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Erfolgsfaktoren für die Rechenzentrumsplanung

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Erfolgsfaktoren für die Rechenzentrumsplanung

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Investitionen in Datensicherheit und Hochverfügbarkeit sind in den vergangenen Jahren stetig gestiegen. Laut dem DatacenterDynamics (DCD) sind die Investitionen in Rechenzentren (RZ) 2012 weltweit um mehr als 20 Prozent gewachsen. Bei der Umsetzung dieser IT-Infrastrukturprojekte sollten Risikomanagement-, Überwachungs- und Sicherheitskonzepte schon bei der Planung ineinander greifen, um spätere Kostentreiber zu vermeiden und ein optimales Zusammenspiel der einzelnen Komponenten zu gewährleisten.

Von Sascha Sambach

Das Thema IT-Sicherheit hat in den vergangenen Jahren bei vielen Unternehmen an Bedeutung gewonnen – nicht nur bei öffentlichen Institutionen, sondern vielfach auch bei privaten mittelständischen Unternehmen. „Ein proaktives Risikomanagement, das ebenfalls die Datensicherheit und Datenverfügbarkeit einschließt, ist heute nicht nur aus betriebswirtschaftlicher Sicht für die Geschäftskontinuität notwendig, sondern wird zunehmend ebenfalls von Wirtschaftsprüfern gefordert. Denn im Zuge von Unternehmensprüfungen erstellt der Wirtschaftsprüfer auch einen Prüfvermerk zur physikalischen IT-Sicherheit, da mangelnde IT-Sicherheit im Rahmen von Basel II zu den so genannten operationellen Risiken zählt und die Vertraulichkeit, Integrität und Verfügbarkeit der unternehmenskritischen Daten langfristig sichergestellt sein muss“, erklärt Sascha Sambach, Geschäftsführer der Bremer Allgeier Tochter BSH IT Solutions GmbH.

Was es bei der RZ-Planung zu beachten gilt

Dabei stellt sich für Unternehmen, die künftig in ihre IT-Sicherheit investieren wollen, zunächst die Frage, ob etwa das eigene Rechenzentrum aufgerüstet, ein neues geplant oder ein externer Rechenzentrumsdienstleister in Anspruch genommen werden soll. Vielfach sind es wirtschaftliche Gesichtspunkte (Stichwort: Kosten und Kapitalbindung) und die eigene Ressourcenausstattung, die zwischen der Auslagerung von Services und Infrastrukturkomponenten in ein Rechenzentrum oder dem Aus- beziehungsweise Aufbau eines eigenen Rechenzentrums entscheiden.

Unabhängig von dieser Frage sollten Unternehmen im Vorfeld der Rechenzentrumsplanung zudem einige grundsätzliche Faktoren beachten, die im späteren Bedarfsfalle oder im laufenden Prozess nicht oder nur mit immensem Aufwand nachrüst- beziehungsweise realisierbar sind. So ist etwa die Lage des künftigen Rechenzentrums ein entscheidender Faktor. Dabei gilt es zu beachten, dass das Rechenzentrum nicht in einem gefährdeten Bereich liegt, etwa durch die unmittelbare Nähe zu Wasseranschlüssen, Brandlasten oder ähnlichen Störfaktoren. Zudem muss auch das sehr hohe Gewicht der Server und Komponenten getragen werden können. Vorzugsweise werden Rechenzentren daher eher im Erd- oder Kellergeschoss geplant als in den oberen Stockwerken eines Gebäudes. Zudem sollten Zugänge zu leistungsfähigen Strom- und Netzwerkleitungen gegeben sein und Klimazuleitungen direkt an das Rechenzentrum verlegt werden können. Umfassende Begehungen der Räumlichkeiten mit sachverständigen Beratern sollten daher Bestandteil einer jeden Rechenzentrumsplanung sein.

Die Anforderungen im Blick auf die IT-Sicherheit unterscheiden sich kaum bei privaten und öffentlichen Unternehmen. Ausfälle etwa in Krankenhäusern oder in Produktionsunternehmen sind gleichwohl kritisch und erfordern entsprechende Risikomanagement-, Überwachungs- und Sicherheitskonzepte, die optimalerweise schon bei der Planung ineinander greifen.  „Da Unternehmen im Zuge dieser komplexen Infrastrukturprojekte oftmals sowohl mit Bau- als auch IT-Dienstleistern zusammenarbeiten, sollte die gesamtverantwortliche Unternehmerschaft für die Konzeption, den Bau und den sicheren Betrieb des RZ bei dem IT-Dienstleister liegen. So obliegt in unseren Projekten die Generalunternehmerschaft sowie die Planung und Konzeption der unternehmensspezifischen IT-Infrastruktur der BSH, während der eigentliche Rechenzentrumsbau gemeinsam mit einem spezialisierten Partnerunternehmen umgesetzt wird. Obwohl in der Planungsphase Bau- und Infrastrukturexperten mit dem Kunden gemeinsam am Tisch sitzen, gibt es somit nur einen gesamtverantwortlichen Ansprechpartner“, so Sambach weiter. Durch die Kompetenzbündelung bei bau- und konzeptionsrelevanten Fragestellungen sei so eine zielorientiertere Projektumsetzung möglich, zum Beispiel im Zusammenhang mit Fragen rund um die Server-Virtualisierung: Wie viele Höheneinheiten werden benötigt, wie hoch ist die Stromaufnahme, welche Stromanschlüsse sind notwendig, wie viel Abwärme wird erzeugt, welche Anforderungen muss die unterbrechungsfreie Stromversorgung (USV) erfüllen usw. Da all diese Faktoren ineinander greifen, lassen sich diese deutlich effektiver realisieren, wenn eine parallele Bau- und Infrastrukturplanung erfolgt.

Integrierte Monitoring-Systeme für schnelle Reaktionszeiten

Moderne Rechenzentren verfügen heute über integrierte Monitoring-Lösungen, die sämtliche Informationen der angebundenen Systeme wie etwa Server- und Storage-Systeme, Netzwerkkomponenten, Tür- beziehungsweise Zutrittskontrolle, Klimaanlage, Temperatursensoren und USV zentral verarbeiten und über ein einfach parametrisierbares Früherkennungs- und Alarmsystem steuern. Auf diese Weise kann der IT-Leiter beim Kunden oder über den Service-Desk des Dienstleisters eine Überwachung der gesamten Umgebung 24 Stunden am Tag gewährleisten und bei Soll-Abweichungen binnen kürzester Zeit regulierende Maßnahmen ergreifen. (ak)

Sascha Sambach, Geschäftsführer der Bremer Allgeier-Tochter BSH IT Solutions GmbH

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