.de-Wunschdomain vergeben? Es gibt Alternativen

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Viele Website-Betreiber haben ein Problem: Die Wunschdomain, die perfekt zu ihrem Firmennamen oder Business passt, ist bereits vergeben. Doch der Spielraum wird nun größer, sukzes-sive werden neue Domainendungen (Top-Level-Domains, TLDs) zur Nutzung freigegeben. Ganz neu im Rennen ist beispielsweise .bayern. Der Vorteil: Die Auswahl ist wieder groß und Unter-nehmen können aus dem Vollen schöpfen. Diese Chance sollten sie sich nicht entgehen lassen und sich ihre Wunschadresse durch Registrierung frühzeitig sichern.

Von  Andreas Wöß

Grundvoraussetzung für eine eigene Website ist ein schlüssiger und zum Unternehmen passender Domainname. Je näher er an der ei-gentlichen Firmierung oder am eigenen Produkt- und Serviceangebot liegt, umso größer ist die Chance, dass man vom Kunden- oder Inte-ressentenkreis auf Anhieb gefunden wird.

Zentrales Problem ist, dass kurze, einprägsame, auf den jeweiligen Betreiber zugeschnittene Domainnamen aufgrund der bisher begrenzten TLD-Anzahl praktisch nicht mehr zu finden sind. Die Wunschdomain ist heute schlicht und ergreifend vielfach bereits ver-geben. Das weitere dynamische und rasante Wachstum des Internets verschärft die Situation zunehmend. Der Grund dafür ist klar: Bis vor Kurzem gab es lediglich rund zwei Dutzend generische TLDs und etwa 250 länderspezifische. Beispiele für die generischen Domains sind .net, .org oder .com, wobei die letztgenannte weltweit mit weitem Abstand die beliebteste ist.

Dass es auch in Deutschland immer schwieriger wird, einen aussagekräftigen Namen mit der TLD .de anzulegen, zeigt ein Blick auf deren Entwicklung. So hat die DENIC eG (Deutsches Network Information Center), die bundesweit zentrale Registrierungs- und Verwaltungsstelle für Domains unterhalb der Top-Level-Domain .de, vermeldet, dass Ende 2013 rund 15,6 Millionen Domains registriert waren und ein „verlangsamtes Wachstum“ zu verzeichnen war.

Größere Wahlfreiheit beim Domainnamen verspricht aber nun eine Initiative der ICANN (Internet Corporation for Assigned Names and Numbers), zu deren Aufgaben die Koordination der Vergabe von einmaligen Namen und Adressen im Internet und die Zuteilung von TLDs gehören. Seit 2013 gibt die Internet-Verwaltung sukzessive neue TLDs frei, bisher sind es bereits über 400 und insgesamt sollen es mehr als 1.300 zusätzliche TLDs werden.

Diese größere Auswahl sollten Website-Betreiber für sich nutzen und eine Adresse mit zusätzlicher Aussagekraft wählen, die erste Hinweise gibt auf Unternehmen, Branche, Angebot, Region oder Stadt. Beispielsweise ist eine Webadresse mit regionalem Bezug wie .ruhr wesentlich differenzierender als die reine Länderkennung .de. Ein ausschließlich regional tätiges Unternehmen lässt sich leichter identifizieren. Betreibt man zum Beispiel eine Bäckerei in Köln, trifft die Verwendung der City-Domain .koeln punktgenau. Auch die thematische Ausrichtung einer Internetseite kann mit TLDs wie .immobilien oder .marketing bereits eindeutig aufgezeigt werden.

Insgesamt aber werden Website-Betreiber durch die neuen TLDs auf jeden Fall in die Lage versetzt, ihre Internet-Adresse individueller, flexibler und kreativer zu gestalten – mit klarem Bezug zum Betrei-ber und/oder zum Zweck einer Website.

Autor: Andreas Wöß ist Produktmanager bei Verio Europe in Neutraubling bei Regensburg.

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