16.04.2020 – Kategorie: Geschäftsstrategie

Covid-19: Forschungsprojekt für die Impfstoff-Entwicklung im Wettlauf gegen die Zeit

Quelle: Billion Photos/shutterstock

Ein Forschungsprojekt an der Uni Tübingen, das einen Covid-19 Impfstoff entwickeln möchte, hat jetzt eine Aufstockung der Finanzmittel vom Bundeswirtschaftsministerium erhalten.

  • EXIST-Programm führt in der aktuellen Corona-Krise Erleichterungen für Tech-Startups ein.
  • Ein Gründungsvorhaben der Uni Tübingen erhält vom BMWi zusätzliche Mittel für die Entwicklung eines COVID-19 Impfstoffs.
  • Vielversprechende Gründungsvorhaben werden nun länger gefördert.

Weltweit wird an der Entwicklung eines Impfstoffs gegen die Lungenkrankheit Covid-19 gearbeitet. Hoffnung auf eine Lösung des Problems und somit einen Covid-19 Impfstoff bietet das EXIST-Forschungstransfer-Projekt „Impfkraft“ der Universität Tübingen.

Covid-19 Impfstoff: Projekt aus Tübingen erhält mehr Mittel vom BMWi

Das Tübinger Gründerteam arbeitet derzeit an einer vielversprechenden plattformbasierten Methode zur Entwicklung eines Impfstoffes gegen die Corona-Viren. Eine Besonderheit ist hierbei der Multivektoransatz, welcher auch Mutationen des Corona-Virus neutralisieren könnte und damit einen dauerhafteren Impfschutz als andere aktuell diskutierte Methoden verspricht. Um die Entwicklung von einem Covid-19 Impfstoff weiter zu beschleunigen, erhält das Projekt nun vom Bundeswirtschaftsministerium (BMWi) eine Mittelaufstockung.

Fördermittel für die Suche nach Impfstoff

Thomas Jarzombek, Beauftragter des BMWi für die Digitale Wirtschaft und Start-ups, erklärt zur Fördermaßnahme: „Die Suche nach einem Impfstoff gegen die neuartigen Corona-Viren ist ein Wettlauf gegen die Zeit. Je schneller wir einen Impfstoff entwickeln, desto mehr Menschenleben können wir retten. Ich kann nur feststellen: Sinnvoller können Fördermittel aus unserem EXIST-Programm kaum eingesetzt werden.“

Neben der Förderung dieses konkreten Forschungsprojekts hat das Bundeswirtschafts-ministerium die Weichen dafür gestellt, dass vielversprechenden Gründungsvorhaben nicht durch die Corona-bedingten Einschränkungen des Wirtschaftslebens das Aus droht. Im Rahmen der EXIST-Programme können Ausgründungsvorhaben, die am Ende ihrer Förderlaufzeit stehen und deren Gründung durch die aktuellen Kontaktbeschränkungen gefährdet ist, mit einer unbürokratischen Verlängerung der Förderlaufzeit um drei Monate rechnen.

Aktuell kommen für einen solchen Antrag alle Projekte in Frage, die am 30. April oder 31. Mai 2020 enden würden. Thomas Jarzombek sagt hierzu: „Wir wollen verhindern, dass vielversprechenden Gründungsvorhaben auf den letzten Metern die Luft ausgeht. Deshalb verlängern wir unbürokratisch die Laufzeit der Förderung um drei Monate. Sollte das nicht ausreichen, können wir auch noch einmal nachlegen.“ (sg)

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