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Composable Infrastructure: Mehr Agilität für die IT

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Composable Infrastructure: Mehr Agilität für die IT

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Die IT-Technologie verändert sich und damit auch die Art und Weise, wie Infrastrukturen aufgebaut werden. Heute müssen diese mehr leisten, als nur Speicher und Anwendungen bereitzustellen. Sie vollführen daher einen Balanceakt zwischen Stabilität und Flexibilität. Das erfordert passende Lösungen, für die eine Composable Infrastructure benötigt wird.
Composable Infrastructure

Quelle: Adobe Stock © Gorodenkoff

Die Aufgabenbereiche von Rechenzentren wachsen weiter. Das ist einerseits dem technologischen Fortschritt geschuldet, der immer effizientere Lösungen für die IT in allen Unternehmensbereichen bietet. Gleichzeitig spielen die veränderten Marktverhältnisse, die maßgeblich von der Digitalisierung bestimmt werden, eine zentrale Rolle.

Neben kosteneffizienten IT-Infrastrukturen erfordert dieser zweite Trend ein sehr viel höheres Maß an Flexibilität. Ablesen lässt sich diese Entwicklung nicht zuletzt an den IT-Trends 2020, in denen Cloud Computing und Hybrid IT eine besondere Rolle einnehmen. Sie gehören nicht nur zu den wichtigsten Technologien im Hinblick auf den Personalbedarf von Unternehmen. Sie stellen außerdem den fortschreitenden Bruch mit traditionellen IT-Lösungen dar.

Zwei IT-Umgebungen, zwei Aufgabenbereiche

Der Grund, warum traditionelle Infrastrukturen mehr und mehr aufgegeben werden, liegt unter anderem in deren fehlender Flexibilität. Sie basiert auf Silos und einer Hardware, die auf bestimmte Workloads ausgelegt ist – sie soll in erster Linie dafür sorgen, dass komplexe Prozesse stabil funktionieren.

Das ist aber längst nicht mehr die einzige oder vorrangige Aufgabe moderner IT-Infrastrukturen. Vielmehr soll sie die Grundlagen für eine weitreichende Flexibilisierung und für mehr Agilität schaffen, die sich im unternehmerischen Sinne in Wettbewerbsvorteile umwandeln lässt. Die IT übernimmt somit zwei Funktionen:

  • Sie verwaltet die vorhandene Infrastruktur und hilft dabei, Anwendungen bereitzustellen, die für die betriebliche Stabilität kritisch sind: Datenverarbeitung, Datenanalyse, Supply Chain und ähnliche Prozesse laufen deshalb häufig über traditionelle Infrastrukturen.
  • Auf der anderen Seite kann die IT-Infrastruktur etwa durch Cloud-Anwendungen einen sehr viel aktiveren Part in der Unternehmensentwicklung einnehmen. Moderne Infrastrukturen erlauben größere Agilität und sind daher die Grundlage, schnell neue Anwendungen und Services zu realisieren – und diese mobil zur Verfügung zu stellen.

Heutigen Infrastruktur-Lösungen werden also sehr unterschiedliche Aufgaben abverlangt. Sie sollen

  1. die Optimierung aller Anwendungen und Services im Unternehmen vorantreiben
  2. die Bereitstellung von diesen Anwendungen und Services beschleunigen
  3. für Kosteneffizienz und einen geringeren Arbeitsaufwand sorgen
  4. mehr Produktivität und Kontrolle in allen Prozessen ermöglichen

Um alle diese Aufgaben gleichermaßen erfüllen zu können, muss eine Infrastruktur geschaffen werden, die verschiedene IT-Umgebungen miteinander verbinden kann.

IT-Infrastrukturen für moderne Business Workloads

Technologisch gibt es unterschiedliche Antworten auf die Forderung an IT-Infrastrukturen, stabile Prozesse bei größtmöglicher Flexibilität zu bieten. Der Weg hat dabei folgerichtig von der traditionellen Architektur der Rechenzentren weggeführt. Deren Verbindung von Hardware, Software und Containern mit einem starken Schwerpunkt auf den physischen Komponenten ist aus einer Vielzahl von Gründen nicht mehr State-of-the-Art.

Die Silo-Bildung der verschiedenen Bereiche ist einer dieser Gründe, die aufwändige Verwaltung von Hardware und Software ist aber wahrscheinlich der schwerwiegendste. In einer derart statischen Umgebung sind flexible Anwendungen und Services kaum möglich, ihre Integration in die gesamte Infrastruktur wäre nicht mit der geforderten Schnelligkeit zu erreichen.

Konvergente Infrastrukturen

Mit konvergenten Infrastrukturen ist gegenüber traditionellen Rechenzentren eine deutliche Vereinfachung möglich. Die findet zunächst auf der Hardware-Ebene statt, in Form einer einheitlichen Gesamtlösung: Die physischen Elemente der Infrastruktur kommen als Einheit. Das reduziert außerdem den Verwaltungsaufwand.

Tatsächlich kann die entsprechende Software die Verwaltung der einzelnen Bereiche zusammenführen. Die geringere Komplexität in der Handhabung fördert daher die Produktivität. Weil die Hardware trotz allem der ausschlaggebende Faktor ist, lässt sich die starre Silo-Struktur nur bedingt aufbrechen. Auch wenn Rechen-, Speicher- und Netzwerkumgebung in einer konvergenten Infrastruktur nicht mehr getrennt verwaltet werden müssen, kann das für unterschiedliche Workload-Typen nach wie vor der Fall sein.

Hyperkonvergente Infrastrukturen

Hyperkonvergente Infrastrukturen gehen daher den nächsten Schritt und verbinden Server, Speicher, Netzwerk und angeschlossene Virtualisierungs-Plattformen zu einem einzigen System. Diese Form der Infrastruktur geht weg von der Hardware- und hin zu einer Software-basierten Lösung. Die erlaubt allerdings nur noch die Virtualisierung, physische Server sind bei der HCI nicht vorgesehen.

Composable Infrastructure
In modernen IT-Umgebungen verändern sich auch die Aufgabenbereiche des Personals. (Bild: Adobe Stock © Framestock)

Composable Infrastructure als Lösung?

Dadurch bietet Hyperkonvergenz bisweilen weniger Spielräume bei der individuellen Konfiguration von Ressourcen. Was in traditionellen Infrastrukturen – wenn auch mit hohem Aufwand – möglich ist, entfällt bei vollständig virtualisierten IT-Umgebungen weithin. Disaggregierte HCI trennen deshalb Rechen- und Speicherressourcen, was mehr Kontrolle über die jeweiligen Leistungen erlaubt.

Um Anwendern noch mehr Kontrolle zu geben, wird mit Composable Infrastructures der nächste Schritt gemacht. Das Konzept ist keineswegs gänzlich neu, Hewlett Packard Enterprise (HPE) und Microsoft beispielsweise beschäftigen sich bereits seit einigen Jahren mit der Thematik, nicht zuletzt als Grundlage für flexible Hybrid Cloud-Lösungen.

Im Grunde genommen steht im Zentrum dieses Ansatzes die einleitend gestellte Frage, wie sich zwei unterschiedliche IT-Umgebungen und deren Zielsetzungen miteinander verbinden lassen: Die Sicherstellung stabiler Systeme bei gleichzeitiger Agilität, um Anwendungen und Services umgehend an neue unternehmerische Bedingungen anpassen zu können.

Eine Composable Infrastructure verbindet dazu verschiedene Herangehensweisen:

  • Die Ressourcen für Rechen-, Speicher- und Netzwerkleistungen sind wie zum Beispiel in hyperkonvergenten Umgebungen virtualisiert.
  • Eine Software-basierte Schnittstelle ermöglicht aber die Konfiguration, ganz wie in einer traditionellen Rechenzentrumsarchitektur.
  • Auf diese Weise können sowohl „physische“ Ressourcen gesteuert als auch Cloud-Anwendungen flexibel genutzt werden.

Das erlaubt es Unternehmen beispielsweise, ihre Anwendungen und Services besser und schneller an veränderte Spitzenzeiten anzupassen – und zwar unabhängig voneinander. Ähnlich wie in disaggregierten Varianten der HCI können bei der Composable Infrastructure die unterschiedlichen Ressourcen separat skaliert werden. Weil außerdem Hardware und Software bei dieser Lösung als Einheit konzipiert werden, reduziert sich das Maß der Komplexität im Vergleich zu anderen Ansätzen.

Mehr Workload-Unterstützung mit Composable Infrastructure

Der flexible Ressourcenpool eröffnet darüber hinaus diverse Möglichkeiten, um verschiedene Workloads – physisch, virtuell und containerbasiert – auf einer einzigen Plattform zu integrieren. Das funktioniert so unkompliziert, weil in der Composable Infrastructure alle Komponenten, von den Rechen-, Netzwerk- und Speicherkomponenten bis zu den Anwendungen, zustandslos sind.

Sie alle werden als statusfreie Ressourcen behandelt und sind dadurch besonders leicht zu konfigurieren. Ganz nach Bedarf können sie kombiniert und verschoben werden. Unternehmen gewinnen so Zugriff auf unterschiedlichste Workloads:

  • Sogenannte Bare-Metal-Anwendungen, die ohne Virtualisierung, Softwareebene und Betriebssystem direkt auf der Hardware laufen, können auch in einer „zusammensetzbaren“ IT-Umgebung weiterhin verwendet werden. Damit erhalten sich Unternehmen die Vorteile solcher „Dedicated Servers“, etwa die alleinige und freie Verfügbarkeit über dessen Ressourcen oder die feste IP-Adresse. Besonders für geschäftskritische Anwendungen bleibt diese Form des Workloads weiterhin sehr beliebt.
  • Container-Lösungen lassen sich ebenfalls ohne Schwierigkeiten integrieren und bieten damit eine Möglichkeit für eine schnelle Bereitstellung und einfache Überwachung von Anwendungen – denn alle notwendigen Bestandteile, von Dateien bis hin zu Systembibliotheken sind in den jeweiligen Containern vollständig enthalten. So ist einerseits gewährleistet, dass die Ausführung unabhängig von der Umgebung immer gleich ist, während andererseits die gemeinsame Nutzung erleichtert wird.

Diese verschiedenen Workloads existieren in einer Composable Infrastructure nicht mehr getrennt voneinander. Wie die virtuellen Workloads, die dank Cloud Computing inzwischen den größten Anteil ausmachen, werden sie alle gemeinsam innerhalb derselben Umgebung verwaltet.

Das Management lässt sich sogar noch weiter vereinfachen, wenn Unternehmen hierzu die Virtualisierungstools verwenden, die den Mitarbeitern bereits bekannt sind – beim hohen Anteil virtualisierter Workloads ist daher keine lange Umstellung nötig.

Composable Infrastructure
Weiterentwickeln statt verwalten – moderne IT-Infrastrukturen brauchen mehr Know-how. (Bild: Adobe Stock © Jelena)

Keine effiziente Infrastruktur ohne ausreichendes Know-how

Insgesamt bringt eine Composable Infrastructure für Unternehmen zahlreiche Vorteile, besonders im Hinblick an die Anpassungsfähigkeit an veränderte technologische und wirtschaftliche Rahmenbedingungen. Die Voraussetzung dafür, diese Vorteile tatsächlich abschöpfen und in Unternehmenserfolg umzusetzen, liegt aber nicht allein auf der Seite der Technik.

Während sich die Technologien zunehmend an den Anforderungen des wirtschaftlichen Wettbewerbs orientieren und daher mehr Agilität ermöglichen, ändern sich gleichzeitig die Anforderungen an das Personal. Die neuen Technologien, das geht aus Umfragen hervor, steigert den Bedarf an qualifiziertem Personal im IT-Bereich weiter. Ohne ein entsprechendes Maß an Know-how im Unternehmen lässt sich das Potenzial moderner IT-Infrastrukturen deshalb kaum abrufen.

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