Werbung

Deutsche Unternehmen sind nicht „ready“ für die Digitalisierung

Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on xing
Share on whatsapp
Share on email
Share on print

Deutsche Unternehmen sind nicht „ready“ für die Digitalisierung

Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on xing
Share on whatsapp
Share on email
Share on print
Viel zu langsam geht in Deutschland die Entwicklung zu einer voll digitalisierten Wirtschaft voran: Ein flächendeckender Ausbau schneller Breitband- und Datennetze ist nicht in Sicht. Von der Etablierung digitaler Geschäftsmodelle in den Unternehmen ganz zu schweigen.
digitale_transformastion

Viel zu langsam geht in Deutschland die Entwicklung zu einer voll digitalisierten Wirtschaft voran: Ein flächendeckender Ausbau schneller Breitband- und Datennetze ist nicht in Sicht. Von der Etablierung digitaler Geschäftsmodelle in den Unternehmen ganz zu schweigen.

Auch Abkommen zur Datensicherheit lassen auf sich warten. Und nun droht der BREXIT auch noch die  Handelsbeziehungen der hiesigen Digitalbranche mit dem Vereinigten Königreich zu erschweren. Das könnte die deutsche Wirtschaft bedrohlich schwächen. Rückt der Eintritt ins Digitalzeitalter damit noch weiter in die Ferne?

Terminvorschau: cologne IT summit_

Der nächste cologne IT summit_ im Januar 2017 nimmt sich diesem Themenschwerpunkt an: Wie ist es um die „Digital Readiness“ Deutschlands bestellt? Das ist die Frage, die alle bewegt. Denn die Zeit drängt. Die Zukunft wartet nicht.

 Die gute Nachricht vorweg. Nicht in allen deutschen Wirtschaftszweigen befindet sich der Digitalisierung-Pegel der auf Negativniveau: Vorreiter der digitalen Transformation ist und bleibt die ITK-Branche. Überdurchschnittlich digitalisiert sind auch wissensintensive Dienstleister sowie die Finanz- und die Versicherungswirtschaft. Damit ist die Aufzählung aber auch schon wieder beendet.

 Das hat messbare Folgen: Im internationalen Vergleich  belegt Deutschland gerade einmal Rang sechs, wenn es um den Ausbau digitaler Infrastrukturen geht. Spitzenreiter sind die USA, Südkorea, Großbritannien und China. Das geht aus dem Monitoring-Report Wirtschaft DIGITAL vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) hervor.

Deutschland ist noch nicht ready für das Digitalzeitalter

Deutsche Unternehmen sind also alles andere als „ready“ für das Digitalzeitalter, in dem IT-Anwendungen mit Produktions- und Dienstleistungstechnologien zunehmend verschmelzen sollen, um neue, innovative Produkte und Leistungen zu ermöglichen. Dabei ist gerade  Deutschland wie kaum eine andere Nation in diesem Bereich auf Erfolg angewiesen. Schließlich ist der Anteil industrieller Wertschöpfung vergleichsweise hoch.

Doch insbesondere der Mittelstand hinkt hinterher. Dem Handel, der Energiewirtschaft, dem Verkehrswesen, der Logistik, dem Maschinenbau, dem verarbeitenden Gewerbe, dem Fahrzeugbau, dem Gesundheitswesen und der chemisch-pharmazeutischen Industrie bescheinigt das BMWi eine durchschnittliche bis unterdurchschnittliche „Digitalisierungs-Fitness“.

 Und als wäre das nicht genug, könnte sich der bevorstehende Austritt Großbritanniens aus der Europäischen Union (EU) als weitere Hürde für die Wirtschaft entpuppen: Seit Jahren ist das Vereinigte Königreich für Deutschland eines der wichtigsten Exportländer für IT- und Telekommunikationsprodukte und bedeutender Handelspartner. Nun hängt alles davon ab, wie die Beziehungen zwischen den Ländern vertraglich geregelt werden. Etwa, was den freien Austausch von Waren und Dienstleistungen angeht. Jedes Hemmnis birgt die Gefahr, dass es zu erheblichen Umsatzverlusten bei deutschen Anbietern kommt, warnt etwa der IT Bundesverband Bitkom.

 Um das einmal zusammenzufassen: Hier sind die Weichen für Industrie 4.0 noch nicht gestellt, dort, wo sie es sind, schwebt das Damoklesschwert schwindender Umsätze über den Köpfen der Entscheider, während sich der gesamtwirtschaftliche Druck, endlich mit der Digitalisierung Gewinne einzufahren, erhöht. Die alles beherrschende Frage ist nur: Wie? Mögliche Antworten hierauf soll der cologne IT summit_ liefern. Das Motto des jährlichen Wirtschaftskongresses im ITK- Cluster Köln trägt dem Rechnung: „Gewinnen mit Digitalisierung“.

Den Ideentransfer fördern

Top Priorität der siebten Kongressausgabe ist, den Ideentransfer zugunsten einer vollständig digitalisierten Wertschöpfungskette anzukurbeln. Am Donnerstag, 26. Januar 2017, haben hochkarätige Gäste aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft auf dem Podium, in Workshops und bei der begleitenden Fachmesse Gelegenheit, sich dazu in den Räumen der IHK zu Köln intensiv auszutauschen.

 Mit von der Partie ist auch der VOICE-Bundesverband der IT Anwender, der jüngst die Partnerschaft mit dem cologne IT summit_  bestätigte. „Unternehmen müssen schnellstmöglich für einen signifikanten Wachstumsschub auf den digitalen Märkten sorgen, indem sie sich auf die Effizienzsteigerung interner Prozesse, Arbeitsabläufe und Ressourcen sowie auf die Verbesserung der Innovationsfähigkeit und die Implementierung neuer Geschäftsmodelle durch Digitalisierung konzentrieren“, sagt Thomas Rössler, Vorstandsmitglied bei VOICE und Leiter der IT der Stadtwerke Gießen. „Eine besonders große Hebelwirkung auf die Digitalisierung hat auch das digitale Know-how der Beschäftigten, was ein hochwertiges Bildungsangebot voraussetzt.“

 Georg Ruppert, Gründer des cologne IT summit_ und Geschäftsführer JOGECON, der erneut die Stadt Köln und die IHK zu Köln als Schirmherrinnen zur Seite hat, bestätigt das. Angesichts der Vielfältigkeit der Herausforderungen wüssten Unternehmenslenker derzeit allerdings nicht, an welchen Stellschrauben sie zuerst drehen sollten, hat der studierte Wirtschaftswissenschaftler beobachtet.

 

Die Hürden der Digitalisierung (Bildquelle: ECC)

 

 Unternehmen müssen aus der Schockstarre erwachen

Doch die Zeit drängt, aus der Schockstarre zu erwachen: „Die Digitalisierung ist gleichzusetzen mit einem Transformationsprozess, der die Wirtschaft auf vielfältige Weise verändern wird“, so Ruppert. „Immer neue Geschäftsmodelle entstehen, Wirtschaftszyklen werden sich verkürzen, Arbeit wird sich verändern und verdichten. Prozesse und Organisationsformen werden neugestaltet, Internetplattformen werden in allen Bereichen erst zu Wettbewerbern, dann zu massiven Konkurrenten.“

Bei allem Verständnis für die damit verbunden Ängste – so pressiere es doch, das vorhandene Innovationspotenzial schnellstmöglich nutzbar zu machen und nicht weiter brach liegen zu lassen. Zumindest, wenn verhindert werden soll, dass auch Rang sechs im globalen Wirtschaftsgefüge irgendwann einmal Geschichte ist. „Spätestens dann wird es wirklich bedrohlich“, ergänzt Ruppert. „Was unser Land nun braucht, sind resiliente Macher, die in solch herausfordernden Phasen über sich hinauswachsen und die Möglichkeiten, die in jeder Krise stecken, positiv für ihr Unternehmen zu nutzen wissen – dafür gibt es keine Patentrezepte, nur hochindividuelle Lösungen. Dazu werden wir uns bei dem Kongress verstärkt austauschen.“

Ein weiteres Thema, von dem die „Digital Readiness“ Deutschlands abhängt, wird die schnellstmögliche Optimierung der Mobil-Netzinfrastruktur sein. Digitalisierungskommissar Günther Oettinger hatte deren Mängel bereits beim letzten cologne IT summit_ wortreich beklagt. Es könne nicht sein, kritisierte er Anfang Januar vor vollem Haus, dass zwischen Grenzübergängen der Empfang von mobilen Daten kurz aus- und nach der Passage wieder einsetze. Getan hat sich seitdem allerdings nicht viel.

Auch in anderen Bereichen lassen politische Weichenstellungen auf sich warten. Jüngst klinkte sich zwar Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) in die anziehende Diskussion über den richtigen Weg zu schnelleren Internet-Anschlüssen in Deutschland ein und forderte einen zügigen Glasfaser-Ausbau. Spätestens bis 2025 soll Deutschland mit Gigabitnetzen die beste digitale Infrastruktur der Welt haben. Dazu will der Minister Mittel aus dem über 300 Milliarden Euro schweren Europäischen Fonds für strategische Investitionen, dem sogenannten „Juncker-Fonds“, einsetzen. Ob und wann hier aber tatsächlich etwas passiert, steht wiederum in den Sternen.

Politik muss Weichen stellen

Hier sieht die Wirtschaft die Politik am Hebel. Das gilt auch für einheitliche Sicherheitsrichtlinien und staatliche Förderangebote zur Digitalisierung, die für alle Wettbewerber gleiche Bedingungen auf den digitalen Märkten schaffen. „Daher ist es mir ein besonderes Anliegen, Politik und Branchen an einen Tisch zu bringen“, sagt cologne IT summit_-Gründer Georg Ruppert. Trotz aller oder gerade aufgrund der Vielfalt der digitalen Vernetzungsmöglichkeiten bleibe der direkte Austausch offensichtlich viel häufig auf der Strecke. Das muss sich ändern. Schnell. Sonst heißt es für Deutschland eben nicht bald: Ready! Steady! Industrie 4.0: Here we go!

(jm)

 

Share on facebook
Facebook
Share on twitter
Twitter
Share on linkedin
LinkedIn
Share on xing
XING
Share on whatsapp
WhatsApp
Share on email
E-Mail
Share on print
Drucken

Ihre Meinung zum Artikel

Abonnieren
Benachrichtige mich bei
guest
0 Comments
Inline Feedbacks
View all comments

Andere Leser haben sich auch für die folgenden Artikel interessiert

Wandel ist Fortschritt, Stillstand bedeutet Niedergang. Dass dieses Credo im Besonderen auch auf die IT zutrifft, zeigte die 3. ITSM-Konferenz in Fulda. Unternehmen, die es schaffen, ihre IT-Infrastruktur an Veränderungen anzupassen, gehen gestärkt aus dem Wandel hervor. Ein Gastbeitrag von Stephan Kraus von it-novum GmbH.
Werbung

Redaktionsbrief

Tragen Sie sich zu unserem Redaktionsbrief ein, um auf dem Laufenden zu bleiben.

Werbung
Werbung

Aktuelle Ausgabe

Topthema: Auf dem daten Friedhof

Dark Data: Wirtschaftliche Chancen mit Cloud, KI und BI nutzen.

Mehr erfahren

Wir wollen immer besser werden!

Deshalb fragen wir SIE, was Sie wollen!

Nehmen Sie an unserer Umfrage teil, und helfen Sie uns noch besser zu werden!

zur Umfrage

Tragen Sie sich jetzt kostenlos und unverbindlich ein, um keinen Artikel mehr zu verpassen!

    * Jederzeit kündbar

    Entdecken Sie weitere Magazine

    Schön, dass Sie sich auch für weitere Fachmagazine unseres Verlages interessieren.

    Unsere Fachtitel beleuchten viele Aspekte der Digitalen Transformation entlang der Wertschöpfungskette und sprechen damit unterschiedliche Leserzielgruppen an.