Werbung

Firmensterben in Second Life: „Unternehmen fehlt es an langem Atem“

Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on xing
Share on whatsapp
Share on email
Share on print

Firmensterben in Second Life: „Unternehmen fehlt es an langem Atem“

Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on xing
Share on whatsapp
Share on email
Share on print

Immer mehr Firmen schließen ihre Präsenz in der virtuellen Welt Second Life (SL). Verlassene Unternehmens-Inseln, leere Programmtafeln und Auslagen prägten das Bild, das sich der Journalistin Alana Semuels von der Los Angeles Times bei einem Rundgang durch SL aufdrängte. Der Computerhersteller Dell gab seine Insel auf, ebenso die Hotelkette Starwood. „Unternehmen, die ihre Präsenz geschlossen haben, müssen sich fragen, ob ihr Atem lang genug war und was sie bei ihrem Auftritt falsch gemacht haben könnten“, sagt Christoph Ringwald, Sprecher des Internetdienstleisters Pixelpark. Während sich bei einigen US-Unternehmen Resignation über SL breit macht, zeigen deutsche Unternehmen Zufriedenheit mit ihrem Engagement in SL. „Momentan bestehen keine Pläne, sich aus SL zurückzuziehen“, so Oliver Brüggen, Sprecher von Adidas. Man sei zufrieden, Pläne für eine Erweiterung gebe es derzeit jedoch auch nicht, heißt es vom Sportartikelhersteller in Herzogenaurach. Seit der Inseleröffnung im September 2006 verkaufte Adidas monatlich 2.700 Schuhpaare im Second-Life-Shop und verzeichnete im Schnitt 9.000 Besucher.
Auch DaimlerChrysler will weiterhin mit seiner Marke Mercedes Benz in SL vertreten bleiben. „Wir sind sehr zufrieden mit den Besucherzahlen. Das Ziel unseres Auftritts in Second Life ist, in direkten Dialog mit der Zielgruppe zu treten“, betont Susanne Klauser, Pressesprecherin des Automobilkonzerns. Mercedes Benz bietet den SL-Avataren eine Teststrecke mit allen Wetterverhältnissen, auf der sie die C-Klasse virtuell testen können.
Second Life hat innerhalb eines Jahres eine rasante Entwicklung durchgemacht. „Vom nahezu völlig Unbekannten erlebte SL vor wenigen Monaten noch einen Hype mit positiver Berichterstattung und folglich auch positiver Wahrnehmung. In jüngster Zeit überwiegt eine negative Wahrnehmung verbunden durch entsprechende Berichterstattung. Diese Phasen werden normalerweise in größeren Zyklen durchlaufen“, unterstreicht Ringwald. Wenn ein Unternehmen Interesse hat, an dieser Entwicklung teilzunehmen, müsse es mit SL durch diese Phasen gehen. Pixelpark betreut Kunden wie Bild T-Online und EnBW bei ihren Aktivitäten in SL.
Die Bevölkerung in SL schrumpft indes, während andere virtuelle Welten Zulauf erhalten. Im Juni sind die aktiven Nutzerzahlen in SL um 2,5 Prozent zurückgegangen. Von den acht Mio. Registrierten halten sich zu Spitzenzeiten 30.000 bis 40.000 Nutzern in SL auf. Die Unternehmen folgen der virtuellen Völkerwanderung. IBM ist bereits in Entropia Universe http://www.entropiauniverse.com und There http://www.there.com aktiv. Entropia Universe wird vom schwedischen 3D-Spezialisten Mindark http://www.mindark.com betrieben und seit dem Start 2003 haben sich 580.000 Nutzer registriert. There hat laut eigenen Angaben rund eine Mio. Mitglieder. Betreiber ist das in Silicon Valley angesiedelte Unternehmen Makena Technologies. (pte)

Share on facebook
Facebook
Share on twitter
Twitter
Share on linkedin
LinkedIn
Share on xing
XING
Share on whatsapp
WhatsApp
Share on email
E-Mail
Share on print
Drucken

Ihre Meinung zum Artikel

Abonnieren
Benachrichtige mich bei
guest
0 Comments
Inline Feedbacks
View all comments

Andere Leser haben sich auch für die folgenden Artikel interessiert

Werbung

Redaktionsbrief

Tragen Sie sich zu unserem Redaktionsbrief ein, um auf dem Laufenden zu bleiben.

Werbung
Werbung

Aktuelle Ausgabe

Topthema: Auf dem daten Friedhof

Dark Data: Wirtschaftliche Chancen mit Cloud, KI und BI nutzen.

Mehr erfahren

Wir wollen immer besser werden!

Deshalb fragen wir SIE, was Sie wollen!

Nehmen Sie an unserer Umfrage teil, und helfen Sie uns noch besser zu werden!

zur Umfrage

Tragen Sie sich jetzt kostenlos und unverbindlich ein, um keinen Artikel mehr zu verpassen!

    * Jederzeit kündbar

    Entdecken Sie weitere Magazine

    Schön, dass Sie sich auch für weitere Fachmagazine unseres Verlages interessieren.

    Unsere Fachtitel beleuchten viele Aspekte der Digitalen Transformation entlang der Wertschöpfungskette und sprechen damit unterschiedliche Leserzielgruppen an.