Digitale Transformation: CIO und CFO streiten um IT-Investitionen

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Die digitale Transformation verändert die Dynamik in den Vorständen. Der CIO gehört zu den Führungskräften, die im Management die beste Position für die Umsetzung der Veränderungen innehaben.
Digitale Transformation

Die digitale Transformation verändert die Dynamik in den Vorständen. Der CIO gehört zu den Führungskräften, die die beste Position für die Umsetzung der Veränderungen innehaben. Wie eine aktuelle Studie von Financial Times Focus und Apptio, zeigt, führen IT-Investitionen für digitale Technologien in Deutschland zu großen Meinungsverschiedenheiten zwischen CIO und CFO.

Apptio hat untersucht, wie die wirtschaftlichen Effekte der IT und der Druck zu digitaler Transformation die Dynamiken in den Vorständen beeinflussen und CIOs als effektivste Führungskräfte für Veränderungen positionieren. Die Studie „Disruption in the C-suite: How the digital transformation imperative is changing CxO dynamics“ wurde in Zusammenarbeit mit Financial Times (FT) Focus erstellt. Hierbei zeigt sich, dass die digitale Transformation, die in so gut wie allen Unternehmen und Industrien stattfindet, dazu führt, dass Agilität, Überzeugungskraft und Daten die neue IT-Währung sind.

Digitale Transformation verändert IT-Betriebsmodell

“Die Digitalisierung verändert grundlegend das IT-Betriebsmodell, und das bedeutet, dass CIOs und CFOs zusammenarbeiten müssen”, erklärt Sunny Gupta, CEO von Apptio. “Die Führungskräfte aus diesen Bereichen müssen neue Bereitstellungsmodelle wie Cloud und agile Methoden beschleunigen, Technologie-Investitionen zur Förderung von Innovationen optimieren und finanziell flexibler werden für Ressourcen-bezogene Entscheidungen, die auf die Geschwindigkeit der Unternehmensentwicklung ausgerichtet sind.”

Die Studie zeigt, dass Initiativen für digitale Transformation zu einer neuen Art und Weise der Zusammenarbeit in den Vorstandsetagen geführt haben. Zudem ist unternehmensweit das Vertrauen in die IT-Organisation gestiegen. Allerdings zeigt die Studie auch, dass die Grenzen der Verantwortungsbereiche aufgeweicht werden, es entstehen Spannungen zwischen IT und Finanzwesen, und CIOs spielen eine kritische Rolle bei organisatorischen Veränderungen für nachhaltiges Wachstum.

“Technische Führungskräfte sind in einer stärkeren Position, Veränderungen in der Organisation voranzutreiben: ihre Prioritäten verschieben sich und sie verfolgen einen agileren Ansatz in der IT-Strategie”, sagt Sean Kearns, Editorial Director bei FT Focus und ergänzt: “Kundenerwartungen und der dazugehörige Handlungsdruck in den Geschäftsbereichen verändern die Dynamiken in den Vorständen.”

Veränderungen im Geschäftsmodell umsetzen

56 Prozent der Unternehmen, die die digitale Transformation umsetzen möchten, geben an, dass sie einen agilen, flexiblen strategischen Ansatz verfolgen, der sich ständig weiterentwickelt basierend auf neuen Erkenntnissen von Kunden und aus den Geschäftsbereichen. Technologische Führungskräfte sind bestrebt, Wachstum durch Innovation voranzutreiben. Zugleich gehen sie davon aus, dass sie in den nächsten drei Jahren fast den gleichen Aufwand betreiben werden, um Veränderungen im Geschäftsmodell zu ermöglichen mit dem Ziel, das notwendige Wachstum mit dem Betrieb bestehender IT-Systeme in Einklang zu bringen.

Digitalisierung verwischt Grenzen im Management

68 Prozent der Befragten sind der Meinung, dass die digitale Transformation die Zusammenarbeit zwischen den Führungskräften in der Vorstandsetage bei der Entwicklung neuer Produkte und Dienstleistungen verbessert hat. Doch 47 Prozent aus dem oberen Management sagen auch, dass die Transformation die Grenzen zwischen den Rollen und Verantwortlichkeiten verwischt. Das bedeutet nicht notwendigerweise, dass alle Führungskräfte bezüglich unternehmerischer Prioritäten oder Technologie-Strategien einer Meinung sind.

Die größten Diskrepanzen bestehen zwischen CIOs und CFOs – nur 30 Prozent der weltweit Befragten glauben, dass sich die beiden Positionen weitgehend einig sind. Diese neue Dynamik erzeugt Spannungen – insbesondere zwischen der Finanzabteilung und der IT-Führung. 49 Prozent der Befragten in Deutschland erklären, dass die Bereitstellung von IT-Investitionen für neue digitale Technologien zu heftigen Meinungsverschiedenheiten zwischen CIO und CFO ihres Unternehmens führt – weltweit gilt dies nur für 29 Prozent.

Bessere Überzeugungskraft der CIOs

Diese Dynamik bietet CIOs die Chance, Veränderungen voranzutreiben. Die Ergebnisse der Umfrage zeigen, dass im Vergleich zu den Kollegen in der Führungsetage CIOs als die Effektivsten gelten, wenn es um Kunden-zentrierte Veränderungen geht – sogar mehr als CMOs oder CEOs. Dies ist in den USA stärker ausgeprägt, wo 28 Prozent der Führungskräfte den CIO für den Effektivsten halten, verglichen mit dem globalen Durchschnitt von 18 Prozent und mit Deutschland von 25 Prozent.

Damit CIOs jedoch die enorme Chance nutzen können, der entscheidende Veränderungsfaktor in ihrem Unternehmen zu sein, müssen sie effektiv mit dem Rest des Unternehmens kommunizieren und alle Beteiligten überzeugen. 71 Prozent der Finanzleiter sagen, dass sich die Überzeugungskraft der IT verbessern muss, um den Wandel zu vollziehen, den ihr Unternehmen erfordert. IT-Führungskräfte sollten kommunikative Fähigkeiten auch in ihren Teams weiterentwickeln und dafür sorgen, dass sie den richtigen Mix aus technischen und wirtschaftlichen Kompetenzen gepaart mit Überzeugungskraft mitbringen.

Agile Methoden schaffen Mehrwert

Es bestehen in Unternehmen durchaus Unklarheiten darüber, auf welche Weise wichtige Technologie-Entscheidungen getroffen und bewertet werden sollen. Die Cloud ist entscheidend, um digitale Ziele zu erreichen. Doch Befürchtungen zu Kontrollverlust stellen eine Herausforderung bei Einsatz und Migration dar, weshalb nur 30 Prozent der Führungskräfte sicher sind, dass die IT-Abteilung Cloud-Anwendungen über das gesamte Unternehmen hinweg steuern kann.

Agile Methoden schaffen Mehrwert für dem beschleunigten Einsatz neuer Technologien und der Umsetzung der Digitalen Transformation. Doch es bedarf mehr Transparenz, um Leistungswerte zu überwachen. Weniger als ein Fünftel der Unternehmen nutzt ein klar definiertes Rahmenwerk zur Erfolgsmessung im ganzen Unternehmen.

Echtzeit-Daten geben IT-Verantwortlichen die Möglichkeit, ihre Investitionen in neue Technologien zu bewerten und bessere Entscheidungen zu treffen. Laut der Studie sagen 51 Prozent der Führungskräfte, dass die IT-Abteilung eine proaktivere Haltung zu Daten als Führungsinstrument im gesamten Unternehmen einnimmt als andere Abteilungen. Zudem glauben sie, dass sich dieser Ansatz auszahlt. Von denjenigen, die der Ansicht sind, dass die IT-Funktion eine proaktivere Haltung einnimmt, sagen 58 Prozent, dass dieser Ansatz sehr effektiv ist, um zu Wachstumszielen beizutragen.

Methodik der Studie: Die Daten für diese Studie wurden aus der Befragung von 555 globalen C-Level- und C-1-Führungskräften (einschließlich CEO, CFO, CIO, CDO und COO) in zwölf Ländern und neun Branchen zusammengestellt. Jeweils rund ein Drittel stammten aus den Bereichen Finanzen, IT und Infrastruktur/Betrieb. 58 Prozent der Befragten stammen von Unternehmen mit einem weltweiten Jahresumsatz zwischen 500 und 999 Millionen US-Dollar. Der Rest hat einen Jahresumsatz von mehr als eine Milliarde US-Dollar.

Apptio unterstützt bei der digitalen Transformation

Technologische Führungskräfte setzen auf Machine Learning von Apptio, um ihre Technologieausgaben zu analysieren, zu planen und so in Lösungen investieren zu können, die Geschäftsprozesse beschleunigen und Innovationen ermöglichen. Mit Apptio lassen sich Kosten, Auslastung und Rechnungsdaten in geschäftsorientierte Perspektiven übersetzen. Dies hilft Organisationen, Ausgaben zu optimieren, strategisch zu planen und die Digitalstrategie für ihr Unternehmenswachstum voranzutreiben. Technologische Führungskräfte erhalten unmittelbar Empfehlungen, die bis zu 30 Prozent an Kosteneinsparungen bei Cloud-Services schaffen.

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