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Digitales Leben und Arbeiten: „Das Idealbild ist, dass es kein Idealbild gibt.“

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Digitales Leben und Arbeiten: „Das Idealbild ist, dass es kein Idealbild gibt.“

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Die Digitalisierung führt zu großen Veränderungen – auch in der Arbeitswelt. Während in dem Wandel große Potenziale schlummern, kommen auf Arbeitgeber auch diverse Herausforderungen zu. Ursula Vranken, Geschäftsführerin des IPA Instituts Köln, erläutert im Interview mit dem Eco-Verband das Leben und Arbeiten in einer digitalen Stadt.
Ursula Vranken, IPA Institut Köln

 

Die Digitalisierung führt zu großen Veränderungen – auch in der Arbeitswelt. Während in dem Wandel große Potenziale schlummern, kommen auf Arbeitgeber auch diverse Herausforderungen zu. Ursula Vranken, Geschäftsführerin des IPA Instituts Köln, erläutert im Interview mit dem Eco-Verband das Leben und Arbeiten in einer digitalen Stadt.

Frau Vranken, was kennzeichnet Ihr Leben und Arbeiten in der digitalen Stadt Köln?

Ich kann auf jeden Fall sagen, dass Köln einer der „digitalen Hotspots“ in der Bundesrepublik ist. Nehmen Sie aktuell die dmexco, die größte Messe für die digitale Industrie, die gerade in den Messehallen stattgefunden und mit fast 50.000 Besuchern alle wichtigsten Player miteinander vernetzt hat. Hier bin ich als Kölnerin natürlich dabei und kann mit dem Rad quasi in die Messehallen fahren. Köln steht auch für kurze Wege.

Auch das Start-up-Umfeld oder wichtige Initiativen wie Web de Cologne oder eco sind in Köln beheimatet. Durch mein Engagement in diesen Gremien und die enge digitale, aber auch persönliche Vernetzung erhalte ich viele wichtige Impulse, um mit Leidenschaft mein Kernthema Digital People Management in den Unternehmen voranzutreiben.

Was sind Ihrer Meinung nach die Voraussetzungen, damit auch beispielsweise in Altenkirchen im Westerwald das Leben und Arbeiten digital werden können?

Ehrlich gesagt kenne ich Altenkirchen nicht. Aber um in Deutschland zukunftsfähig zu bleiben, brauchen wir natürlich auf dem Land wie auch in den Städten eine entsprechende technische Infrastruktur – Stichwort: Breitbandausbau. Hierfür hat die Regierung in der Digitalen Agenda ja grundlegende Ziele definiert und weitere Handlungsfelder aufgesetzt. Ich denke, wir alle warten auf eine zügige Umsetzung der Agenda.

Welche Herausforderungen kommen bei dieser neuen Lebens- und Arbeitsweise auf die Arbeitgeber zu?

Vielfalt! Wir beobachten bereits heute, dass es das eine Arbeitsmodell oder die für alle gültige Arbeitszeit nicht mehr gibt. Jung oder Alt, Männer oder Frauen wollen eine Arbeit, die mit den eigenen Lebenszielen vereinbar ist und sich flexibel an unsere Bedürfnisse anpasst. Erfreulicherweise haben wir auch immer mehr Menschen aus anderen Ländern und Kulturkreisen in den Unternehmen, die die Vielfalt erhöhen. Dadurch kommen neben den vielzitierten Konfliktpotenzialen aber auch neue und erfrischende Perspektiven in die Organisationen.

Was würden Sie sich für ein persönliches Idealbild vom Leben und Arbeiten noch wünschen?

Das Idealbild ist, dass es kein Idealbild gibt. Ich wünsche mir für jeden Mitarbeiter, dass er oder sie seine Potenziale nutzen kann – und zwar mit Spaß und Freude. Hierbei sind Unternehmen aufgefordert, Rahmenbedingungen zu schaffen, die „atmen“ und nicht als Motivationstöter verstanden werden. Viele Mitarbeiter sind heute frustriert, weil zu wenig in People Management investiert wird, sprich: nicht in Talentförderung, Aus- und Weiterbildung investiert wird.
Das sollte sich ändern, denn das ist schließlich das beste Employer Branding.

Ursula Vranken referiert bei der nächsten Sitzung der eco KG News Work am 26. Oktober in Köln.

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