Mit Monitoring die Produktivität erhöhen

Eine Studie des „Centre for Economic and Business Research“ (Cebr) in London zeigt, dass seit den 1970er Jahren Technologien die Effizienz von Büroarbeitern um 84 Prozent erhöht haben. Jetzt, wo Unternehmen Jahre der Unsicherheit hinter sich lassen, nehmen Investitionen in die IT wieder zu. Der zuletzt erschienene „Worldwide IT Spending Forecast“ des US-amerikanischen Marktforschungsunternehmens Gartner macht deutlich, dass in diesem Jahr die Ausgaben für IT-Geräte weltweit um 4,4 Prozent auf etwa 689 Milliarden US-Dollar (rund 551 Milliarden Euro) ansteigen werden. Unter Einsatz neuer Technologien sollte die Produktivität wieder zunehmen.

Vorhandenes optimieren …

Allerdings können Unternehmen ihre Leistungsfähigkeit auch verbessern, ohne neue Geräte kaufen zu müssen. Es ist verblüffend, wie viel erreicht werden kann, wenn die Effizienz der vorhandenen Infrastruktur optimiert wird. Und deren Herz ist die IT. Ein gutes Netzwerk-Monitoring-Tool hilft, Anomalien und Engpässe zu identifizieren, die den „Herzschlag“ verlangsamen oder das „lebenswichtige Organ“ sogar zum Stillstand bringen können – wenn sie unentdeckt bleiben. Aber auch das Gegenteil verursacht Kosten: Nicht optimal ausgelastete Geräte und Komponenten wie Server, Speicher oder Bandbreiten sind brachliegendes Kapital.  Im Endeffekt läuft es darauf hinaus, die Produktivität der IT spürbar zu verbessern, ohne in neue Hardware investieren zu müssen.

 … oder Neues direkt einbinden

Dennoch werden alle Unternehmen ein Stadium erreichen, in dem sie in ihre IT investieren müssen, um wachsen zu können. Für ein nachhaltiges Wachstum müssen Firmen die Technologien identifizieren, die maximale Produktivitätssteigerung ermöglichen; sie müssen verstehen, wie diese Technologien am besten in ihr Netzwerk integriert und eingesetzt werden können, um die Effizienz bestehender Infrastrukturen zu erhöhen. Wenn ein Unternehmen für neue Tools Geld in die Hand nimmt, erwartet es, dass diese sich nahtlos einfügen und kurzfristig konkrete Produktivitätszuwächse liefern. Eine Monitoring-Lösung liefert die Datenbasis für die optimale Umsetzung solcher Projekte.

Natürlich benötigt nicht nur Hardware akribisches Monitoring. Produktivitätsanwendungen für das Büro, insbesondere Business-Process-Management (BPM)-Software, werden zunehmend von Unternehmen verwendet. WinterGreen Research prognostiziert, dass der 3,4 Milliarden US-Dollar schwere Markt im Jahr 2020 mehr als 10 Milliarden Dollar wert sein wird, da mehr und mehr Unternehmen BPM als Chance sehen, Kosten zu senken und die Agilität zu verbessern. Mit zunehmender Abhängigkeit von diesen Lösungen kommt IT-Abteilungen eine erhöhte Verantwortung zu, die IT-Infrastruktur genau im Auge zu haben.

IT-Herausforderung „Internet of Things“

Der Blick in die Zukunft stellt spannende Innovationen in der IT in Aussicht. Aktuelle Entwicklungen wie das „Internet of Things“ versprechen starke Produktivitätsgewinne durch schnellere Kommunikation und gesteigerte Automation. Ein Beispiel dafür ist der Fertigungsbereich: Das Potenzial neuer Technologien in der Produktion ist derart groß, dass sogar von der vierten industriellen Revolution die Rede ist.

Siemens entwickelt zurzeit das Unternehmen der Zukunft, wo alle Elemente miteinander kommunizieren. Das Ergebnis könnte ein neu entwickeltes Auto sein, das eigenständig mit der Fabrik kommuniziert. Innerhalb dieses Szenarios könnte der Wagen einen Fehler selbst diagnostizieren und der Produktion direkt mitteilen, dass neue Teile gefertigt werden müssen, um die defekte Einheit zu ersetzen, und dass diese Vorgehensweise für kommende Modelle entsprechend angepasst wird. Die Möglichkeiten, die diese „Revolution“ bietet, sind überwältigend, aber ein sorgfältiges Netzwerk-Management als Basis für diese Entwicklung ist absolut geschäftskritisch, wenn Unternehmen die Vorteile voll ausnutzen wollen. Netzwerk-Monitoring spielt eine wesentliche Rolle bei der Bereitstellung der für die „Revolution“ benötigten Infrastruktur – von der Planungsphase bis zur Sicherung von Zuverlässigkeit und Performance.

Fazit

Vermehrt genutzte Automatismen und das Vertrauen auf die Technologie in nahezu allen Branchen erfordern sorgsames Management und ein Frühwarnsystem für die IT, um reibungslose Abläufe sicherzustellen. Während Netzwerke zunehmend komplizierter und unabhängiger werden, kommt dem Monitoring eine immer entscheidendere Rolle zu. Ein professionelles Monitoring stellt Echtzeitinformationen bereit, mit denen IT-Profis die allgemeine Produktivität steigern und damit den Return on Investment für ihr Unternehmen sichern können. (ak)

Von Fabian Konitzko, Partner Account Manager DACH bei der Paessler AG.

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