Cloud-Plattform: Wie Concat mit einer HCI-Lösung neue Standards setzt

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Das Servicespektrum der Concat reicht von Rechenzentrumsleistungen über IT-Security bis zum Aufbau und Betrieb von Cloud-Plattformen. Die Kundensysteme sollen künftig auf einer standardisierten Plattform laufen, was das Cloud-Management stark vereinfachen soll.
Cloud-PlattformQuelle: Concat

Das Servicespektrum der Concat reicht von Rechenzentrumsleistungen über IT-Security bis zum Aufbau und Betrieb von Cloud-Plattformen. Die Kundensysteme sollen künftig auf einer standardisierten Cloud-Plattform laufen, was deren Management stark vereinfachen soll. Dieses Ziel will der IT-Dienstleister mit einer hyperkonvergenten Infrastruktur erreichen, die NetApp mit seiner HCI-Lösung liefert.

Der Geschäftsbereich Cloud & Managed IT Security innerhalb der Concat AG ist 2017 aus der Synergy Systems GmbH hervorgegangen, die 2003 gegründet wurde. Das Vorgängerunternehmen wurde 2013 von der Concat AG übernommen. Seitdem positionierte sich die Tochterfirma in der Unternehmensgruppe als Kompetenzzentrum für Cloud Computing und Management-IT-Security. Der Geschäftsbereich beschäftigt 40 Mitarbeiter und betreibt in Deutschland vier Rechenzentren. Sowohl in München als auch in Frankfurt bietet er seinen Kunden, die überwiegend aus dem gehobenen Mittelstand stammen, unterschiedlichste gemanagte Systeme und Security-Produkte an.

Hyperkonvergenz gesetzt, Anbietersuche offen

Seit zwölf Jahren nutzt Concat unter anderem Technologien von NetApp in seinen Rechenzentren oder tritt als IT-Reseller der Produkte von NetApp auf. Aktuell hat sich der MSP das segmentübergreifende Vereinheitlichen seiner Dienste auf die Agenda gesetzt. “Wir wollen sehr viele unterschiedliche Kundensysteme, die wir in den Rechenzentren betreiben, auf eine standardisierte Plattform bringen und so den Verwaltungsaufwand senken. Deshalb haben wir im vergangenen Jahr begonnen, Proof of Concepts mit verschiedenen Systemen zu fahren”, erklärt Stefan Tübinger, Geschäftsbereichsleiter der Concat AG , die Situation, bevor er Ende 2017 NetApp kontaktierte.

Die Anfrage lautete: Wie baut der Datenmanagement- und Hybrid-Cloud-Spezialist NetApp eine solche Cloud-Plattform auf? Die Vorgabe, eine hyperkonvergente Infrastruktur zu verwenden, entspricht genau dem Ansatz von NetApp, technisch die gewünschte hybride Cloud-Landschaft aufzubauen. “Wir haben eine Lösung gesucht, die sich im laufenden Betrieb skalieren lässt. Außerdem wollen wir den VMware Hypervisor weiterhin einsetzen, für den die neue Plattform die Basis bilden soll”, gibt IT-Fachmann Stefan Tübinger Einblicke in den Anforderungskatalog, der auch einen flexiblen und agilen IT-Betrieb als Ziel festschrieb.

Anwendungen sollen zudem in einer Mindest-Performance laufen, weshalb das System Quality of Service (QoS) beherrschen muss. Aufgrund der vorgegebenen Kriterien war eine Hyper-Converged-Infrastructure-Lösung gesetzt – wie die NetApp HCI, die im Herbst 2017 ihr Marktdebüt gab und im letzten Jahr einjährigen Geburtstag feierte. Sie integriert Prozessoren, Speicher und Netzwerktechnologie softwarezentriert und bringt so die geforderten Merkmale mit. 

NetApp HCIQuelle: NetAPP

NetApp führte seine Hyper-Converged-Infrastructure-Lösung 2017 im Markt ein.

Proof of Concept überzeugt auf ganzer Linie

Das Umstellen von dedizierten Servern auf eine voll virtualisierte Plattform nahm in rekordverdächtiger Zeit Fahrt auf: In sechs Tagen setzte NetApp einen Proof of Concept auf, wobei die Spezialisten ihren Partner Concat dabei unterstützten, virtuelle Maschinen (VMs) für ausgewählte Kundensysteme auf die NetApp HCI zu migrieren. Der MSP testete ab Dezember 90 Tage lang – und bekam ein Gefühl für die Technik.

Der Proof of Concept diente in dem Fall nicht bloß dem Laufenlassen produktiver Maschinen von Kundensystemen und dem Erfassen von Leistungsdaten. Es ging auch darum, zu zeigen, wie die neue Lösung ins Management- und Monitoringsystem von Concat integriert werden kann. Beim Einrichten der nötigen Schnittstellen stand NetApp Pate, sodass Concat die Daten an nachgelagerte Prozesse übergeben konnte.

Leistungsstarke HCI-Lösung für die Cloud-Plattform

“Bei der Performance war NetApp mit seiner hyperkonvergenten Infrastrukturlösung im Proof of Concept deutlich besser als andere. Insgesamt bildete die Testinstallation ein umfangreiches Szenario mit vielen Freiheitsgraden ab, das uns voll überzeugt hat”, berichtet Stefan Tübinger.

In der Testphase zeichnete sich schnell ab, dass Concat zusätzliche Leistung benötigt, um sein Kundenkonzept wie geplant umzusetzen. Das sieht keine Überbuchung vor. Eine Maschine wird über QoS mit Ressourcen ausgestattet und zu 100 Prozent dem Kunden zugewiesen. Die neue Cloud-Plattform stellt dann die Performance der Maschinen zu jeder Zeit sicher.

Zum Vergleich: Ein Public-Cloud-System kalkuliert die Überbuchung ein, um überhaupt Gewinne einzufahren. Für das Mehr an erforderlicher Leistung stellte NetApp nach den PoC ein zweites System zum Erweitern bereit. Das hatte den Charme, die bereits laufenden Workloads nicht auf ein neues, größeres System umziehen zu müssen. Deshalb startete die Produktion bereits im Mai – mit einem System, das aus acht Medium Storage Nodes, vier Small Compute Nodes und vier Medium Compute Nodes besteht.

Cloud-Plattform: Hochverfügbarer und standardisierter Service

Neben einigen Linux- laufen nun hauptsächlich Windows-Maschinen auf der NetApp HCI, auf der auch Sprachanwendungen in Echtzeit betrieben werden. Das integrierte System vermarktet NetApp als Hybrid Cloud Infrastructure. Es ist als mandantenfähige Cloud-Plattform aufgebaut, die redundant und skalierbar an das Internet anbindet. So ist der MSP in der Lage, in kurzer Zeit die Bandbreite zu erhöhen, wenn Bezieher von Managed Services (MS) das wünschen. Die Plattform konsolidiert wie gefordert die Kundensysteme.

“Wir haben uns für diese Lösung entschieden, weil die neue NetApp HCI unseren Bedarf nach Standardisierung im Rechenzentrum am besten erfüllt”, erklärt Tübinger. Wie wichtig hierbei das QoS-Feature ist, ergänzt der IT-Experte: “Der Vorteil ist, dass man die Lasten auf den Knoten sauber verteilen kann. Außerdem lassen sich Knoten im laufenden Betrieb zum Warten herausnehmen. Das erhöht unsere Service-Verfügbarkeit.” Soll das System erweitert werden, kann Concat Rechenleistung und Speicher unabhängig voneinander aufstocken, was gegenüber der älteren HCI-Generation Kosten spart und Überprovisionierung vermeidet.

Mehr Flexibilität für die Kunden von Managed Services

Auch die Kunden von Concat gewinnen, zum Beispiel an Flexibilität. Sie binden sich nicht ans „Blech“, sondern beziehen Managed Services für CPU, RAM, Storage oder Backup in unterschiedlicher Ausprägung und Konnektivität, wobei sich die Ressourcen an den Bedarf anpassen lassen. Von MS erwarten Unternehmen Datenintegrität und Datensicherheit, deren Bedeutung künftig steigen wird. Dem gerecht zu werden, legt die NetApp HCI eine solide technische Basis.

Für Unternehmen, die weiterhin ihren Service im eigenen Rechenzentrum hosten wollen, kann Concat nun die NetApp HCI als Alternative zum klassischen Setup aus Server, Speicher und Netzwerk anbieten. Warum sich das auf mehreren Ebenen rentiert, können die IT-Spezialisten aus eigener Erfahrung berichten. Die Standardisierung im IT-Betrieb will der IT-Dienstleister auch auf die Rechenzentren seiner Kunden übertragen. Überzeugen dürfte in dem Kontext auch, dass Concat im ersten Quartal 2019 seine Plattform erweitern wird, um die steigende Performance-Nachfrage abzubilden, die sich bereits jetzt abzeichnet. (sg)

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