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Digitale Agenda – gut, aber erklärungsbedürftig

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Digitale Agenda – gut, aber erklärungsbedürftig

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Rudolf van Megen, Präsident des Arbeitskreises Software-Qualität und -Fortbildung e.V. (ASQF e.V.), kommentiert zu dem am 20. August vorgelegten netzpolitischen Regierungsprogramm „Digitale Agenda“:

Die drei Kernziele der Digitale Agenda sind wichtig und dringend notwendig, wenn nicht überfällig. Die Bundesregierung hat die Bedeutung des digitalen Wandels für „Wachstum und Beschäftigung“ erkannt und würdigt ihn mit dem Ziel nach „Zugang und Teilhabe“, wobei sehr deutlich hervorgehoben wird, dass die Medien- und Technologiekompetenz eine Voraussetzung für die Nutzung der digitalen Technologien ist. Zudem steht die Sicherheit im Vordergrund.

Sehr positiv ist, dass die Regierung den Einsatz deutscher und europäischer IT-Produkte und ihre Hersteller „deutlich“ fördern will. Allerdings muss sie – wie bei allen weiteren Themenkomplexen –  konkret sagen, mit welchen Maßnahmen sie ihre ambitionierten Ziele umsetzen möchte. Schließlich will die Bundesregierung nicht nur fördern, sondern auch regulierend tätig werden; Stichwort: „digitales Wachstumsland Nr. 1 in Europa“ und „Verschlüsselungs-Standort Nr. 1“.

Als größter IT-Branchenfachverband im deutschsprachigen Raum setzen wir uns besonders für die Medien- und Technologiekompetenz ein. Gute Software-Qualität und eine hochwertige Ausbildung von IT-Fachkräften nach international anerkannten Standards  sind die Voraussetzungen für die wirtschaftliche, effiziente und sichere Nutzung des Internets, der Software, ja all der Dinge, die z.B. unter dem Schlagwort „Industrie 4.0“ geschaffen werden.

Nur wenn die Menschen (Arbeitskräfte, aber auch Privatpersonen) den Umgang mit den neuen Technologien beherrschen, wird der wirtschaftliche Nutzen für die Bundesrepublik spürbar in Bezug auf Wachstum und Beschäftigung. Insofern begrüßen wir ausdrücklich, dass die Bundesregierung die Qualifizierungsformen für diese Bereiche in Aus-, Fort- und Weiterbildung intensiver als bisher unterstützen will.

Der ASQF versteht die Digitale Agenda nicht nur als Arbeitsinstrument zur Gestaltung der digitalen Welt von morgen, sondern auch als ein Manifest der „digitalen Grundrechte“. Mit der Agenda legen wir fest, welche Werte für unsere Gesellschaft in Zukunft universal gültig sein sollen (Datensicherheit, Datenüberwachung, Teilhabe an der Demokratie, der Wirtschaft und dem Arbeitsmarkt, Grundversorgung etc.). Umso wichtiger ist es, dass die Ausarbeitung des Inhalts so konkret wie möglich ist. Hier sehen wir noch Potential.

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