Fachkräftemangel & Personalführung: Veränderungen fangen oben an

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Chefs vieler Branchen klagen über den drohenden oder bereits realen Fachkräftemangel, überdenken aber ihre eigene Rolle in einer sich verändernden Welt nur ungenügend. Einer dieser Branchen – die IT – trifft sich vom 16. bis 20. März auf der CeBIT.

Chefs vieler Branchen klagen über den drohenden oder bereits realen Fachkräftemangel, überdenken aber ihre eigene Rolle in einer sich verändernden Welt nur ungenügend. Einer dieser Branchen – die IT – trifft sich vom 16. bis 20. März auf der CeBIT.

Dort findet man sie: Die top qualifizierten IT-Spezialisten, die sich bei geschätzten rund 40.000 offenen Stellen der Branche zu einer der am stärksten umworbenen Bewerbergruppen entwickelt hat. Und auch im Jahr 2015 wird die CeBIT wieder eine wichtige Plattform für die Suche nach neuen Chancen und Job-Perspektiven sein. „Doch Job-Chancen für den einen sind für den anderen kein Vergnügen. Denn auch in der digitalen Arbeitswelt wird circa jede dritte Kündigung wegen schlechter Mitarbeiterführung und fragwürdigem People Management ausgesprochen“, weiß Lucia Falkenberg, HR-Expertin und Leiterin der Kompetenzgruppe New Work im eco – Verband der deutschen Internetwirtschaft e.V. „Solange digitale Arbeitskultur und eine transparente, wie auch demokratische Führung noch nicht von den Vorgesetzten eines Unternehmens verinnerlicht wurden, wächst das Risiko, die besten Köpfe an den nächsten Arbeitgeber zu verlieren“, ist Lucia Falkenberg überzeugt.

Neues Führungsverständnis

Entsprechend sollten Unternehmen dazu bereit sein, Personalführung und People Management zu überdenken. Denn People Management hat heute weniger mit hierarchischen Machtstrukturen und dem Prestige der einstigen Chefetage zu tun. Die neue Form des erfolgreichen Personalmanagements sieht vielmehr den Mitarbeiter als Gestalter von Innovation und Wachstum. „Bestens qualifizierte Fachspezialisten erwarten von einer Führungskraft die Fähigkeit, Arbeit so zu organisieren, dass sie dynamisch auf Veränderungen reagieren kann und dass tatsächlich derjenige den Job macht, der am besten für die jeweilige Aufgabe geeignet ist. Basis für dieses neue Führungsverständnis sind eine wertschätzende Unternehmenskultur, eine gemeinsame Zielrichtung aller Beteiligten und transparente Prozesse“, erklärt die HR-Expertin. Auch Unternehmen können von dieser flexiblen und modernen Form des Personalmanagements profitieren. Sie können auf einen Mitarbeiter bauen, der den Erfolg des Unternehmens mitgestalten und eigenverantwortlich Entscheidungen fällen darf. Wird ihm und seinen Leistungen Wertschätzung entgegen gebracht, ist er im Unternehmen gefestigt und eventuelle neue Job-Angebote, die ihm beispielsweise auf der CeBIT unterbreitet werden, erscheinen nicht mehr ganz so attraktiv – auf und jenseits der Messe.

Lucia Falkenberg diskutiert in der Kompetenzgruppe New Work die Chancen des People Managements in Zusammenarbeit mit dem IPA Institut. Die Sitzung unter dem Titel „People Management“ findet Anfang Juni statt.

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