Digitalisierung im Einkauf: Die Zukunft heißt Beschaffungsnetzwerk

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Wie relevant sind digitale Netzwerke im Einkauf? Dazu wurden ausgewählte Unternehmen im Rahmen einer Studie befragt. Ergebnis: Eine große Mehrheit erhofft sich davon klare Marktchancen und will verstärkt in diesen Bereich investieren.

Digitalisierung im EinkaufQuelle: vernetzung_myimagine_shutterstock_739167121

Wie relevant sind digitale Netzwerke im Einkauf? Ausgewählte Unternehmen wurden im Rahmen einer Studie zur Digitalisierung im Einkauf befragt. Ergebnis: Eine große Mehrheit erhofft sich davon klare Marktchancen und will verstärkt in diesen Bereich investieren.

„Der mehrstufige Handel wird in naher Zukunft immer mehr an Bedeutung verlieren“, prognostiziert Prof. Dr. Willi Muschinski, Leiter der Studie zur Digitalisierung im Einkauf und Dozent für Beschaffungsmanagement an der Hochschule Niederrhein. Die Automatisierung von Beschaffungsprozessen sowie die durchgängige Vernetzung von Einkäufern und Lieferanten seien insbesondere für mittelständische Unternehmen wettbewerbsentscheidend.

„In unserer Studie untersuchen wie die aktuelle Stimmung am Beschaffungsmarkt, um Einkaufsentscheidern wichtige Trends und Handlungsempfehlungen für Netzwerke im B2B-Einkauf an die Hand zu geben“, verrät Geschäftsführer Frank Schmidt vom Stuttgarter Cloud Procurement Network Onventis.

Digitalisierung im Einkauf: Mehrheit hält Beschaffungsnetzwerke für sehr wichtig

So befragten Studierende der Hochschule Niederrhein insgesamt 438 Einkaufsverantwortliche. Mit 33 Prozent bilden Einkaufsleiter davon die größte Gruppe. Fast die Hälf­te aller Befragten arbeitet in großen mittelständischen Unter­nehmen. Insgesamt wird digitalen Beschaffungsnetzwerken eine große Bedeutung innerhalb der Digitalisierungsstrategie der Unternehmen beige­messen: 83 Prozent aller Umfrageteilnehmer halten Beschaffungsnetzwerke für wichtig. Für mehr als die Hälfte sind Beschaffungs­netzwerke sogar sehr wichtig.

„Ziel der digitalen Transformation ist es, Innovationen im Sinne eines Wertschöpfungsnetzwerkes gemeinsam voranzutreiben. Dieser Ansatz geht weit über bisher schon realisierbare innerbetriebliche Optimierungsmaßnahmen hinaus“, betont Dr. Silvius Grobosch, Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes Materialwirtschaft, Einkauf und Logistik e.V. (BME). Netzwerke im Einkauf ermöglichen zudem neue Allianzen und  Partnerschaften zur Realisierung kundenspezifischer Lösungen.

Kollaborative Cloud-Vernetzung – wie Digitalisierung im Einkauf funktioniert

In Zeiten der Digitalisierung zeichnet sich eines deutlich ab: Globale Netzwerke werden die Zukunft bestimmen. Ohne Vernet­zung keine Zukunft, ohne Kollaborationsplattformen keine Vernetzung. Amazon, Google, Uber & Co. haben es vorgemacht, das Zeitalter klassischer On-Premise-Lösungen hat längst seinen Zenit überschritten.

Vernetzungsplattformen aus der Cloud liegen im Trend. Dementsprechend verwundert es auch nicht, dass die Investitionsbereitschaft bei den Umfragebeteiligten relativ hoch ist. 83 Prozent aller Befragten wollen 2018 verstärkt in digitale Beschaffungsnetzwerke investieren. Fast die Hälfte hat die Investitionen bereits budgetiert. Ergo: Gut vernetzte Unternehmen werden ihren Vorsprung auch in Zukunft weiter ausbauen.

Beschaffungsnetzwerke als Game Changer bei der Digitalisierung im Einkauf

Der Trend geht zum agilen Netzwerken und zur kollaborativen Zusammenarbeit. „Ohne eine elektronische Vernetzung dauern Abstimmungsprozesse erheblich länger und sind somit prozesskostenintensiver“, erklärt Onventis-Geschäftsführer Frank Schmidt und betont: „Die Leistung von Beschaffungsplattformen besteht somit primär darin, die Koordinationsprozesse merklich zu vereinfachen, damit die Kooperationspartner durch ein abgestimmtes Verhalten eine bessere Marktleistung erreichen können.“

Laut Umfrage nutzen Unternehmen teilweise bereits digitale Prozesse zur Einkaufsoptimierung, doch es besteht noch ein extrem großer Nachholbe­darf in der Durchdringung und Automatisierung. So haben sich kollaborative Prozesse zwischen Beschaffungsabteilungen der Unternehmen und deren Lieferanten zwar schon etabliert, doch fehlt oft noch eine durchgängige digitale Unterstützung.

Über die Studie: in Zusammenarbeit mit der Hochschule Niederrhein und dem BME (Bundesverband Materialwirtschaft, Einkauf und Logistik e.V.) hat die Onventis GmbH ausgewählte Unternehmen zur Relevanz digitaler Netzwerke im Einkauf befragt. An der Befragung nahmen 438 Einkaufsverantwortliche teil; sie fand im Zeitraum Dezember 2017 bis März 2018 statt.

Die komplette Studie kann bei Onventis angefordert werden.

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