. Dabei kamen im ersten Schritt stationäre Tablet-Rechner zum Einsatz. Ein Ergebnis der Feldversuche war, dass Ärzte und das Krankenpflegepersonal in vielen Arbeitssituationen beide Hände benötigen. Deshalb fiel die Entscheidung, eine kompakte, leichte und tragbare Version des elektronischen Dolmetschers zu entwickeln. Die Fujitsu Laboratories griffen dabei auf Technologien des Schwesterunternehmens Fujitsu Connected Technologies zurück, die bei Mobiltelefonen zum Einsatz kommen.  

Der mobile Übersetzer lässt sich wie ein Namensschild an der Kleidung befestigen. In einer Klinikumgebung mit den üblichen Umgebungsgeräuschen (60 dB) und einem natürlichen Abstand zwischen Patient und Arzt von etwa 80 Zentimeter soll das System eine Spracherkennungsrate 95 Prozent erreichen.  

Einsatz in weiteren Branchen und mehr Sprachen

Fujitsu Laboratories wird das System ab November 2017 in weiteren Krankenhäusern in Japan testen. Neben der neuen Lösung von Fujitsu kommt dabei ein Übersetzungssystem zum Einsatz, das vom NICT entwickelt wurde. Es unterstützt Japanisch, Englisch und Chinesisch. Später sollen weitere Sprachen hinzukommen. 

Bisher ist der Übersetzer für die Verwendung im Gesundheitsbereich ausgelegt. Aber auch andere Branchen können von einem mobilen Übersetzungssystem mit Freisprechfunktion profitieren. So kommen beispielsweise Gästeführer, die Besucher aus dem Ausland betreuen, sowie Behörden und öffentliche Einrichtungen als Nutzer in Betracht.  

Mit der Vermarktung der Lösung wird Fujitsu voraussichtlich im Frühjahr 2018 starten. 

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