Cloud Readiness: 5 Empfehlungen für die Einführung von Cloud-Diensten

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Eine Kreditkarte reicht, mehr wird nicht benötigt, um neue Cloud-Dienste einzukaufen – auch für Unternehmenszwecke. Kein Wunder, dass gerade Fachabteilungen in Versuchung geraten, solche Services ohne umfangreiche Evaluationen und damit ohne Zeitverzug einzuführen.
cloudQuelle: bluebay - Shutterstock

Bei der Nutzung von Cloud-Diensten steht die Agilität im Vordergrund. Dass dabei eine ganze IT-Systemlandschaft aus den Fugen geraten kann und eine neue Form der „Schatten-IT“ entsteht, ist den Beschaffern in der Regel nicht bewusst.  Der Ruf nach einer übergreifenden Cloud-Strategie von Unternehmen kommt also nicht von ungefähr. Denn natürlich sollen die Fachabteilungen alle Lösungen nutzen können – wenn sie denn einen Mehrwert bieten – und so die Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens sichern. Aber nicht um den Preis einer nur schwer beherrschbaren IT-Landschaft und daraus entstehenden Compliance-Problemen.

Daher sollten Unternehmen sich frühzeitig Gedanken machen, welche Applikationen und Workloads sie warum in die Cloud schieben sollen. Wichtig ist dabei auch, ein möglichst standardisiertes Vorgehen zu entwickeln, wie potenzielle „Cloud-Kandidaten“ (= Applikationen und Workloads) in der Applikations- und Infrastrukturlandschaft des Unternehmens identifiziert und auf ihre „Cloud-Lauffähigkeit“ überprüft werden können.

Cloud Readiness: vorab eine Standortbestimmung durchführen

Vor der flächendeckenden Cloud-Einführung ist es sinnvoll, eine Standortbestimmung durchzuführen, um zu sehen, wie weit das Unternehmen bereits vorbereitet ist für die Einführung von Cloud-Diensten. Das ergibt auch dann Sinn, wenn erste SaaS-Lösungen (wie Office 365 oder Salesforce) bereits im Einsatz sind. Dieses Assessment dient dann auch dazu, Stärken und Schwächen zu identifizieren und Handlungsempfehlungen abzuleiten. Fünf Kriterien sollten hierbei unbedingt geprüft werden:

  1. Strategie: Hat sich das Unternehmen bereits gefragt, welchen Mehrwert es sich von der Cloud erhofft, und wie werden diese Überlegungen kommuniziert? Wie will das Unternehmen Cloud-Dienste nutzen, und welche Rahmenbedingungen gibt es dafür vor? Hat das Unternehmen eine klare Perspektive für die künftige Nutzung der Cloud?
  2. Architektur und Technik: Sind die technischen Voraussetzungen für die Einführung der Cloud gegeben? Hat das Unternehmen eine fundierte Schätzung zur benötigten Bandbreite? Sind potenzielle Cloud-Migrations-Szenarien (Rehost, Rebuild, Replace) erkannt, ist deren Umsetzung verifiziert? Ist in diesem Zusammenhang ein Prüfschema etabliert, um möglichst standardisiert vorgehen und Erfahrungen konservieren zu können?
  3. Organisation: Die Cloud weist viele Unterschiede zu traditioneller IT auf. Auch Rollen und Prozesse differieren markant. Hat sich das Unternehmen damit beschäftigt? Sind die benötigten Rollen und Prozesse definiert, die Qualifikationen und Skills vorhanden, oder gibt es Planungen, wie diese aufgebaut werden? Wie werden den Fachbereichen Cloud-Dienste bereitgestellt, wie werden Kosten verursachungsgerecht verteilt? Ist geklärt, in wessen Verantwortung der Betrieb der Cloud-Umgebung fällt? Ist ein Fremdbetrieb vorgesehen, und gibt es dafür eine Sourcing-Strategie?
  4. Compliance: In der Cloud werden mitunter sensible Unternehmensdaten ausgelagert – sind Anforderungen an IT-Security und Datenschutz bedacht? Ist dem Unternehmen bewusst, dass nicht alle Lizenzen ohne Weiteres in der Cloud verwendet werden können? Wie werden die potenziell mit der Cloud-Nutzung verbundenen Risiken mitigiert?
  5. End-User-Experience: Wie werden Fachbereiche eingebunden? Wie kann der Self-Service-Charakter der Cloud an Fachbereiche weitergegeben werden? Gibt es eine definierte Feedback-Schleife, um aus den Erfahrungen lernen und mit der nächsten Cloud-Einführung besser werden zu können?

In der Regel haben Unternehmen intern noch nicht ausreichendes Know-how, um die Cloud Readiness zu bewerten und sie auf- und auszubauen. Anbieter- und Hersteller-neutrale Cloud Readiness Assessments und Best Practices als Bewertungsmaßstab können hier helfen, die „blinden Flecke“ ausfindig zu machen und auszumerzen. (sg)

Über die Autoren: Stefan Wendt und Jan Marzinkewitsch sind tätig bei der microfin Unternehmensberatung GmbH.

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