Content Management: 5 Gründe, warum die Zukunft kopflos ist

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Content Management: 5 Gründe, warum die Zukunft kopflos ist

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Nicht zuletzt durch den Digitalisierungsschub während des vergangenen Jahres sind die Ansprüche der Konsumenten an digitale Angebote gestiegen. Das bekommt auch der Onlinehandel zu spüren, der von der Pandemie einerseits profitiert hat, andererseits aber unter massivem Druck steht, den Kunden jederzeit die bestmögliche Customer Experience zu bieten.
Content Management

Quelle: Rawpixel.com/shutterstock

Der Erfolg eines Unternehmens hängt heute stärker denn je von der digitalen Kompetenz einer Marke ab. Ein Schlüssel zu einer zeitgemäßen und vor allem erfolgversprechenden User Experience für Marken in der digitalen Welt ist das Content Management. Weshalb gerade in Headless-CMS-Konzepten besonders großes Zukunftspotenzial steckt, erklärt Dominik Angerer, Gründer und CEO von Storyblok.

Unter „headless CMS“ versteht man im technologischen Kontext die Trennung des Front-Ends, dem Head, vom Back-End, dem Körper. Das Front-End, zum Beispiel ein Webshop-Interface, ist also nicht an ein bestimmtes Back-End-System gekoppelt, sondern beide Elemente können beliebig miteinander kombiniert werden. Für das Content Management bedeutet das: Inhalte können über ein Back-End-CMS, welches als Datenbank fungiert, einmal bearbeitet und über eine API (Anwendungsschnittstelle) anschließend in den unterschiedlichsten Kanälen ausgespielt werden. Fünf Gründe, warum „Headless“ das Konzept der Zukunft für CMS ist.

1. Plattform-Unabhängigkeit von Content Management

Wie bereits angedeutet, ermöglicht der Einsatz eines Headless CMS die Ausspielung von Inhalten über eine Vielzahl von Kanälen hinweg. In der Praxis bedeutet das, dass Entwickler jede Form von Content nur einmal im Back-End einpflegen müssen. Der Content läuft dann auf allen Kanälen synchron, ohne auf das jeweilige Zielformat zugeschnitten werden zu müssen.

Ein Resultat dieses „Knopfdruck-Prozesses“: Die viel besungene Omnichannel-Experience für den Verbraucher ist mit vergleichsweise geringem Aufwand zu erreichen und gewährleistet gleichzeitig eine kanalübergreifende Markenkonsistenz. Die Konsequenz: eine höhere Entwicklungsgeschwindigkeit, die wiederum die Go-To -Market-Time reduziert – und so elementar zur Wertschöpfung beiträgt.

2. Freie Technologie-Wahl beim Content Management

Die Unabhängigkeit bei der Nutzung einer Headless-Architektur spiegelt sich auch in der Wahl der Technologien wider, die ein Entwickler benutzt. Damit kann er das Back-End mit dem Front-End vereinen. Im „kopflosen“ Content-Universum können Entwickler über eine API-Anbindung nämlich jede beliebige Framework-Lösung nutzen, um Inhalte auf der Website, in der mobilen App oder in den sozialen Medien zu veröffentlichen.

Viele Entwickler haben den Anspruch, zu jedem Zeitpunkt die volle Kontrolle über den Technologie-Stack zu haben. Lässt man ihnen die Auswahl der genutzten Technologien, bedeutet das auch weniger Wartungsaufwand. Denn idealerweise werden Lösungen eingesetzt, die effizienter und produktiver zu bedienen sind. Ein entsprechendes Set-Up spart zudem bares Geld, denn der Anwender zahlt nur für tatsächlich benötigte Tools. Das Headless CMS fungiert an dieser Stelle als Enabler, sowohl für zufriedene Entwickler als auch eine höhere Kosteneffizienz.

3. Personalisierung, Lokalisierung und Storytelling

Laut einer Erhebung von Salesforce finden 80 Prozent der Online-Shopper, dass das Kauferlebnis, dass ein Unternehmen bietet, genauso wichtig ist, wie das angebotene Produkt oder die Dienstleistung. Keine Frage: Die Ansprüche der Konsumenten an die Customer Experience sind gestiegen – und Marken, die in digitalen Umfeldern präsent sind und wachsen wollen, müssen auf diesen Trend reagieren.

Die zentralen Faktoren für persönliche, digitale Kauferlebnisse, die einen Käufer im besten Fall zum Fan werden lassen, lauten Personalisierung und Lokalisierung. Dafür wiederum braucht es einerseits das richtige Timing im Laufe der Customer Journey, vor allem aber Ressourcen für ein authentisches Storytelling, das kanalübergreifend und für den Nutzer konsistent implementiert werden kann.

Die Krux: In komplexen Architekturen frisst schon die Distribution von Inhalten so viele Ressourcen, dass kaum Zeit bleibt, an wirklich außergewöhnlichem Content zu arbeiten. Ein Headless-CMS dagegen unterstützt Content-Teams dabei, ihre Workflows zu vereinheitlichen – und so mehr Zeit in die Erschaffung digitaler Erlebnisse zu investieren, die im Gedächtnis bleiben. 

4. Flexibilität und Geschwindigkeit

Wenn der Administrator den Content für unterschiedliche Kanäle nicht mehr manuell in einzelnen Silos, sondern übergeordnet für alle Plattformen verwalten kann, erhöht das spürbar die Flexibilität im Content Management. Brands können auf Basis einer Headless-Architektur nicht nur mehr hochwertigen Content kreieren und an ihre Kunden, Fans und Follower ausspielen. Sie sind zudem in der Lage, Reaktionszeiten deutlich zu verkürzen und etwa Re-Designs und Produktänderungen deutlich schneller umzusetzen. Das kommt nicht zuletzt dem Kunden zugute, da sich entsprechende Iterationen auf die User Experience auf ein Minimum vermindern, sofern er überhaupt spürbar ist.

Dass das Management von digitalem Content immer intelligenter und damit einfacher wird, dürfte wenig überraschen. Während in der alten Welt oft schon für kleinere Textänderungen Programmierkenntnisse erforderlich waren, arbeiten Headless-Systeme häufig mit Bausteinen, die intuitiv und modular eingesetzt werden und mitunter eine datengesteuerte, automatisierte Inhaltserstellung ermöglichen.

5. Content Management: Updates und Sicherheit

Ein elementar wichtiger Aspekt ganz zum Schluss: die Sicherheit. Ein entscheidender Faktor bei der Wahl einer neuen Software-Lösung, ganz unabhängig vom jeweiligen Anwendungsbereich. Der große Vorteil:  Headless-Systeme sind vom Rest des Tech-Stacks entkoppelt und interagieren nicht direkt mit anderen Anwendungen. Im konkreten Fall eines CMS werden Inhalte ausschließlich über Schnittstellen bereitgestellt. Diese sind ihrerseits wiederum an eine Anwendung mit eigener Sicherheitsschicht gekoppelt. Sollte innerhalb eines solchen “API-first-Systems” also ein Sicherheitsproblem auftreten, wird sich dieses nicht auf die übrigen Anwendungen auswirken.

Wettbewerbsvorteil durch Flexibilität beim Content Management

Kunden verlangen von Marken stärker denn je einzigartige, anspruchsvolle digitale Erlebnisse. Gleichzeitig stehen Entwickler vor der Herausforderung, diese User Experience für die unterschiedlichsten Plattformen umzusetzen und zu verwalten. Für Marketingverantwortliche und Content Manager wiederum ist das Management dieser Inhalte mit einem großen organisatorischen Aufwand verbunden.

Zugegeben: Ein Content-Management-System kann nicht der alleinige Heilsbringer sein, wenn es darum geht, Kunden zu begeistern und zu binden. Dennoch ist die Rechnung denkbar simpel: Wenn Inhalte innerhalb einer nutzerfreundlichen, intuitiven Anwendung nur einmal erstellt oder geändert werden müssen und anschließend über alle Kanäle hinweg ausgespielt werden können, macht das die Arbeit für Redakteure und Content Manager deutlich einfacher. Zusätzlich spart man wertvolle Arbeitszeit, die in anderen Bereichen gewinnbringend eingesetzt werden kann.

Darüber hinaus bietet eine Headless-Architektur die notwendige Flexibilität, um an eigenen Anwendungen zu arbeiten und diese ständig zu verbessern.  Angesichts des wachsenden Marktes wird das gerade für E-Commerce-Unternehmen immer wichtiger. So werden Nutzer zum richtigen Zeitpunkt mit den richtigen Inhalten erreicht und sind der Konkurrenz immer den entscheidenden Schritt voraus.

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Über den Autor: Dominik Angerer ist Co-Founder und CEO von Storyblok sowie ein Web-Performance-Spezialist und Perfektionist. Nachdem der 26-Jährige für große Agenturen als Full-Stack-Entwickler gearbeitet hatte, gründete er 2017 Storyblok. Dominik Angerer ist aktives Mitglied in der Open-Source-Community und einer der Organisatoren von Stahlstadt.

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