25.03.2021 – Kategorie: Human Resources

Faktor Mensch: Gibt es für Agilität, Vielfalt und Inklusion einen gemeinsamen Nenner?

Faktor Mensch Attraktiver ArbeitgeberQuelle: Rawpixel.com/Shutterstock

Je größer das Unternehmen, desto mehr agile Methoden nutzt es in der Regel. Neben geeigneten Strukturen, Prozessen und Techniken entscheidet aber letztlich der Faktor Mensch über die Agilität von Organisationen. Warum dieser in den aktuellen Entwicklungen unausweichlich in den Vordergrund rückt, erklärt Gastautorin Tanya Akin von flowedoo.

Nur wenn die Führungsebene gemeinsam die agile Transformation initiiert, vorlebt und antreibt, gewinnt sie die Belegschaft nachhaltig für die neuen Arbeitsformen. Besonders bei den Begriffen Agilität, Vielfalt und Inklusion handelt es sich um den Faktor Mensch, den Unternehmen priorisieren müssen, um sich in der Zukunft der Arbeit erfolgreich zu behaupten. Dabei bietet jeder dieser drei Faktoren eine große Chance, die eigene Leistungsfähigkeit zu transformieren. Doch es gilt: Nur Unternehmen, die agile Methoden auch realisieren, können ihre Mitarbeiter begeistern und zu einem Teil dieser Mission machen.

Faktor Mensch: Vielfalt als elementare Säule

In der heutigen Zeit erweist sich vor allem eine auf Diversität und Inklusion basierende Grundhaltung und Kultur als Schlüssel zur Agilität. Doch ebenso benötigt eine agile Führungsweise auch ein Mindset, das den Mitarbeitern ermöglicht, bei der Arbeit sie selbst zu sein. Deshalb stellt die Leitung einer agilen Organisation häufig eine große Herausforderung dar und wirkt auf den ersten Blick sehr beängstigend. Dies liegt nicht zuletzt daran, dass Agilität und Reaktionsgeschwindigkeit als elementare Säulen für den unternehmerischen Erfolg gelten. Um diese Hürde zu meistern, sollten Unternehmen auf die Expertise aus vielfältigen Teams zurückgreifen und sich somit durch eine fokussiert agile und auf Vielfalt basierte Arbeitsweise an die Anforderungen des Marktes anpassen.

Die aktuelle Entwicklung zeigt, dass es noch nie so wichtig war, sich auf den Faktor Mensch und damit auf Mitarbeiter mit unterschiedlichen Fähigkeiten und Talenten einzustellen. Das Einbeziehen unterschiedlicher Kompetenzen sorgt für vielseitige Erfahrungen und schafft die Voraussetzung dafür, sich schneller an veränderte Gegebenheiten anzupassen. Unterschiedliche kulturelle Perspektiven fördern so Kreativität und treiben Innovationen voran. Zudem gestalten beispielsweise lokale Marktkenntnisse und Einsichten ein Unternehmen wettbewerbsfähiger, da kulturelle Sensibilität und Einblicke ein qualitativ hochwertigeres, gezieltes Marketing ermöglichen.

Dies zeigt, dass ein kulturell vielfältiger Talentpool ein Unternehmen attraktiver macht, wodurch es gleichzeitig eher in der Lage ist, die besten Talente anzuziehen und auch zu halten. Somit zeichnen sich agile, vielfältige Teams durch höhere Produktivität und Leistungsfähigkeit aus. Führungskräfte sollten also sich in keinem Fall von unbewussten Vorurteilen leiten lassen, sondern bewusst diverse Teams aufbauen, um Chancengleichheit, Kreativität und die Motivation zu steigern. Denn es sind schlussendlich die Menschen mit ihrem Mindset, die ein Unternehmen erst agil gestalten.

Ohne eine gesunde Feedback-Kultur geht es nicht

Im Recruiting-Prozess reicht es nicht, nur die richtigen Mitarbeiter einzustellen – Führungskräfte müssen vielmehr eine offene und inklusive Atmosphäre schaffen sowie ein Klima der Kreativität und Zusammenarbeit vorleben und fördern. So stellen sie von Beginn an die Weichen zur freien Entfaltung und kreativen Ideenfindung. Zudem gilt es Raum für Fehler zu etablieren – denn die Geschwindigkeit, mit der sich Unternehmen und Produkte aktuell weiterentwickeln, zeigt, wie wichtig die Pflege der Feedback-Kultur ist, um aus den Situationen zu lernen, die nicht planmäßig verlaufen.

Verstehen Mitarbeiter die Umstände, die zu den Fehlern geführt haben, können sie dieses Wissen nutzen, um sich weiterzuentwickeln. Um sich auch für zukünftige Herausforderungen zu wappnen, müssen Unternehmen deshalb Strategien entwickeln, die einen kulturellen Wandel hin zur Vielfältigkeit sowie die Entwicklung zu gelebter Agilität sicherstellen. Zudem gilt es, den Faktor Mensch zu berücksichtigen und sich auf den Faktor Mensch mit unterschiedlichen Fähigkeiten und Fertigkeiten einzustellen, um die moderne Unternehmensentwicklung zu unterstützen, denn es steht fest: Bei dem Versuch, die Organisation durch diese komplexen Zeiten zu navigieren, leistet die Förderung einer solchen Vielfalt und der richtigen Umgebung einen entscheidenden Beitrag zur Verbesserung der Agilität und einer positiven Unternehmensentwicklung der Organisation.

Faktor Mensch flowedoo
Tanya Akin ist Expertin für Diversity & Inclusion bei der flowedoo GmbH. (Bild: flowedoo)

Über die Autorin: Tanya Akin ist Expertin für Diversity & Inclusion bei der Unternehmensberatung flowedoo GmbH. Nach ihrem Studium der Philosophie und Organisationspsychologie begleitet die gebürtige US-Amerikanerin ihre Kunden seit mehr als 25 Jahren als interkulturelle Trainerin, D&I- und Kommunikations-Expertin. Ihre Schwerpunkte liegen dabei auf den Themenbereichen Unconscious Bias, Inklusion und Neuroplastizität im Coaching- und Lernumfeld. Seit 2015 begleitet die agile Unternehmensberatung flowedoo in Köln mittelständische und große Unternehmen als auch den Mittelstand bei Veränderungsprozessen hin zu agilen Arbeitsweisen. In den Beratungsprozessen unterstützt das Unternehmen auf allen Stufen als Agile Coaches, Scrum Master und Product Owner. (sg)

Lesen Sie auch: Bildungskonzepte: Nichts geht über die richtigen Skills in der Digitalisierung


Teilen Sie die Meldung „Faktor Mensch: Gibt es für Agilität, Vielfalt und Inklusion einen gemeinsamen Nenner?“ mit Ihren Kontakten:


Scroll to Top