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Deutschland nutzt Potential von Wagniskapital nicht aus

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Deutschland nutzt Potential von Wagniskapital nicht aus

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Der Bundesverband IT-Sicherheit e.V. (TeleTrusT) unterstützt die von seiner Partnerorganisation Bundesverband Deutscher Kapitalbeteiligungsgesellschaften e.V. (BVK) initiierte ALLIANZ FÜR VENTURE CAPITAL.

Zahlreiche Untersuchungen belegen: Mehr Venture Capital-Investitionen beschleunigen Innovation, Gründungsaktivitäten und Wirtschaftswachstum. Dies gilt insbesondere auch für die deutsche IT-Sicherheitsindustrie und die dort aktiven Start-Up-Unternehmen.

Zwar wurden in Deutschland in den vergangenen drei Jahren insgesamt rund 2 Mrd. Euro Venture Capital in junge Unternehmen investiert, aber im internationalen Vergleich werden die bestehenden Potentiale des deutschen Venture-Capital-Marktes bei weitem nicht ausgeschöpft. Zum Vergleich: In den USA waren es im gleichen Zeitraum 87 Mrd. US-Dollar, d.h. mehr als 30mal so viel. Dort erwirtschaften ursprünglich mit Venture Capital finanzierte Unternehmen heute Umsätze in Höhe von einem Fünftel des Bruttoinlandproduktes und beschäftigen 11% aller Arbeitnehmer in der US-Privatwirtschaft.

Aber auch im europäischen Vergleich belegen die Venture Capital-Investitionen in Deutschland gemessen an der gesamten Wirtschaftsleistung einen hinteren Platz. Dabei stellt das unzureichende Angebot an Wagniskapital die gravierendste Schwäche des Innovationsstandortes Deutschland dar. Als viertgrößte Volkswirtschaft der Welt kann sich Deutschland diese Schwäche dauerhaft nicht leisten.

Die derzeit in Deutschland regierende Große Koalition will laut Koalitionsvertrag „Deutschland als Investitionsstandort für Wagniskapital international attraktiv“ gestalten. Dafür soll ein eigenständiges Regelwerk (Venture-Capital-Gesetz) erlassen werden, „das unter anderem die Tätigkeit von Wagniskapitalgebern verbessert“. Außerdem sollen Investitionen in „junge Unternehmen und junge Wachstumsunternehmen“ attraktiver werden. Die ALLIANZ FÜR VENTURE CAPITAL unterstützt diese Vorhaben der Bundesregierung.

Die in der ALLIANZ FÜR VENTURE CAPITAL zusammengeschlossenen 16 Organisationen, die weit mehr als 100.000 Unternehmen repräsentieren, empfehlen:

1. ein Maßnahmenpaket, das die gesamte Wertschöpfungskette der Unternehmensfinanzierung, bestehend aus Fondsinvestor, Fondsinitiator (Venture Capital-Geber), Portfoliounternehmen und weiteren Beteiligten wie Bürgschaftsbanken, berücksichtigt;

2. ein Aufsichtsrecht mit Augenmaß, Verabschiedung angemessener Aufsichtsrahmen für Investorenklassen auf nationaler und europäischer Ebene (u.a. Solvency II, IORPD);

3. die Einführung von Öffnungsklauseln, die es regulierten Investoren erlauben, einen Teil ihres Kapitalvolumens in Venture Capital zu investieren;

4. den Aufbau der KfW und anderer Förderbanken als Ankerinvestoren in Venture Capital-Fonds;

5. die Gewährung einer Garantiefazilität insbesondere für stark regulierte Anlegersegmente;

6. die Einführung einer nachgelagerten Besteuerung der Erträge von Investoren bei Reinvestition;

7. eine zweckdienliche Investmentsteuerreform im Hinblick auf § 19 Investmentsteuergesetz, d.h. insbesondere keine Einführung einer Pauschal- oder Wertzuwachsbesteuerung;

8. einen einheitlichen Rahmen für die Besteuerung von Fonds nach dem Kapitalanlagegesetzbuch;

9. keine Erhebung von Umsatzsteuer auf Verwaltungsleistungen von Fondsmanagern (wie in vielen europäischen Ländern üblich);

10. die Beibehaltung der Regelungen zu Streubesitzanteilen (§8b Körperschaftsteuergesetz);

11. die Ausweitung der Finanzierungsoptionen für junge Unternehmen und Verbesserung der Exit-Möglichkeiten durch Schaffung eines neuen Börsensegments für junge Unternehmen;

12. Regeln zur Berücksichtigung junger Unternehmen bei Ausschreibungen der öffentlichen Hand (Public Procurement);

13. die Ermöglichung der nachhaltigen Nutzung von Verlusten und Verlustvorträgen;

14. die Einführung direkter steuerlicher Vorteile für FuE-Aufwendungen unter Beibehalt der bestehenden Projektförderinstrumente.

 

 

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