Einhorn-Unternehmen: Deutschland auf Platz drei im europäischen Vergleich

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Einhorn-Unternehmen: Deutschland auf Platz drei im europäischen Vergleich

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GP Bullhound hat jetzt den neuen Report „Titans of Tech – Pandemic Proof“ veröffentlicht, in dem die aktuellen Wachstumstrends der europäischen Tech-Branche aufzeigt. Laut dem Report war 2020 ein Rekordjahr beim Wertzuwachs von Einhorn-Unternehmen in Europa. Die Bewertung der gesamten Tech-Branche liegt jetzt bei über 800 Milliarden US-Dollar.
Einhorn-Unternehmen Strategieentwicklung

Quelle: PopTika/shutterstock

  • Neuer Report „Titans of Tech“ von GP Bullhound: Zu den neuesten deutschen Einhörnern gehören Gorillas, Lilium, Personio, Signavio und Mambu.
  • Platz drei für Deutschland im nationalen Vergleich im Hinblick auf die Zahl der neuen Einhorn-Unternehmen und ihrer Gesamtbewertung.
  • Mit Adyen gibt es in Europa erstmals einen eigenen Titan mit einer Bewertung von über 50 Milliarden US-Dollar.

Laut dem neuen „Report Titans of Tech – Pandemic Proof“ von GP Bullhound, einem Beratungs- und Tech-Investitionsunternehmen, liegt die Bewertung der gesamten Branche nun bei über 800 Milliarden US-Dollar. Fast die Hälfte davon wurde allein im vergangenen Jahr erwirtschaftet, ein Wachstum, das sich zuvor über 20 Jahre erstreckte. Mittlerweile existieren 166 Unternehmen in Europa, die mit mehr als einer Milliarde US-Dollar bewertet werden und damit den Status eines Einhorn-Unternehmen (engl. Unicorn) haben. 31 Prozent (52 Unternehmen) davon haben im vergangenen Jahr den Einhorn-Status erreicht. Dies stellt einen anderthalbfachen Anstieg gegenüber 2020 dar, mit einem Gesamtwert von 94 Milliarden US-Dollar. Neben Unternehmen, die bereits Einhorn-Unternehmen sind, dokumentiert der Report auch solche, die auf dem besten Weg dorthin sind.

Deutsche Einhorn-Unternehmen mit 119 Milliarden US-Dollar bewertet

Deutschlands 23 Einhörner bringen es laut dem Report mittlerweile auf eine Gesamtbewertung von 119 Milliarden US-Dollar. Mit Celonis kürzlicher Milliarden-Finanzierungsrunde hat Deutschland ein neues „Decacorn“ mit einer Bewertung von über einer Milliarde US-Dollar. Zu der jüngsten Gruppe der milliardenschweren Unternehmen aus Deutschland gehören Gorillas, Lilium, Personio, Signavio, sennder und Mambu. Zu den neuen „Soonicorns“ in Deutschland zählen Babbel, Chrono24, LeanIX, McMakler, Spryker und Staffbase.

Die Pandemie kurbelt das Wachstum des Tech-Sektors an – dieser hat sich während der Pandemie besser entwickelt als viele andere Branchen und in nur einem Jahr 52 neue Unicorns hervorgebracht sowie mehr als 380 Milliarden Dollar an Wert hinzugewonnen. Seit dem ersten Titans of Techs-Bericht von GP Bullhound im Jahr 2014 hat sich der Wert der europäischen Tech-Branche verneunfacht.

Einhorn-Unternehmen GP Bullhound
Die Bewertung der führenden Tech-Unternehmen in Europa. (Grafik: GP Bullhound)

Einhorn-Unternehmen: Unternehmenssoftware und Fintech an der Spitze

Unternehmenssoftware (21) und Fintech-Unternehmen (13) sind weiterhin führend in der Anzahl neuer milliardenschwerer Unternehmen, gefolgt von Marktplätzen (7) und E-Commerce (6). Schweden konnte dank der maßgeblich gestiegenen Bewertung von Unternehmen wie Klarna, Spotify und Evolution Gaming, die zusammen 74 Prozent des kumulierten Wertes im Jahr 2021 ausmachen, Großbritannien im Gesamtwert seiner Einhorn-Unternehmen überholen. Dennoch behält Großbritannien seine Spitzenposition auf der Liste der Länder mit den meisten Einhorn-Unternehmen (37), gefolgt von Israel (32), Deutschland (23) und Schweden (13). Hinzugekommen sind auch einige neue Länder wie Kroatien und Österreich.

Boom bei großen Finanzierungsrunden

Allein im ersten Quartal 2021 konnten Einhorn-Unternehmen 14,9 Milliarden US-Dollar eingeworben, was nahezu der gesamten Aktivität des Jahres 2020 mit einer Summe von 16,8 Milliarden US-Dollar entspricht. Bestes Beispiel war zuletzt Celonis mit einer Finanzierungsrunde von über zehn Milliarden US-Dollar. SPACs gehören zu den heißesten Tech-Trends in den USA und Asien und haben im vergangenen Jahr weltweit fast 230 Milliarden US-Dollar an neuen Listings eingebracht. Auch in Europa werden immer mehr SPACs gelistet, um die europäischen Marktführer auf dem Kontinent zu halten.

Eine weltweite Verdoppelung der Unternehmen mit einer Bewertung von 50 Milliarden US-Dollar – insgesamt gibt es jetzt 26 „Tech-Titans“ weltweit, wobei Europa mit Adyen (61,5 Milliarden US-Dollar) mittlerweile seinen ersten Titanen hervorgebracht hat. Dicht gefolgt von Spotify, das Anfang des Jahres kurz in die 50-Milliarden-Dollar-Gruppe aufstieg und aktuell mit einer im Jahresvergleich um 51 Prozent gestiegenen Bewertung mit 43 Milliarden US-Dollar bewertet wird.

Wert der europäischen Tech-Branche hat sich seit 2014 verneunfacht

Julian Riedlbauer GP Bullhound
Julian Riedlbauer ist Partner bei GP Bullhound. (Bild: Annette Koroll/GP Bullhound)

„Unser Report zeigt, dass die Welt mit der europäischen und insbesondere auch der stark wachsenden deutschen Tech-Branche zu rechnen hat. Die Pandemie hat ihren Status in der globalen Arena nur weiter gefestigt. Der rekordverdächtige Wertzuwachs, die Zahl hoher Finanzierungsrunden und die große sowie stabile Anzahl von Unicorn-Unternehmen sprechen für sich und wir können wirklich stolz auf das sein, was wir hier geschaffen haben“, erklärt Julian Riedlbauer, Partner bei GP Bullhound und Leiter des deutschen Standortes.

„Der Wert der europäischen Tech-Branche hat sich seit der ersten Veröffentlichung des Titans-Reports im Jahr 2014 verneunfacht. Da Technologie heute ein so elementarer Bestandteil unserer Lebenswelt geworden ist – von der Essenslieferung über Edtech und Fintech bis hin zu Unterhaltungssoftware – wird sich dieses Wachstum voraussichtlich fortsetzen. Bisher war der limitierte Zugang zu öffentlichen Kapitalmärkten ein Hindernis, doch mit der Ankunft von SPACs in Europa können wir mehr Bewegung auf dem IPO-Markt und einen neuen Reifegrad der europäischen Tech-Branche erwarten“, so Riedlbauer weiter.

Das weltweit agierende M&A-Beratungs- und Tech-Investitionsunternehmen GP Bullhound berät sowohl Unternehmen als auch Gründer und Investoren in den Bereichen Mergers & Acquisitions (M&A) und Wachstumsfinanzierungen. Seit seiner Gründung 1999 in London hat GP Bullhound mehr als 240 erfolgreiche M&A- und Privat-Placement-Transaktionen mit Industrieunternehmen wie Essence, Avito, Delivery Hero, Fjord, King Digital Entertainment, Pingdom, Innogames, Magix, Signavio sowie Spotify abgeschlossen. (sg)

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