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Wie weit ist der Mittelstand in Sachen Digitalisierung? Eine Studie gibt Auskunft. Dass dabei die IT-Branche als Vorreiter fungiert, überrascht nicht wirklich, interessant ist jedoch, wie sich der Mittelstand insgesamt schlägt.

Digitalisierung

Wie weit ist der Mittelstand in Sachen Digitalisierung? Eine Studie gibt Auskunft. Dass dabei die IT-Branche als Vorreiter fungiert, überrascht nicht wirklich, interessant ist jedoch, wie sich der Mittelstand insgesamt schlägt.

Die IT-Branche ist Vorreiter in puncto Digitalisierung. Das ergab die Studie zum Digitalisierungsgrad mittelständischer Unternehmen des Germeringer CRM- und ERP-Spezialisten Step Ahead AG. Dabei wurden vier Handlungsfelder der digitalen Transformation berücksichtigt: Angebot & Services, Prozesse & Organisation, Markt & Kunden sowie Firmenkultur & Mitarbeiter.

Gut auf Digitalisierung vorbereitet

Rund 60 Prozent der befragten Unternehmen sehen sich gut oder eher gut für die Digitalisierung aufgestellt. Über eine klar definierte Digitalisierungsstrategie verfügen allerdings nur 18 Prozent. Rund die Hälfte der befragten Mittelständler erfasst ihre Kundenkorrespondenz vollständig oder zumindest zu gewissen Teilen digital, und bei knapp 60 Prozent erhalten die Kunden Informationen und Belege (Rechnungen, Lieferscheine usw.) zu den Produkten auch in digitaler Form. Allerdings gibt es branchenübergreifend noch Luft nach oben. So haben über 40 Prozent der Unternehmen kein festes jährliches Budget für die Digitalisierung eingeplant.

Auslagerung von IT-Betrieb und mobiles ERP noch Zukunftsthemen

Was die Auslagerung des IT-Betriebs betrifft, gibt es deutliches Optimierungspotential. Bislang hat nur etwa jedes zehnte Unternehmen seine IT vollständig outgesourct. „Damit zeigt sich, dass IT-Fachkräfte in den Unternehmen noch viel Zeit mit Administration und Aufrechterhaltung des IT-Betriebs verbringen“, sagt Wolfgang Reichenbach, Vorstand von Step Ahead. „Heute kommt es aber darauf an, strategisch zu denken und die IT als Wettbewerbsfaktor und Enabler neuer Business-Chancen in der digitalen Transformation von Unternehmen zu sehen.“

Aufholbedarf gibt es auch bei der Nutzung einer mobilen ERP-Lösung zur Erfassung von Zeit und Spesen für Außendienstmitarbeiter. Nur etwa ein Viertel der befragten Mittelständler stellen ihren Mitarbeitern eine vollständig mobile Lösung zur Verfügung – in der IT-Branche sind es immerhin 38 Prozent.

IT-Branche investiert in Mitarbeiterqualifikation

Auch im Handlungsfeld Firmenkultur & Mitarbeiter sind IT-Unternehmen schon weiter als die Mittelständler der anderen Branchen. 84 Prozent geben an, dass ihre Mitarbeiter gut bzw. eher gut für ihre Digitalisierungsstrategie qualifiziert seien und gezielt dafür weitergebildet würden. Dagegen sind es beim Technischen Handel/Maschinenhandel knapp die Hälfte (47 Prozent) und in der Fertigungsbranche nur ein Drittel.

„Unsere Studie zeigt, dass die Unternehmen branchenübergreifend bei Weitem noch nicht die vollen Potenziale der Digitalisierung ausschöpfen“, erklärt Reichenbach. „Digitalisierung ist heute nicht mehr nur ein reines IT-Thema. Die digitale Transformation betrifft die gesamte Kundeninteraktion, jeden Unternehmensprozess, jeden Mitarbeiter und jedes Geschäftsmodell“, so Reichenbach weiter. Die Befragung wird derzeit fortgeführt, um Ende dieses Jahres weitere Schlussfolgerungen über die Entwicklung des Digitalisierungsgrads im Mittelstand treffen zu können.

Über die Studie: An der Online-Befragung „Digitalisierungs-Check“ (Januar bis November 2018) nahmen bisher 79 Unternehmen der DACH-Region teil, vor allem aus den Branchen IT, Technischer Handel/Maschinenhandel, Fertigung sowie Dienstleistung. Auf einer vierstufigen Skala von 1 (= „trifft nicht zu“) bis 4 (= „trifft zu“) weist das IT-Segment mit 2,6 den höchsten Digitalisierungsgrad auf. Es folgen die Dienstleistungsbranche (2,4), die Fertigungsbranche (2,2) und der Technische Handel/Maschinenhandel (2,1).

Beim Digitalisierungs-Check wurden vier Handlungsfelder der digitalen Transformation berücksichtigt: Angebot & Services, Prozesse & Organisation, Markt & Kunden sowie Firmenkultur & Mitarbeiter.

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