20.09.2009 – Kategorie: Fertigung, IT, Technik

ERP-Bericht 2009: Vom Open Source- bis zum Premium-System

„Die ERP-Systeme haben in punkto Funktionsumfang und Flexibilität gegenüber dem Vergleichstest 2006 deutlich zugelegt“, so das Fazit von GPS-Geschäftsführer Werner Schmid zu den Ergebnisse des neuen Berichts „ERP-Systeme 2009 – Stand der Technik“. Viele Systeme bieten heute die Möglichkeit, per „drag and drop“ individuelle Anpassungen durchzuführen, die vor ein paar Jahren noch mühsam programmiert werden mussten. „Das ist ein Unterschied wie zwischen Kohleofen und Zentralheizung“, so Schmid weiter. „Statt Kohlen zu schleppen und nachzulegen genügt heute ein Griff zum Thermostat, um die gewünschte Temperatur einzustellen.“

Noch vor ein paar Jahren standen IT-Manager und Anwender respektvoll vor einem ERP-System und waren erstaunt über die technische Leistung. Heute haben sich Haltung und Erwartung deutlich geändert. Aus dem vermeintlichen groß;en Manitu, der im Hintergrund alles plant und steuert, ist ein dienstbarer Geist aus dem Flachbildschirm geworden, der das tut, was notwendig ist. Gefordert ist der viel zitierte „Standard“, der alle Funktionen und Prozesse abdeckt, aber dennoch die Flexibilität bietet, dass man seine Individualität behalten kann. Der Trend, so der Bericht, geht in Richtung offener Systeme, die andere Systeme für spezielle Anwendungen an- oder einbinden.

Für den neuen Bericht mussten sich die ERP-Anbieter dem Testszenario der GPS stellen, das ihnen einiges abverlangte. Von der ersten Kontaktaufnahme mit einem Neu-Kunden über die Auftragsbearbeitung mit Einkauf, Produktion und Lieferung ins Ausland bis zur Ermittlung des Deckungsbeitrags mussten alle Regel-Prozesse eines Unternehmens durchlaufen werden. Und das innerhalb von drei Stunden und vor einem kritischen Publikum aus ERP-Experten, die am Schluss auch noch eine Bewertung abgaben.

Die Momentaufnahme des Stands der Technik 2009 in ERP-Systemen hat klar gezeigt, dass die Zeit vorbei ist, in der ERP-Systeme als Korsett empfunden werden müssen. Das „Rückgrad eines Unternehmens“, in dem die Daten zur Steuerung der Prozesse laufen wie die Nervenbahnen durch den Organismus, muss nach allen Seiten und Richtungen flexibel sein. Im aktuellen Bericht über die ERP-Systeme 2009 (der letzte Bericht erschien 2006) sind die Kriterien für die Bewertung bei der Auswahl ausführlich erläutert. Er beleuchtet auch die Herkunft aus den 1970er Jahren („PPS-Systeme“) und gibt einen Ausblick auf mögliche Entwicklungsrichtungen.

Präsentiert und bewertet wurden die Systeme (in Klammern die Anbieter der Systeme):

AP Plus (AP Automation + Productivity AG)

proALPHA (ALPHA Business Solutions AG)

PSIpenta (PSIPENTA Software Systems GmbH)

SAP Business All-in-One (Steeb Anwendungssysteme GmbH und Itelligence AG)

IFS Applications (IFS Deutschland GmbH & Co. KG)

infor ERP LN (Infor business solutions AG)

Microsoft Dynamics AX (KCS.net AG)

Semiramis (SoftM Solutions GmbH)

ams.erp (ams.hinrichs+müller GmbH)

AvERP (SYNERPY GmbH)

Der Bericht „ERP-Systeme 2009 – Stand der Technik“ ist zum Preis von EUR 60,– zzgl. Versandkosten und MwSt. erhältlich.

www.gps-ulm.de


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