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Das Geschäft mit Fake News im Dark Web

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Fake News sind Teil der politischen Debatte seit den Wahlen in den Vereinigten Staaten 2016. Doch gefälschte Nachrichten dienen nicht mehr nur dazu, die öffentliche Meinung zu manipulieren. Das Dark Web hat hier einen profitablen Geschäftszweig ausgemacht, der Unternehmen Schaden zufügen soll.

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Fake News sind Teil der politischen Debatte seit den Wahlen in den Vereinigten Staaten 2016. Doch gefälschte Nachrichten dienen nicht mehr nur dazu, die öffentliche Meinung zu manipulieren. Das Dark Web hat hier einen profitablen Geschäftszweig ausgemacht, der Unternehmen Schaden zufügen soll.

Services und Tools für Fake News deutlich gestiegen

Die Zahl an Services und Tools zu dem Zweck, gefälschte Nachrichten zu erstellen und zu verbreiten, ist deutlich gestiegen. Das hat der aktuelle Report von Digital Shadows herausgefunden. Insgesamt spürten die Threat-Intelligence-Experten über zehn Dienstleister von Software auf, die es Nutzern ermöglicht, Social Media Bots zu steuern. Testversionen standen dabei schon ab 7 US-Dollar zum Download bereit. Weitere Angebote umfassen Toolkits, die über Bots diverse gefälschte Nachrichten in Foren, Blogs, Bulletin Boards und Online-Nachrichtendienste streuen. Die Anbieter werben dabei mit integrierten Funktionen, die Captcha-Sicherheitsmethoden umgehen. Für Bots und automatisierte Skripte ist damit der Weg frei, um ungehindert Inhalte auf Hundertausenden von Plattformen zu veröffentlichen.

Große Nachfrage

Wie groß die Nachfrage nach den Fake-News-Tools ist, zeigt die Anzahl an Erwähnungen auf kriminellen Foren: Zwischen 2015 und 2017 hat sich diese verdreifacht, von 418 auf 1.381. Ziel sind unter anderem Einzelhändler. So bietet ein Managed Service zum Beispiel gefälschte Amazon-Bewertungen an. Das Angebot reicht von ungeprüften Kundenrezensionen (5 US-Dollar) bis hin zu einem monatlichen Pauschalbetrag (500 US-Dollar).

Nachrichten-Websites im Fokus

Medienorganisationen stehen besonders im Visier der Angreifer. Digital Shadows analysierte die Top 40 der globalen Nachrichten-Websites und überprüfte mehr als 85.000 mögliche Varianten ihres Domain-Namens. Hier wurden rund 2.858 Live-Spoof-Domains entdeckt: Dabei wurden die Domain-Namen von legitimen Nachrichten-Webseiten minimal verändert, oder die Seiten wurden mit Hilfe von Cloning-Services täuschend echt nachgeahmt.

Die Öffentlichkeit ist leicht zu betrügen

„Gerüchte und Falschmeldungen gibt es seit jeher. Verändert hat sich jedoch die Technologie und die Geschwindigkeit, mit der sich Fake News über das Internet verbreiten lassen“, erklärt Rick Holland, Vice President Strategy bei Digital Shadows. „Das wachsende Angebot an Services und Tools macht es so leicht wie nie, die Öffentlichkeit zu manipulieren und zu betrügen. Dabei geht es um mehr als politische Motive. Fake News haben längst auch die Unternehmen erreicht. Für sie gilt es nun, ihre Kunden zu schützen und sich gegen Rufschädigungen und finanziellen Verluste zu wehren.“

Den vollständigen Report von Digital Shadows „The Business of Disinformation: A Taxonomy“ finden Sie hier.

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