Forschungsprojekt OSCAR: Fahrzeugtechnik besser nutzen

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Das FIR an der RWTH Aachen hat die Forschungsarbeiten zu dem Projekt Oscar („Open Service Cloud for the Smart Car“) mit Erfolg beendet. Auf einer Abschlusskonferenz im ZA Technologiezentrum am Europaplatz in Aachen wurden am 10. Dezember die Ergebnisse der Öffentlichkeit vorgestellt. Wissenschaftler des Instituts mit Partnern aus der Forschung und Industrie entwickelten und testeten in dem durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWI) geförderten Projekt drei Jahre lang eine neue Informations- und Kommunikationstechnologie (IKT-Architektur) für Elektrofahrzeuge sowie darauf basierende Dienste. Untersuchungsobjekte waren das von der StreetScooter GmbH entwickelte Elektrofahrzeug „Concept Zeitgeist“ sowie eine Flotte umgebauter Fahrzeuge der Marke Fiat 500, die durch die FEV Motorentechnik GmbH zu Elektroautos umgerüstet wurden und die in mehrjährigen Tests in Aachen zum Einsatz kamen. Auf der Abschlussveranstaltung hatten jetzt über hundert Besucher die Gelegenheit, sich von den Forschungsergebnissen zu überzeugen und die Elektrofahrzeuge und die verschiedenen cloudbasierten Apps auf Herz und Nieren zu testen.

Mit einer Open-Service-Cloud verbunden

„Im Rahmen der Projektarbeiten haben wir die Fahrzeuge mithilfe moderner Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT) mit einer Open-Service-Cloud verbunden. Dabei war es für uns wichtig, genau zu definieren, welche Daten sie erzeugen und wie wir diese mithilfe von Apps für neue Dienstleistungskonzepte verwerten können“, erklärt der FIR-Wissenschaftler und Projektverantwortliche Marco Roscher. Die Open-Service-Cloud stellt dabei über eine schnelle mobile Internetverbindung eine Vielzahl von „Apps“ zur Verfügung, die es Autofahrern in Zukunft ermöglichen, sich wie bei einem Smartphone auch ihre Fahrzeugtechnik individuell einzurichten. So könnte beispielsweise ein Auto in Zukunft mithilfe einer App automatisch melden, wenn ein Teil sich der Verschleißgrenze nähert und dem Fahrer Informationen dazu liefern, wo sich die nächste Autowerkstatt befindet. Ebenso könnten über Informationen zu Position und Geschwindigkeit des Fahrzeugs Staumeldungen oder Empfehlungen zur Routenänderung angestoßen werden, aber auch aktuelle Informationen über Witterungsverhältnisse könnten das Autofahren erleichtern.

Anbindung an Strom- und Verkehrsnetz

In dem Forschungsprojekt OSCAR ist es den Wissenschaftler zudem gelungen, die Elektrofahrzeuge mithilfe der hochmodernen Informations- und Kommunikationstechnologien auch an das Stromnetz (Smart Grid) sowie das Verkehrsnetz (Smart Traffic) systembasiert anzubinden. Durch diese Vernetzung ist es zum Beispiel denkbar, dass sich in Zukunft auch Ampelschaltungen intelligent und verkehrsbedingt steuern lassen.

Die Forschungsergebnisse werden genutzt, um in weiteren Projekten, wie beispielsweise dem Projekt NRG4Cast (Förderkennzeichen: 600074), den Ausbau der Elektromobilität und damit verbundener Dienstleistungen weiter voranzutreiben.

Sie wurden in konsolidierter Form in einem Whitepaper zusammengefasst, das man sich auf der Internetseite des FIR (www.fir.rwth-aachen.de) unter der Rubrik „Über uns/Publikationen“ herunterladen kann.

 

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