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Digitale Transformation: Gebt der eigenen Software eine Plattform

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Start-ups wie WhatsApp oder Uber steigen im Rekordtempo zu millionenschweren Unternehmen auf und zeigen, wie Digitalisierung geht: Über eine Software-Plattform werden neue Geschäftsmodelle entwickelt. Aber auch etablierte Unternehmen aller Branchen können und müssen mithilfe innovativer Technologien neue Kundengruppen erschließen.

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Start-ups wie WhatsApp oder Uber steigen im Rekordtempo zu millionenschweren Unternehmen auf und zeigen, wie Digitalisierung geht: Über eine Software-Plattform werden neue Geschäftsmodelle entwickelt. Aber auch etablierte Unternehmen aller Branchen können und müssen mithilfe innovativer Technologien neue Kundengruppen erschließen.

Nativ-digitale Start-ups entern Marktsegmente und treiben einen Keil zwischen die dort agierenden traditionellen Anbieter und deren Abnehmer. Ihre Stärke beruht auf Software-Plattformen, mit denen sie in Echtzeit riesige Datenströme managen. Wollen alteingesessene Unternehmen den neuen Konkurrenten Paroli bieten, müssen auch sie die digitale und die physische Welt verbinden. Als Brücke dienen digitale Geschäftsmodelle, abgebildet durch Software, die auf einer digitalen Plattform läuft.

 IT-Expertise und Software-Kompetenz entscheidend

Entscheidend für die erfolgreiche Transformation eines traditionellen Unternehmens sind IT-Expertise und Software-Kompetenz. Die Differenzierung im Wettbewerb erfolgt heute hauptsächlich über Software, denn sie ist das Herzstück von Innovationen. Deshalb bauen fortschrittliche etablierte Unternehmen eigenes Software-Know-how wieder auf, indem sie innovative Software-Funktionen in ihre zentralen Geschäftsbereiche integrieren und Daten aus ihren smarten Produkten analysieren. Mithilfe von Maschinenlern-Funktionalität entwickeln sie Prognose-Modelle und Algorithmen, um neue datenzentrische Geschäftsmodelle und innovative Services bereitzustellen, mit denen sie ihre Kunden halten und zugleich neue Geschäftschancen und Umsatzquellen erschließen. Ein möglichst einfacher und benutzerfreundlicher Service sollte außerdem eine Echtzeit-Kundeninteraktion und automatisches personalisiertes Feedback einschließen.

Technologisch zum digitalen Dreh- und Angelpunkt vordringen

Digitale Anwendungen werden auf digitalen Plattformen entwickelt. Diese Plattformen unterstützen Microservices, sind Cloud- und In-Memory-fähig, ereignisgesteuert, echtzeitbasiert, in Containern gekapselt und werden über eine API (Schnittstelle) gesteuert. Microservices sind „kleinere“ Softwaremodule einer größeren Anwendung und stellen eine agilere Entwicklung und eine flexiblere Implementierung der Software sicher. Container dienen Entwicklern und Betriebsleitern als eine wichtige Virtualisierungstechnologie, um Anwendungen rasch von einer Entwicklungs- in eine Test- oder Produktionsumgebung zu verlagern.

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Die digitale Welt bewegt sich in Echtzeit. Daten und Ereignisse müssen genau zum Zeitpunkt ihres Auftretens verarbeitet werden – beispielsweise die Aufpralldaten bei einem Autounfall, um die Gefahr für den Fahrer oder andere Unfallbeteiligte zu verringern. Wenn eine Produktionsanlage kurz vor der Überhitzung steht, gilt es, die betreffenden Ereignisdaten sofort zu verarbeiten, um eine Störung zu vermeiden.

Das Internet der Dinge (IoT) ist der Dreh- und Angelpunkt der digitalen Transformation. Dank der Möglichkeit, Daten von physischen Geräten, Maschinen und Fahrzeugen in Echtzeit zu erfassen und auszuwerten, können Unternehmen neue digitale Dienstleistungen für ihre Kunden schaffen und die Nutzung ihrer Produkte optimieren. Außerdem können sie mithilfe der IoT-Daten das Design und die Funktionen von Produkten verbessern, was zu einer positiveren Customer-Experience führt.

Praxisorientierte Plattform

Das Ziel, IoT-Dienste und Industrie-4.0-Lösungen für eine breite Anwender- und Entwicklergruppe zu öffnen, verfolgt Bosch mit seiner IoT-Cloud. In diese bringen wir als Innovationspartner unsere Digital Business Platform als eine hoch-skalierbare Komponente ein. Vor allem Anwenderfirmen aus den Geschäftsfeldern Fertigung, Logistik und Handel sind so fähig, entscheidungsrelevante Daten zu verarbeiten. Echtzeitanalyse von Daten aus Umgebungssensoren oder Risikoanalyse-Systeme sind zudem mit Vorhersage-Tools gekoppelt, wodurch sich Liefer-, Fertigungs- oder Logistikprozesse schneller, effizienter und sicherer machen lassen.

Werner Rieche

Autor: Werner Rieche, Jahrgang 1970, ist seit Juli 2015 Geschäftsführer der Software AG Deutschland, einer 100-prozentigen Tochter der Software AG. Er ist für die gesamten Vertriebs- und Marketingaktivitäten des Software AG-Konzerns in Deutschland zuständig.

 

 

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