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Datenmanagement im Gesundheitssektor: Heilmittel für die Speicher-Anämie

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Auch im Gesundheitssektor ist die digitale Revolution in vollem Gange. Und während das smarte Patientenbett den Arzt mit Gesundheitsdaten aller Art versorgt, gilt es Fragen nach Management und Speicherung der explodierenden Datenmengen zu beantworten und nicht zuletzt den Datenschutz zu garantieren.

Arzt

Auch im Gesundheitssektor ist die digitale Revolution in vollem Gange. Und während das smarte Patientenbett den Arzt mit Gesundheitsdaten aller Art versorgt, gilt es Fragen nach Management und Speicherung der explodierenden Datenmengen zu beantworten und nicht zuletzt den Datenschutz zu garantieren.

Gerade aufgewacht, schon hat unser Bett bereits die Schlafqualität der letzten Nacht analysiert und an den Hausarzt übertragen. Später am Tag erreicht uns auf dem Smartphone eine Nachricht, erstellt von einer Funk-Tablettenbox, dass unsere Großmutter ihre täglichen Medikamente nicht genommen hat… Noch vor einem Jahrzehnt hätte ein solches Szenario sicherlich Teil eines Science-Fiction-Films sein können. Heute stehen wir kurz vor seiner Verwirklichung und haben die Möglichkeit, aktiv bei einer Transformation mitzuwirken, wie sie sich im Gesundheitssektor bereits abzeichnet.

Die Beispiele des smarten Bettes oder der Funk-Tablettenbox veranschaulichen nicht nur, wie sich Verantwortung und Kontrolle mithilfe von IT verlagern und automatisieren lassen. Sie verbildlichen auch, wie das Internet der Dinge schon bald ein übergreifendes Datenmanagement für Patienten und Leistungserbringer im Gesundheitswesen notwendig macht. In naher Zukunft arbeitet ein Netzwerk aus intelligenten Geräten weitgehend autonom und eine Data-Analytics-Lösung verarbeitet strukturierte sowie unstrukturierte Daten und leitet daraus für uns relevante Informationen ab. So lassen sich aus den persönlichen, (un-)strukturierten Datenströmen, wie sie intelligente Geräte liefern, wichtige Erkenntnisse gewinnen. Diese bereichern nicht nur die Patientenakte, sondern stehen zum Weiterleiten per Mausklick bereit, zum Beispiel an Krankenkassen, Apotheken oder Physiotherapeuten.

Hürdenlauf Datenschutz und Datenvolumen

Eine solche Entwicklung wirft mehrere Fragen auf, unter anderem, was den Datenschutz angeht. Wer ist der eigentliche Besitzer dieser Datenmengen? Ist es der Patient, die Krankenkasse, der Arzt oder gar der Hersteller des Endgeräts, mit dem die Daten erfasst werden? Daraus ergibt sich wiederum die Frage der Verantwortlichkeit. Denn wer genau stellt sicher, dass die erhobenen Daten und deren Auswertungen korrekt sind und noch wichtiger: Wer haftet für die Konsequenzen, wenn Angaben fehlerhaft sind und daraus Schäden entstehen? Außerdem ist zu klären, wer die Daten wo physikalisch speichern darf und wer die Kosten dafür übernimmt. Im Moment gibt es keine klaren Antworten auf diese Fragen, und es scheint fast so, als ob viele absichtlich davor zurückscheuen. Es handelt sich jedoch lediglich um eine Frage der Zeit, denn der digitale Wandel ist Realität und deshalb sollten Gesellschaft, Politik und Wirtschaft schnell gemeinsame Antworten finden.

Die Frage nach der zu erwartenden Datenmenge lässt sich im Moment ebenfalls nur anhand von Schätzungen beantworten. Bereits heute ist die Anzahl der zu verarbeitenden Daten riesig und steigt weiter stark an. Eine digitale Krankenakte könnte beispielsweise alle relevanten Informationen zu einer Person umfassen, inklusive Behandlungen, Allergien, Medikamenten sowie Röntgen- und EKG-Aufnahmen, die ein sehr hohes Datenvolumen aufweisen und entsprechend hohe Speicherkapazitäten benötigen. Solche Informationen können sich in Zukunft schnell summieren, denn der benötigte Speicher wird nicht von Textdateien bestimmt, sondern primär von Bild und Film. Durch immer neuere und hochauflösende Verfahren ist es wahrscheinlich, dass eine Patientenakte in Zukunft bis zu einem Gigabyte groß werden kann. Angenommen nur jeder zehnte Deutsche besitzt eine solche digitale Krankenakte, so vermillionenfacht sich die Speichergröße und es sind mehr als 8.000 Terabyte notwendig – das entspricht über 8.000 handelsüblichen externen Festplatten. Im Vergleich: Laut den Marktforschern von IDC wurden im ersten Quartal 2016 weltweit Enterprise-Storage-Kapazitäten im Umfang von 28 Exabyte produziert, also 28 Milliarden Gigabyte.

Weitere Faktoren, die eine solche Datenexplosion fordern, sind die zunehmende Lebenserwartung der Menschen sowie der Einzug von Wearables in jedermanns Leben. Die Bevölkerung wird immer älter und damit nimmt auch die Anzahl der Pflegebedürftigen sowie chronisch Kranker zu. Entsprechend werden mehr Lösungen für die Telemedizin und für das Monitoring von Patienten zu Hause zum Einsatz kommen, die mit den heute in modernen Kliniken verwendeten Systemen vergleichbar sind. Diese veränderte Demografie sowie das exponentielle Datenwachstum in diesem Sektor, ausgelöst durch Wearables wie Smartwatches, Fitnessbänder bis hin zu Billen und Laufhemden, entsprechen einer großen Kraft im Datenwachstum. Beiden Trends zeigen nicht nur, warum das Gesundheitswesen bei der digitalen Transformation ganz vorne dabei sein muss. Sie beweisen zudem, dass die Messlatte für das Datenmanagement auch in Zukunft hoch angesetzt wird.

Die Lösung heißt Flash

Um den wachsenden Datenmengen Herr zu werden, braucht es Speichersysteme, die sich an die Bedürfnisse des Nutzers anpassen. Hier bietet sich die Flash-Technologie an. Sie zeichnet sich durch deutlich höhere Leistung beim Datenzugriff aus. Im Vergleich zu herkömmlichen Festplatten wird weniger Strom und Platz verbraucht und es ist eine geringere Anzahl von beweglichen Teilen im Einsatz. Laut einer Studie, die 2016 im Auftrag von NetApp unter 1.000 IT-Experten durchgeführt wurde, waren sich nur knapp 20 Prozent der Teilnehmer aus dem ­Healthcare-Bereich der Vorteile von Flash nicht bewusst. Mehr als ein Drittel nutzte zu dem Zeitpunkt der Befragung bereits aktiv Flash im unternehmenseigenen Rechenzentrum. 43 Prozent befanden sich in der Planungsphase. Diese Zahlen drücken großes Vertrauen in die Technologie aus, da im Gesundheitswesen Änderungen mit viel Planungsaufwand und langen Entscheidungswegen einhergehen.
Für den Healthcare-Bereich liegt ein weiterer Vorteil von Flash in der Hybrid Cloud und in neuen Ansätzen des Datenmanagements. Eine individuell gestaltete Lösung muss von Experten in enger Zusammenarbeit mit den Nutzern erstellt werden, aber es lohnt sich. Denn so entsteht eine Mischung aus Private und Public Clouds, die eine produktive und sichere Nutzung des Internets der Dinge ermöglicht und zugleich flexibel und jederzeit in ihrer Größe anpassbar ist. So liefert das Data-Fabric-Konzept von NetApp dem Gesundheitswesen beispielsweise die notwendige Unterstützung, um auch größte Datenmengen von ganz unterschiedlichen Quellen zu verarbeiten, ob nun Wearable oder traditionelles Untersuchungsgerät. Ein Krankenhaus kann die gewonnen Daten in vergleichsweise preisgünstigen Cloud-Archiven ablegen und anschließend nahtlos in schnelle Flash-Speicher-Arrays für weitergehende Analysen überführen. Ein globales Partnernetzwerk aus spezialisierten Anbietern hilft den Unternehmen aus dem Gesundheitssektor zudem dabei, eine Plattform für ein übergreifendes Datenmanagement zu realisieren.

Datenlagerung bis zu 30 Jahren

Auch Anwender und Hersteller von IT-Systemen im Health­care-Bereich profitieren von einer Flash-basierten Lösung, da diese der IHE- (Integrating the Healthcare Enterpise) Initative zuspielt. Das Ziel der IHE ist es, den Datenaustausch zwischen IT-Systemen im Gesundheitswesen zu standardisieren. Um dies zu erreichen, sind einheitliche Schnittstellen für medizinische Geräte notwendig. Sie ermöglichen einen reibungslosen Datenaustausch. Da behandlungsrelevante Informationen mindestens 10 bis 30 Jahre aufbewahrt werden müssen, sollte eine Technologie zum Einsatz kommen, die langlebig ist, sich jedoch bei Bedarf einfach austauschen lässt. Dies ist notwendig, da die Lebenszyklen von Archiv- und Dokumentenmanagementsystemen kürzer sind als die erforderlichen Aufbewahrungsfristen. Der Einsatz von Flash-Systemen ermöglicht es, dieses Vorhaben kosteneffizient, zuverlässig und zeitnah umzusetzen.

Der Wandel betrifft alle

Egal ob Patient, Entscheider im Krankenhaus oder Mediziner – jeder ist Teil zunehmender Vernetzung und Digitalisierung. Die weitere Verbreitung der Telemedizin in Kombination mit medizinischen Geräten und Wearables vereinfacht für den Patienten den Zugang zu seinen eigenen Gesundheitsdaten. Daraus resultiert, dass er die Werte seines Fitbits sowie seiner Insulinpumpe künftig mit Hilfe seines mobilen Browsers überprüfen wird. Erst dann entscheidet er sich, ob er einen Arzt besucht oder eine virtuelle medizinische Beratung wählt. Auch für Kliniken ergeben sich neue Möglichkeiten zur Optimierung. Eine neue Generation beispielsweise direkt im Krankenhausbett implementierter Sensoren kann ebenso wie Geräte außerhalb der Klinik aktuelle Patientendaten erfassen. Durch die Kombination der Datenquellen und eine entsprechende IT-Infrastruktur können zum Beispiel Mediziner alle für eine Diagnose relevanten Patientendaten in Echtzeit heranziehen und ihre Entscheidung absichern. Daraus ergibt sich, dass die Überwachung des Gesundheitszustandes der Patienten erleichtert wird. Gleichzeitig werden Prozesse effizienter und die Betriebskosten sinken.

Digitalisierung der ­Medizin begrüsst

Trotz der angeblichen Zögerlichkeit der Deutschen gegenüber technischen Innovationen scheinen die meisten den Vorteilen der Digitalisierung doch zu vertrauen. Wie eine aktuelle Umfrage des ITK-Verbandes BITKOM ergeben hat, sind die Befragten gegenüber der Digitalisierung in der Medizin und im Gesundheitswesen recht positiv eingestellt. Über 61 Prozent beispielsweise stimmen der Aussage zu, dass die Digitalisierung der Medizin insgesamt mehr Chancen als Risiken birgt. Sie führt demnach zu einer neuen Ära in der Medizingeschichte und verhilft den Menschen zu einer höheren Lebensqualität. Wie genau eine solche Ära in der Zukunft aussehen wird, lässt sich derzeit nur vermuten. Es steht jedoch fest, dass langfristig jeder – Gesundheitswesen oder nicht – mitziehen muss, um nicht im Abseits zu landen. Der Sektor rund um das Wohl der Menschen hat dies scheinbar erkannt, und wirkt deshalb aktiv bei der Gestaltung der Zukunft mit, um so das volle Potenzial für sich ausschöpfen zu können. (DK)

Dirk Möller, Netapp

Über den Autor: Dirk Möller ist Head of Sales Public Sector & Healthcare Germany bei Netapp.

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