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eco Verband: Steht Verwaltungen die Blockchain-Revolution bevor?

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eco Verband: Steht Verwaltungen die Blockchain-Revolution bevor?

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Sie ermöglicht öffentlich einsehbare, manipulations- und ausfallsichere Transaktionen: Die Blockchain-Technologie hat das Potenzial, viele Prozesse in Verwaltungen und Behörden zu automatisieren. Gerade die Stärken der Blockchain – fälschungssichere Register zu führen und als vertrauenswürdige neutrale Instanz zu fungieren – sind auch zentrale Charakteristika öffentlicher Institutionen.

Stefab Zimprich, eco Verband

Sie ermöglicht öffentlich einsehbare, manipulations- und ausfallsichere Transaktionen: Die Blockchain-Technologie hat das Potenzial, viele Prozesse in Verwaltungen und Behörden zu automatisieren. Gerade die Stärken der Blockchain – fälschungssichere Register zu führen und als vertrauenswürdige neutrale Instanz zu fungieren – sind auch zentrale Charakteristika öffentlicher Institutionen.

„Blockchain stellt staatlichen Stellen neue Instrumente zur Verfügung, um komplexe und vertrauenswürdige Interaktionen zwischen Staat und Bürgern zu erleichtern. Die Technologie bietet ein immenses Potenzial, um Systeme zu ändern und Prozesse zu beschleunigen“, sagt Stephan Zimprich, Leiter der Kompetenzgruppe Blockchain im eco – Verband der Internetwirtschaft e. V. (im Bild).

Verfahrensabläufe als Smart Contracts in die Blockchain einprogrammierbar

Öffentliche Verwaltungen pflegen Listen, beispielsweise der Einwohner einer Kommune oder der dort zugelassenen Fahrzeuge. Das Grundbuch ist ein Register, das die Rechte der Bürger an bestimmten Immobilien auflistet. „Dies alles ließe sich heute schon mithilfe der Blockchain-Technologie fälschungssicher, automatisch und effizient führen“, sagt Zimprich. Eine weitere Stärke der Blockchain: Sie kann die Umsetzung von Prozessen und die Durchsetzung von Rechtsnormen automatisieren. „Rechtlich zwingende Verfahrensabläufe ließen sich als Smart Contracts in die Blockchain einprogrammieren und so deren Einhaltung quasi erzwingen, sobald alle Voraussetzungen erfüllt sind“, sagt Stephan Zimprich.

Doch bevor sich Verwaltungsprozesse in die Blockchain überführen lassen, müsse die öffentliche Hand einige Herausforderungen lösen: „Die Verwaltungen könnten enorm von der Blockchain profitieren, es braucht aber neue rechtliche Grundlagen und hohe Veränderungsbereitschaft bei Verantwortlichen, um die Potenziale zu realisieren“, so Zimprich weiter. Auch technologische und personelle Herausforderungen gilt es zu lösen sowie die Akzeptanz der Menschen zu stärken. „Blockchain ist eine Grundlagen-Technologie, zu der Menschen zunächst Vertrauen entwickeln müssen, damit sie sie wirklich nutzen.“

Blockchain hat das Potenzial, die Verwaltung nachhaltig zu verändern

Um diese Ziele zu erreichen, sollte die Verwaltung die Technologie fördern und mit Wissenschaft und Wirtschaft kooperieren. Doch während deutsche Institutionen sich eher abwartend verhalten, sind andere Länder schon weiter. Schweden prüft, ob und wie man Grundstücksübertragungen auf der Blockchain abbilden kann. Auch Länder wie Honduras und Ghana experimentieren mit der Blockchain, um die Verwaltung von Grundstücken sicherer vor Korruption oder Fehlern in der Übertragung von Landnutzungsrechten zu machen.

Afrikanische Länder könnten mit Blockchain manipulationssichere Wahlen ermöglichen. Wahlfälschungen wären praktisch ausgeschlossen, denn alle Stimmabgaben wären in einem Netzwerk von Computern gespeichert, auf das jeder Zugriff hätte. Bürgerinitiativen und Medien könnten unabhängig im Protokoll nachlesen, wie viele Stimmen für wen eingegangen sind und ob das Wahlergebnis stimmt.

Weitere Informationen zur Arbeit der Kompetenzgruppe Blockchain im eco Verband gibt es hier.

Nächster Termin: Am 12. Dezember 2017 laden die Stadt Köln, die deutsche medienakademie, das InsurLab Germany, das German ICT & Media Institute und eco – Verband der Internetwirtschaft zu den Blockchain PreMasters 2017 in das Alte Pfandhaus Köln ein.

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