Eco-Umfrage: Deutsche Wirtschaft braucht bessere Rahmenbedingungen

Trotz aller politischen Fortschritte bei der Wirtschaftsförderung sehen Unternehmensentscheider aller Branchen in Deutschland noch immer Defizite. Insbesondere die Bürokratie stellt nach wie vor ein großes Hemmnis für die Unternehmen dar. Rund die Hälfte (44 Prozent) der deutschen Unternehmensentscheider sehen demnach Handlungsbedarf beim Bürokratieabbau, so das Ergebnis einer aktuellen repräsentativen Umfrage, die das Meinungsforschungsinstitut YouGov im Auftrag von eco – Verband der Internetwirtschaft e.V. im März 2017 durchgeführt hat.

„Die Gründung von Unternehmen muss unbedingt vereinfacht werden. Die hohen Auflagen der Bürokratie erschweren Startups in Deutschland das Leben und stellen unnötige Hürden dar, die dem Digitalstandort Deutschland schaden und ihn unattraktiv machen“, sagt Harald A. Summa, eco-Geschäftsführer (im Bild).

eco setzt sich seit Jahren für eine erfolgreiche Startup-Politik ein und wurde jüngst erneut von Brigitte Zypries, Bundesministerin für Wirtschaft und Energie, in den Beirat „Junge Digitale Wirtschaft“ berufen, um die Förderung der Informations- und Kommunikationswirtschaft als zentrale Zukunftsbranche Deutschlands weiter voranzutreiben.

Rahmenbedingungen schaffen: 45 Prozent der Unternehmen halten deutschen Rechtsrahmen für nicht innovationsfreundlich

Mit Blick auf die Digitalisierung und den technologischen Fortschritt verändere sich aber auch das Anforderungsprofil moderner Wirtschaftsförderung, deren oberstes Ziel die stringente Unterstützung der digitalen Transformation von Gesellschaft und Wirtschaft sein müsse. Die Wirtschaft brauche deshalb umso dringender verlässliche investitions- und innovationsfreundliche regulatorische Rahmenbedingungen, so Summa.

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Aktuell hält jedoch fast die Hälfte (45 Prozent) der Unternehmensentscheider den deutschen Rechtsrahmen für nicht innovationsfreundlich, so das Ergebnis der eco-Umfrage. Dabei könnten günstigere Rahmenbedingungen die Grundlage bieten, die allgemeine deutsche Skepsis vor Investitionen zu überwinden und den Gründergeist zu wecken.

Daran glaubt auch Gründerin Christina Barleben, die 2013 das Start-up „Thoughtfish“ mitgegründet hat: „Öffentliche Fördergelder sollten mit mehr Mut und Vertrauen ausgegeben werden. Also dem Mut, dass die Unternehmer das Unternehmen groß machen wollen. Es sollte weniger Papierkram geben, flexiblere Auszahlungsmodalitäten und mehr Freiheit in der Verwendung der bewilligten Gelder.“, sagt Barleben in einem eco-Interview.

eco erneut Kernmitglied im BMWi-Beirat „Junge Digitale Wirtschaft“

Um die junge digitale Wirtschaft nachhaltig zu unterstützen, führt eco seit mehr als drei Jahren innerhalb des Beirats „Junge Digitale Wirtschaft“ den direkten und praxisbezogenen Dialog mit der deutschen Digital- und Gründerszene und der Politik. Auch in diesem Jahr ist Harald A. Summa, eco-Geschäftsführer, erneut Kernmitglied im Beirat. „Die Gründer von heute sind die Arbeitgeber von morgen. Darum müssen das politische Engagement und der Austausch mit der Wirtschaft in Form des Beirats auch in der nächsten Legislaturperiode unbedingt weitergeführt werden!“, so Summa.

Weitere Informationen finden Sie auch online auf der neuen eco-Website zur Digitalpolitik.

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