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Digitaler Wandel: So entwickeln sich die Unternehmen

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Digitaler Wandel - wie weit sind die deutschen Unternehmen? Welche Möglichkeiten bieten sich nun und wie verliert man den Anschluss nicht?
Digitaler Wandel

Quelle: stock.adobe.com ©WavebreakMediaMicro

Der Einsatz digitaler Technologien prägt weltweit die Wirtschaft aller Länder. Größen der modernen digitalen Welt finden sich vor allem in den USA, genauer im Silicon Valley. Google, Apple, Facebook und Amazon gelten hinsichtlich der Digitalisierung im Unternehmen als die medial beachteten Vorreiter. Schließlich ist das Digitale eben auch ihr Metier. Doch auch junge Start-ups wie Uber oder AirBnB sind von Anfang an als Unternehmen im digitalen Zeitalter gestartet. Aber wie sieht es mit deutschen Unternehmen aus? Und wie können diese, wenn sie hinterherhinken den digitalen Wandel besser vollziehen?

Ist die deutsche Wirtschaft digital? Kann man die Digitalisierung messen?

Auch in die deutsche Wirtschaft hat die Digitalisierung selbstverständlich längst Einzug gehalten. Bereits erwähnte digitale Giganten, die ganze Märkte der Digitalwirtschaft weltweit dominieren, gibt es in Deutschland nicht. Aber wie digital ist Deutschland eigentlich und lässt sich das überhaupt messen?

Selbst die Wirtschaftsforschung hat nach wie vor Probleme damit die Digitalisierung zu messen. Die OECD, die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, schlägt vor, darzustellen, in welchem Ausmaß ganze Branchen „digital“ sind. Dabei wird die digitale Transformation allerdings nicht alleine so verstanden, dass Unternehmen digitale Produkte herstellen. Vielmehr müsse auch die Frage gestellt werden, inwiefern Produktionsprozesse immer stärker digitalisiert werden. Das wiederum kann dann bedeuten: In welchen Unternehmen wird bereits mit automatisiertem Robotereinsatz produziert? Sind Produktionsanlagen vielleicht schon durch das IoT vernetzt und datenbasiert optimiert? Aber auch: Nimmt die Zahl an Arbeitskräften mit einer Fachausbildung für digitalisierte Tätigkeiten stetig zu?

Was sagen die Experten?

Verschiedene Stiftungen, wie etwa auch die Friedrich-Ebert-Stiftung gehen diesen und etlichen anderen Fragen auf den Grund und messen beispielsweise

  • die Entwicklung der Technologieintensität,
  • der Wissensintensität
  • und des Ausmaßes der digitalen Kapitalintensität.

Die Stiftung untersuchte die Digitalisierungsentwicklungen in deutschen Wirtschaftsbranchen zwischen den Jahren 2000 und 2015. Sie kam zu dem Ergebnis, dass in Deutschland seit 2000 die Investitionsanteile für Informations- und Kommunikationstechnik-Hardware gesunken sind. Allerdings könnten hierfür günstigere Geräte sowie eine Sättigung bei der technischen Infrastruktur verantwortlich sein.

Für Software und Datenbanken sowie für Forschung und Entwicklung sind die Investitionen jedoch klar in die Höhe geschossen. Gerade die IT-Kapitalintensität ist seit 2000 außerdem stark angestiegen. Vor allem für Computer-Hardware trifft das zu, aber auch für den Kapitalbestand bei Software und Datenbanken. Das digitale Kapital gewinnt also gegenüber dem Faktor Arbeit in der deutschen Wirtschaft eindeutig an Bedeutung.

Auch das BMWi, das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie, misst regelmäßig die Fortschritte bei der digitalen Transformation der deutschen Wirtschaft. Der Monitoring-Report Wirtschaft DIGITAL 2018 (Wirtschaftsindex DIGITAL 2018) zeichnet ein nicht ganz so eindeutiges Bild, wie die Friedrich-Ebert-Stiftung. Rund sieben Prozent aller deutschen Unternehmen gelten als „digitale Vorreiter“. Ein knappes Drittel könne den „digitalen Fortgeschrittenen“ zugeordnet werden. Mit etwa 34 Prozent der Unternehmen fiele das „digitale Mittelfeld“ am größten aus. Mehr als ein Viertel aller Unternehmen tue sich mit der Digitalisierung aber nach wie vor schwer. Und an rund acht Prozent der Firmen ist die Digitalisierung bislang sogar fast vollkommen vorbeigegangen.

Führungskräfte und Entscheider

Der Konsens bezüglich einer erfolgreichen Umsetzung der Digitalisierung im Unternehmen lautet eindeutig: Eine zeitgemäße Führungskultur schafft für alle Angestellten die bestmöglichen Voraussetzungen für ein erfolgreiches Nachdenken, Erforschen, Entwickeln und Umsetzen moderner Trends und Technologien. Dabei hat die Führungskultur Werte und einen Sinn in den Mittelpunkt zu stellen, um auf allen Ebenen agiler handeln zu können. Und dieses agile Handeln ist enorm wichtig, ja, es ist vielleicht die wichtigste Grundlage für die digitale Tranformation eines Unternehmens.

Denn nur ein agiles Unternehmen ist in der Lage, die Organisation und das gesamte Geschäftsmodell in kürzester Zeit an neue Marktanforderungen und entstehende Chancen durch die Digitalisierung anzupassen. Die Notwendigkeit, das bislang bekannte und gelebte Geschäftsmodell zu durchbrechen und im Namen sich ändernder Marktanforderungen proaktiv die Entwicklung des Unternehmens voranzutreiben, muss aber klar kommuniziert werden.

Dafür braucht es auch klare operative Verantwortlichkeiten im Top Management. Unterstützung finden diese durch Digitalisierungsexpert*innen, die heute in keinem modernen Unternehmen mehr fehlen sollten. Verantwortliche wiederum müssen dafür sorgen, dass über alle Hierarchiestufen hinweg umfassende Dialoge gepflegt werden. Unternehmen können im vernetzten Zeitalter nur dann erfolgreich bleiben, wenn auch intern eine „Vernetzung“ stattfindet“. Es geht um reflektierendes Erkunden und einen echten Austausch zwischen Führungskräften und Angestellten.

Digitaler Wandel
Eine klare Kommunikation des Nutzens und der Ziele der digitalen Transformation durch Führungskräfte ist entscheidend. (Bild: stock.adobe.com ©weedezign)

Die Möglichkeiten des digitalen Wandels erkennen

Bevor ein Unternehmen sich digital transformieren kann, muss es selbstständig erkennen, wo der Wert einer digitalen Transformation liegt. Chefs genauso wie Angestellte müssen sich über die Potenziale klar werden, welche die Digitalisierung generiert, um von sich aus aktiv an einer Entwicklung des Unternehmens zu arbeiten.

Grundsätzlich erarbeitet sich ein Unternehmen, indem es digitaler wird, einen internationalen Wettbewerbsvorteil. Digitale Unternehmen sind flexibler und sie können schneller und ressourceneffizienter arbeiten. Das heißt auch, dass Kundenwünsche individueller und kostengünstiger umgesetzt werden können. Ein wichtiger Punkt – denn Kunden verlangen heute immer häufiger solche individualisierten und spezifizierten Lösungen. Ein digitalisiertes Unternehmen kann diese oft schon dadurch anbieten, dass die Bedürfnisse von Kunden bestenfalls verstanden werden, noch bevor der Kunde sie überhaupt äußert. Datenanalysen, die Data Analysts aus der IT durchführen und die jedem Unternehmen zukünftig nur hilfreich sein dürften, ermöglichen genau das.

Doch um auch etwas konkreter zu werden und als Beispiel den Arbeitsalltag in der Praxis zu betrachten:

  • Die Digitalisierung verbessert auch das Arbeitsumfeld und -klima im Unternehmen. Man denke etwa an eine optimierte Software-Ergonomie. Nicht nur auf den Körper angepasste Arbeitsplätze – etwa durch höhenverstellbare Stehschreibtische und Ähnliches –, sondern auch eine auch den Geist angepasste Arbeitsumgebung ist der Gesundheit aller Angestellten zuträglich. Denn überladene Menüs, Fehlermeldungen und veraltete Software belastet Menschen psychisch und mindert die Effizienz.
  • Darüber hinaus treten bei veralteter Hard- und Software im Unternehmen nicht selten Sicherheitsrisiken auf. Nur, wenn die Technik aktuell und stets geupdatet bleibt, lassen sich Gefahren, die vor allem im Internet lauern, konsequent vermeiden. Dadurch sind auch die persönlichen Daten der Angestellten geschützt, für die das Netzwerk des Unternehmens letztlich verantwortlich zeichnet.
  • Doch auch die interne Kommunikation im Unternehmen wird durch die Digitalisieruzng flexibler und effizienter. Man muss sich etwa nicht mehr in einem Zimmer einfinden, um Meetings zu halten. Denn Meetings können heute virtuell vom PC aus stattfinden. Mit Hilfe entsprechender Software kann dabei dann sogar gleichzeitig Projektplanung betrieben werden und kreativer Austausch stattfinden.  Natürlich können auch Angestellte im Homeoffice trotz der Distanz am Brainstorming teilnehmen.

Mehr noch: Die Angestellten digitalisierter Unternehmen müssen heute oft nicht einmal mehr im selben Land leben oder sich gar täglich in demselben Gebäude einfinden, um miteinander arbeiten zu können. Denn wichtige Informationen können eben von überall aus bezogen werden. So kann jedes Teammitglied – unabhängig davon, wann und wo es sich befindet – seinen Beitrag zum Unternehmenserfolg leisten.

So gelingt der digitale Wandel auch den Nachzüglern

Wir haben bereits angesprochen, dass der digitale Wandel, bzw, die digitale Tranformation eines Unternehmens immer von oben aus stattzufinden hat. Ohne Führungskräfte, die eine moderne und digital-aufgeschlossene Führungskultur an den Tag legen, entsprechende Werte vermitteln und leben, kann die Digitalisierung nicht effektiv wirken. Immerhin scheinen immer mehr Unternehmen weltweit weiterhin in die digitale Transformation zu investieren.

Wichtig ist auch, dass Führungskräfte sich mit der Einstellung und Ansicht ihrer Angestellten auseinandersetzen. Vor allem Nachzügler dürften davon profitieren. Denn oft sind es die Führungskräfte dieser Unternehmen, die beklagen, die eigene Mitarbeiterschaft sei nicht offen oder digital nicht kompetent genug. Die Bertelsmann Stiftung hat, um etlichen Studien, die sich auf die Befragung der Führungskräfte konzentrieren, explizit die Erwerbstätigen über den Stand der Digitalisierung in ihren Unternehmen befragt.

Digitaler Wandel
Experten für Digitalisierung können auch den Älteren und mitunter Konservativeren im Unternehemn die Notwendigkeit einer digitalen Tranformation kompetent und verständlich vermitteln. (Bild: tock.adobe.com ©InsideCreativeHouses)

Bei der Befragung kam heraus, dass „die digitale Offenheit der Menschen in Deutschland am Arbeitsplatz deutlich größer ist als gemeinhin dargestellt. Es ist an den Entscheidern in der Wirtschaft, Gesellschaft und Politik, diese Veränderungsbereitschaft aufzunehmen und in konkrete Handlungen umzusetzen.“ So die Bertelsmann Stiftung. Führungskräfte würden zu oft die digitalen Kompetenzen der Beschäftigten bemängeln. Dabei sei hier oft größeres Potenzial zu finden, als angenommen. Außerdem werden etwa die sozialen und unternehmenskulturellen Dimensionen oft vernachlässigt. Sie allerdings seien ebenfalls Teil der betrieblichen digitalen Transformationen.

Halten wir fest: Die digitalen Kompetenzen der Angestellten sind zum einen nicht zu unterschätzen. Weiterhin sollte in sie investiert werden. Expert*innen für digitale Unternehmenstranformationen befeuern einen schnellen Wandel. Darüber hinaus sollten Nachzügler folgende Punkte verinnerlichen:

  • Angestellte sind in die digitale Transformation aktiv einzubinden.
  • Damit das ganze Unternehmen sich wandelt, muss genau kommuniziert werden, warum die Transformation entscheidend ist.
  • Daher braucht es klare operative Verantwortlichkeit für die Transformation.
  • Die abteilungsübergreifende Vernetzung im Unternehmen ist gezielt zu fördern.
  • Wichtig ist, ausgewogen Zeit und Geld in alle Bausteine der digitalen Transformation zu investieren.
  • Digitale Arbeitsweisen sollten nicht alleine trainiert werden. Vielmehr muss auch ein Rahmen geschaffen werden, in dem sie sich praktizieren lassen.
  • Die digitale Transformation kann schnell, aber nicht über Nacht stattfinden. Sie ist daher auch zeitlich nicht zu unterschätzen.
  • Mut, das Geschäft mitunter noch einmal von Grund auf digital neu zu denken und zu gestalten, zahlt sich meist aus.
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