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Experton Group kommentiert Rücktritt von Leo Apotheker als Vorstandsvorsitzender von SAP

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Experton Group kommentiert Rücktritt von Leo Apotheker als Vorstandsvorsitzender von SAP

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Leo Apotheker ist als Vorstandsvorsitzender von SAP zurückgetreten – das ist notwendig und richtig, aber noch nicht die Lösung aller SAP-Probleme. Vor allem Kundennähe und Innovationskraft müssen gestärkt werden.

Am 7. Februar hat der Aufsichtsrat von SAP entschieden, den Vorstandsvertrag von Leo Apotheker nicht zu verlängern, der konsequenterweise daraufhin sofort zurückgetreten ist. Mag der Zeitpunkt auch einige überraschen – diese Entwicklung war logisch und auch notwendig.

SAP hat in den letzten 18 Monaten eine sehr schwierige Phase durchgemacht, die nicht nur auf die Wirtschaftskrise zurückzuführen ist. Das Unternehmen hat in dieser Zeit insgesamt und gegenüber dem Rivalen Oracle an Boden verloren und war zuletzt extrem verunsichert, hinzu kam eine sehr schlechte externe und interne Kommunikation. Eingeleitet wurde diese Entwicklung mit der Berufung von Leo Apotheker zum Vorstandsvorsitzenden, der gegenüber seinem Vorgänger Kagermann mehr Wert auf Vertrieb, Marge und Aktienkurs legen sollte. Das hat Apotheker zweifellos getan, wenn auch ohne Erfolg. So hat sich der SAP-Aktienkurs gegenüber dem Hauptkonkurrenten Oracle in der Amtszeit von Leo Apotheker um über 25 Prozent schwächer entwickelt.

Die vielen Fehlentscheidungen und „Pannen“ der letzten eineinhalb Jahre alleine auf Apotheker zu schieben, greift aber viel zu kurz. Er mag zwar gegenüber Kunden und Mitarbeitern sehr überheblich gewirkt haben – die strategische Ausrichtung hat er aber nicht allein zu verantworten.

Vielmehr wurde diese von mehreren Stakeholdern entschieden und von Apotheker exekutiert. Bei allen Verdiensten von Hasso Plattner für SAP – er hat wohl nach Shai Agassi zum zweiten Mal eine wichtige Personalentscheidung „falsch“ entschieden. „Falsch“ in Anführungsstrichen, weil die jeweilige Strategie – zumindest partiell – richtig war, aber von den Personen nicht erfolgreich umgesetzt werden konnte.

Was soll SAP jetzt tun? Diese Doppelspitze ist für ein Unternehmen dieser Klasse natürlich nur eine Notlösung – sehr schnell muss eine Persönlichkeit gefunden werden, die das Unternehmen wieder zum Erfolg zurückführt. Der Aufsichtsrat ist nach seiner Aktion sicher vom Rücktritt nicht überrascht und hatte somit schon einige Zeit, sich über die Nachfolge Gedanken zu machen. Die Person und die Vita des neuen Leaders muss natürlich die „neue“ Strategie von SAP widerspiegeln.

Und genau dort liegt das Problem. Die SAP-Strategie ist aktuell weder für Mitarbeiter noch für Kunden zweifelsfrei zu erkennen. Im Basisgeschäft agiert SAP solide und erfolgreich, Innovationen scheitern aber regelmäß;ig, die Kommunikation ist intern wie extern katastrophal und daher auch die extreme Verunsicherung auf allen Ebenen zu erklären. SAP muss nicht nur ein solides Basisportfolio liefern, sondern auch Innovationen wie Netweaver und BusinessByDesign erfolgreich entwickeln und vermarkten. Darüber hinaus muss SAP die „alten Tugenden“ wie Kundenorientierung, das Partner-Universe sowie Branchen- und Prozess-Know-how kombinieren mit neuen Komponenten wie Communities, Web2.0 und Cloud Computing.

„Die Kunden müssen jetzt sehr sensibel auf die Signale von SAP achten – und daraus die eigenen Konsequenzen ziehen, was die strategische Bindung an SAP betrifft. SAP muss wieder lernen, auf sein Umfeld zu hören und das Verhalten danach auszurichten. Das ist in einer Zeit, in der sich die Software-Industrie komplett wandelt nicht nur erfolgskritisch, sondern vielmehr langfristig überlebensnotwendig“ sagt Andreas Zilch, Vorstand und Lead Advisor der Experton Group.

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