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Technologische Innovationen lösen bei Beschäftigten oftmals Überforderungsgefühle aus. Das gilt erst recht für Lösungen, die das Unternehmen digital transformieren sollen. Denn hierbei geht es nicht allein um technologische Neuerungen, sondern vor allem um einen tiefgreifenden Wandel gewohnter Arbeitsprozesse. Tatsächlich graut es hierzulande jedem fünften Arbeitnehmer vor der Einführung neuer digitaler Technologien, wie eine aktuelle Studie von Sopra Steria Consulting zeigt.
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Technologische Innovationen lösen bei Beschäftigten oftmals Überforderungsgefühle aus. Das gilt erst recht für Lösungen, die das Unternehmen digital transformieren sollen. Denn hierbei geht es nicht allein um technologische Neuerungen, sondern vor allem um einen tiefgreifenden Wandel gewohnter Arbeitsprozesse. Tatsächlich graut es hierzulande jedem fünften Arbeitnehmer vor der Einführung neuer digitaler Technologien, wie eine aktuelle Studie von Sopra Steria Consulting zeigt. Erstaunlicherweise teilen überdurchschnittlich viele Führungskräfte solche Ressentiments. Dies steht in offensichtlichem Widerspruch zu ihrer eigentlichen Aufgabe – nämlich als Protagonist der Digitalisierung in ihrem Unternehmen aufzutreten und möglichst viele Mitarbeiter für die anstehenden Prozessveränderungen zu begeistern.

Der digitale Wandel macht 17 Prozent aller Beschäftigten in deutschen Unternehmen Angst. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Untersuchung von Sopra Steria Consulting, die sich mit dem Phänomen der digitalen Überforderung im Arbeitsleben auseinandersetzt. 20 Prozent der Studienteilnehmer graut es demnach vor der Einführung neuer Digitaltechnologien, wobei diese Haltung unter Führungskräften mit 22 Prozent überdurchschnittlich häufig anzutreffen ist. Wohl auch deshalb, weil sie für die Umsetzung der damit verbundenen Ablauf- und Organisationsveränderungen verantwortlich sind. Überraschend zudem: Der hohe Anteil der unter 30-Jährigen, die trotz ihrer digitalen Sozialisation neuen Technologien im Arbeitsalltag mit gemischten Gefühlen entgegensehen. Offenbar erfüllen viele Digitalisierungsinitiativen die Usability-Ansprüche dieser Generation noch nicht. Wer im privaten Alltag ganz selbstverständlich Facebook und WhatsApp nutzt, ist verständlicherweise nicht zu begeistern, wenn im Unternehmen eben erst die Fax-Geräte abgeschaltet werden. Deutlich weniger Digitalisierungsvorbehalte haben indessen die 40- bis 50-Jährigen. Sie haben im Lauf ihres Berufslebens anscheinend gelernt, dass die Umstellung eingefahrener Prozesse infolge technischer Neuerungen vorteilhaft für ihre alltägliche Arbeit ist.

Unsicherheit über konkreten Auswirkungen auf den eigenen Arbeitsplatz

„Ursache für die verbreitete Skepsis gegenüber digitalen Lösungen ist in den meisten Fällen Unsicherheit hinsichtlich der konkreten Auswirkungen auf den eigenen Arbeitsplatz“, kommentiert Matthias Frerichs, Senior Manager Digital Banking bei Sopra Steria Consulting. In der Tat räumt jeder sechste Studienteilnehmer ein, dass er nicht versteht, warum er bestimmte digitale Hilfsmittel einsetzen soll. Führungskräfte sieht Matthias Frerichs daher in der Pflicht, ihren Mitarbeitern die Digitalisierungsziele so konkret wie möglich zu vermitteln und die Belegschaft rechtzeitig auf die damit verbundenen Prozessveränderungen vorzubereiten. Für diese neue Managementaufgabe haben sich in der Praxis mittlerweile zwei Lösungsansätze bewährt: Digitale Fortbildung für Top-Manager versus Einstellung eines qualifizierten Technologiestrategen, der in der Unternehmensleitung die Rolle eines Chief Digital Officer (CDO) übernimmt. „Als Tandem vereinen CEO und CDO profunde Markt- und Unternehmenserfahrung mit aktuellem Technologie- und Transformations-Know-how“, erläutert Matthias Frerichs.

Weiterbildung zur digitalen Kompetenz

Inzwischen bauen immer mehr Unternehmen in ihrer Belegschaft digitale Kompetenzen auf: Knapp 60 Prozent der Befragten haben bereits innerbetrieblich eine entsprechende Weiterbildung absolviert – unter den Führungskräften sind es sogar zehn Prozentpunkte mehr. Wie die Studie zeigt, reichen die bisherigen Qualifikationsmaßnahmen aber noch keineswegs aus. Denn ein gutes Viertel der Beschäftigten nutzt private Bildungsangebote oder erwirbt autodidaktisch im Beruf benötigte digitale Fähigkeiten und Kenntnisse. In Zukunft werden sich betriebliche Fortbildungsinitiativen voraussichtlich verstärken, denn fast 90 Prozent aller Führungskräfte sehen hierin die wichtigste Quelle für digitales Wissen und Können.

Grafik mit Ergebnissen

Über die Studie

Im Juli 2016 ließ Sopra Steria Consulting insgesamt 211 Angestellte und Führungskräfte aus Unternehmen mit mehr als 500 Mitarbeitern zu ihrer Haltung gegenüber der digitalen Transformation befragen. Die Erhebung fand über einen Online-Panel statt und bezog Unternehmen unterschiedlicher Branchen ein – darunter Finanzdienstleister, Energieversorger, Industrieunternehmen und Behörden. Explizit ausgeschlossen waren IT-Dienstleister und Beratungsunternehmen.

Die Studie „Digitale Überforderung im Arbeitsalltag“ steht hier zum Download zur Verfügung.

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