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DATEV kann Umsatz weiter steigern

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DATEV kann Umsatz weiter steigern

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Auf der Jahrespressekonferenz konnte der in Nürnberg ansässige IT-Dienstleister DATEV eG erneut ein Umsatzwachstum melden. Demnach ist DATEV im ersten Halbjahr 2012 deutlich stärker als der übrige Markt gewachsen, zudem erhöhte sich die Mitarbeiteranzahl auf insgesamt  6.110.  Der Umsatz ist in den ersten sechs Monaten auf 382,6 Millionen Euro gewachen, was einer Steigerung von 3,1 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum entspricht. Größte Herausforderung im vergangenen Jahr war die Einführung der neuen Produktlinie DATEV pro.


Die Zahl der Mitarbeiter erhöhte sich beim viertgrößten deutschen Softwarehaus seit Jahresanfang um 159. „Wir sind in das Geschäftsjahr 2012 hervorragend gestartet und wachsen weiter deutlich dynamischer als die Branchenentwicklung es erwarten ließ. Für das gesamte Geschäftsjahr gehen wir von einem Umsatzwachstum von nahezu vier Prozent aus“, erklärte Prof. Dieter Kempf, Vorstandsvorsitzender der DATEV, heute auf der Jahrespressekonferenz der DATEV in Nürnberg.


Der Umsatzanstieg im ersten Halbjahr resultiert aus der wachsenden Nachfrage in allen Produktgruppen. Um das steigende Geschäftsvolumen bewältigen zu können, soll die Zahl der Mitarbeiter in diesem Jahr um rund 340 steigen. Für die IT- und Telekommunikationsbranche in Deutschland insgesamt wird nur eine durchschnittliche Umsatzsteigerung von 1,6 Prozent erwartet.


Das Geschäftsjahr 2011 hatte DATEV mit einem Umsatz von 730,8 Mio. Euro abgeschlossen, der Vorjahresumsatz wurde damit um 4,6 Prozent übertroffen. Das Betriebsergebnis betrug 38,3 Mio. Euro. Davon werden 30,5 Mio. Euro als genossenschaftliche Rückvergütung (4,6 Prozent des rückvergütungsfähigen Umsatzes) an die Mitglieder ausgeschüttet. Deren Zahl stieg bis Ende 2011 auf 39.771, die der Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen von 5.844 im vergangenen Jahr auf 6.110. Treiber der geschäftlichen Entwicklung war 2011 vor allem das Angebot für Kanzleien. Unter anderem profitierten die Programme zur Lohnabrechnung von der höheren Beschäftigungsquote in Deutschland.


Wesentliche Herausforderung für die Genossenschaft war 2011 die Einführung der neuen Produktlinie DATEV pro. So sind bis zum März 2012 in einem Zwei-Jahres-Zeitraum knapp 32.000 Kanzleien und rund 92.000 Unternehmen auf DATEV pro umgestiegen. „DATEV pro ist ein wichtiger Meilenstein, damit unsere Kunden für die Anforderungen der künftigen digitalen Entwicklungen gewappnet sind“, erläuterte der DATEV-Vorstandsvorsitzende.


Zugleich kritisierte Kempf die zeitlichen Verzögerungen bei E-Government-Projekten So dürften papiergebundene Abläufe nicht eins zu eins in elektronische Abläufe abgebildet werden. Auf diese Art würden Bürokratielasten nicht abgebaut, sondern nur verlagert – meist auf die private Wirtschaft. Außerdem kritisierte der DATEV-Vorsitzende, dass eine Reihe der in der E-Government-Agenda der Bundesregierung angelegten Projekte mit „erheblichen zeitlichen Verzögerungen in der Umsetzung“ zu kämpfen habe.


Das gelte etwa für die elektronisch abrufbaren Lohnsteuerabzugsmerkmale (ELStAM), auf die Arbeitgeber für die korrekte Berechnung der Lohnsteuer zugreifen müssen. Sie werden erst mit zwölf Monaten Verspätung, voraussichtlich zum kommenden Jahreswechsel, zur Verfügung stehen. Ähnlich sieht es bei der E-Bilanz aus, die nun erst für die Geschäftsjahre ab 2013 vorgesehen ist. Neue Impulse fordert Kempf zudem für den Einsatz der sicheren elektronischen Identifizierung (eID) durch die eID-Funktion des neuen Personalausweises (nPA).


Gründe für diese Verzögerungen sieht Kempf auf verschiedenen Ebenen: So führe die angesichts komplexer politischer Strukturen mangelnde Abstimmung zwischen Bund und Ländern immer wieder dazu, dass sinnvolle Projekte scheiterten oder sich so lange verzögerten, bis sie technisch überholt seien. „Bei solchen Projekten scheint es auch ratsam, vom deutschen Hang zum Perfektionismus Abstand zu nehmen und kleinere Module eines Gesamtkonzeptes in kürzerer Zeit sukzessive umzusetzen.“


Kritisch bewertete Kempf zudem das Vorgehen rund um die vorausgefüllte Steuererklärung. Für den steuerberatenden Berufstand sei es dringend erforderlich, einen Zugriff auf die bei der Finanzverwaltung für seine Mandanten gespeicherten Pflichtmeldungen von Kreditinstituten, Sozialversicherern, Arbeitgebern und sonstigen Institutionen zu erhalten. Die Verwaltung der für den Zugriff auf die Daten jeweils notwendigen Vollmachten der Mandanten könnte eine vom Berufsstand geführte zentrale Vollmachtsdatenbank übernehmen, die in Bayern bereits gemeinsam mit den Steuerberaterkammern München und Nürnberg sowie der bayerischen Finanzverwaltung im Pilotverfahren erprobt wurde.

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