Werbung

Erste deutsche „Bildungs-Cloud“

Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on xing
Share on whatsapp
Share on email
Share on print

Erste deutsche „Bildungs-Cloud“

Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on xing
Share on whatsapp
Share on email
Share on print

Ein Konsortium rund um regio iT Aachen und IBM baut die erste deutsche „Bildungs-Cloud“. Zielsetzung ist eine sichere Cloud-Umgebung für kommunale IT-Anbieter und mittelständische IT-Unternehmen Ein Konsortium aus Hochschulen, Forschungseinrichtungen, kommunalen IT-Anbietern und Unternehmen hat die vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie im Oktober 2010 veröffentlichte Ausschreibung für eine so genannte ‚Trusted Cloud‘ für Kommunalverwaltungen und mittelständische IT-Anbieter gewonnen. Ziel des über drei Jahre laufenden und vom Bund geförderten Projekts ist die Schaffung einer sicheren und jederzeit erweiterbaren Cloud-Umgebung für bildungsnahe IT-Angebote und entsprechende Dienste mittelständischer IT-Anbieter.

Das Projekt mit dem Namen „CloudCycle“ unter Führung des kommunalen IT-Anbieters regio iT Aachen und IBM Deutschland hat es sich zum Ziel gesetzt, eine Cloud-Umgebung aufzubauen, die den Bedenken in Hinblick auf Datensicherheit, rechtlichen Rahmenbedingungen sowie der häufig schwierigen Interoperabilität zwischen Cloud-Anbietern Rechnung trägt und so die Technologie für die öffentliche Verwaltung und den Mittelstand in Deutschland attraktiver macht. Die geplante Umgebung wird es zudem den beteiligten Schulen und Verwaltungen erlauben, ihren Aufwand und die Kosten im Bereich IT deutlich zu reduzieren.

In den nächsten drei Jahren werden mit Fördermitteln des Bundes die technischen und strukturellen Voraussetzungen geschaffen, damit zunächst regio iT Aachen sowie die Kommunale Informationsverarbeitung Baden-Franken (KIVBF) ihre bisherigen Angebote für Schulen und Hochschulen in einer Cloud bündeln können. Dazu gehört beispielsweise das Bereitstellen von pädagogischen Inhalten oder auch die unter Aspekten des Datenschutzes sensible Schulverwaltung. Darüber hinaus erhalten mittelständische IT-Anbieter in den beiden Regionen die Möglichkeit, die Cloud-Umgebung zu nutzen oder selbst über die Cloud den beiden kommunalen IT-Anbietern maß;geschneiderte Angebote zu machen. Das Konzept sieht eine einfache Erweiterbarkeit der Umgebung dank der Verwendung offener Technologiestandards vor, die aber dennoch allen heutigen und künftigen Sicherheitsanforderungen Rechnung trägt.

„CloudCycle bietet dem Mittelstand und dem öffentlichen Sektor eine sichere Basis, um kostengünstig von skalierbaren Standardlösungen und deren Diensten auf offenen Cloud-Plattformen zu profitieren“. sagt Gerd Breiter aus dem deutschen IBM-Forschungs- und Entwicklungszentrum in Böblingen, technischer Leiter des Projekts auf Seiten von IBM und im Unternehmen weltweit verantwortlich für Cloud Management Software. „Dafür schaffen wir eine Umgebung, die es ermöglicht, ihre Angebote bei garantierter Sicherheit und Compliance, das heiß;t unter Einhaltung von Gesetzen, Richtlinien und Datenschutzvorgaben kosteneffizient und skalierbar bereitzustellen.

Andreas Pelzner, Leiter des Konsortiums von der regio iT Aachen: „Wir haben als kommunaler IT-Anbieter hier erstmalig die Möglichkeit, unsere Angebote den Schulen unserer Region flexibel und vollautomatisch bereitzustellen und auch schnell anzupassen. Zudem können wir individuell Sicherheitsgarantien vergeben und gewährleisten so, dass persönliche Daten auch dort bleiben, wo sie hingehören – in den Händen der Schulverwaltung.“

William, Schmitt, Hauptgeschäftsführer der Kommunalen Informationsverarbeitung Baden Franken (KIVBF) mit Sitz in Karlsruhe erklärt: „Mit CloudCycle entsteht auch für kommunale IT-Dienstleister eine Plattform, auf deren Basis sie kooperativ und synergetisch das Angebot für ihre kommunalen Kunden flexibilisieren und dynamisieren können und dabei Datensicherheit, Datenschutz und Compliance werden garantieren können. Die mit CloudCycle einhergehenden Effizienzsteigerungen werden die öffentlichen Haushalte nachhaltig entlasten.“ „Das Einstiegsszenario der „Bildungs-Cloud“ wird dies idealtypisch aufzeigen,“ ergänzt Jürgen Heinrich, verantwortlich für Innovation in KIVBF und Projektleiter für die KIVBF-Anteile von CloudCycle.“

Die Universität Stuttgart, das Fraunhofer-Institut für Sichere Informationstechnologie in Darmstadt sowie IBM Research Zürich werden im Rahmen des Projekts ihr Wissen zu den Themen Datensicherheit und -schutz sowie Workflow Management einbringen.

Die Professoren Bernhard Mitschang und Frank Leymann von der Universität Stuttgart: „In dem Projekt CloudCycle haben wir die Möglichkeit, praxisrelevante Forschung durchzuführen und Ergebnisse zu erzielen, die wir auch auß;erhalb des Projektes zu Verfügung stellen möchten. Hierdurch schaffen wir eine Basis für weitere Forschungen und Kooperationen im Bereich Cloud Computing. Die Ergebnisse werden in die Lehre einfließ;en, um unseren Absolventen aktuelles Wissen in diesem neuen Gebiet zu vermitteln.“

Prof. Dr. Michael Waidner vom Fraunhofer-Institut für Sichere Informationstechnologie in Darmstadt: „Bedenken bezüglich der Datensicherheit wichtiger Informationen, die in der Cloud liegen, sowie die Übertragung von Verantwortung an fremde Administratoren, gehören für KMUs zu den größ;ten Hindernissen, Cloud Computing zu nutzen. In CloudCycle werden wir technische und organisatorische Verfahren umsetzen, um diesen Bedenken entgegenzuwirken.“

Das Potenzial für diese „Bildungs-Cloud“ zeigt sich bereits in den beiden Modellregionen, in denen insgesamt mehr als 800 allgemeinbildende und berufliche Schulen mit nahezu 50.000 PC-Arbeitsplätzen in den Schulverwaltungen und den Klassenräumen angesiedelt sind. Für das gesamte Bundesgebiet belaufen sich die Zahlen auf mehr als 30.000 Schulen mit über zehn Millionen Schülern. Ein weiteres groß;es Anwendungsfeld für die im Projekt entwickelten Verfahren und Technologien sind Cloud-Lösungen für Angebote der öffentlichen Verwaltung. So könnten in Zukunft über eine E-Government-Cloud Bürgerportale, virtuelle Rathäuser und Bürgerämter, Antragsverfahren und vieles mehr online in einer Cloud-Umgebung abgewickelt werden.

Details zum Projekt: http://www.cloudcycle.org/

Das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi) fördert durch „Trusted Cloud“ die Entwicklung und Erprobung von innovativen, sicheren und rechtskonformen Cloud Computing-Diensten mit insgesamt rund 50 Mio. Euro. Hinzu kommen Eigenmittel der Projektbeteiligten in etwa gleicher Höhe, so dass insgesamt rund 100 Mio. Euro zur Verfügung stehen. Das BMWi-Technologieprogramm „Trusted Cloud“ ist Teil des Aktionsprogramms Cloud Computing, das das BMWi im Oktober 2010 gemeinsam mit Partnern aus Wirtschaft und Wissenschaft gestartet hat.

Share on facebook
Facebook
Share on twitter
Twitter
Share on linkedin
LinkedIn
Share on xing
XING
Share on whatsapp
WhatsApp
Share on email
E-Mail
Share on print
Drucken

Ihre Meinung zum Artikel

Abonnieren
Benachrichtige mich bei
guest
0 Comments
Inline Feedbacks
View all comments

Andere Leser haben sich auch für die folgenden Artikel interessiert

Werbung

Redaktionsbrief

Tragen Sie sich zu unserem Redaktionsbrief ein, um auf dem Laufenden zu bleiben.

Werbung
Werbung

Aktuelle Ausgabe

Topthema: Apps, Portale, Software – Prozesse effizienter gestalten

Automatisierung

Mehr erfahren

Wir wollen immer besser werden!

Deshalb fragen wir SIE, was Sie wollen!

Nehmen Sie an unserer Umfrage teil, und helfen Sie uns noch besser zu werden!

zur Umfrage

Tragen Sie sich jetzt kostenlos und unverbindlich ein, um keinen Artikel mehr zu verpassen!

    * Jederzeit kündbar

    Entdecken Sie weitere Magazine

    Schön, dass Sie sich auch für weitere Fachmagazine unseres Verlages interessieren.

    Unsere Fachtitel beleuchten viele Aspekte der Digitalen Transformation entlang der Wertschöpfungskette und sprechen damit unterschiedliche Leserzielgruppen an.