17.08.2022 – Kategorie: Cloud Computing

Cloud-First-Strategie: Warum etablierte Branchen diese 2022 umsetzen

In den letzten zwei Jahren wurde die Cloud-First-Strategie in fast allen Branchen gefördert. Für Unternehmen, die sich in der Pandemie behaupten wollen, wurde die Umstellung auf eine Cloud-Umgebung zu einer Notwendigkeit, da sie zunehmend remote arbeiten und keinen Zugang zu Rechenzentren haben.

Im Zuge der neuen Entwicklung haben mehr Unternehmen als je zuvor eine Cloud-First-Strategie eingeführt. Darunter viele Firmen aus etablierten Branchen wie Fertigung, Einzelhandel und Gesundheitswesen. Dieser Ansatz verhilft ihnen zu mehr Flexibilität und Effizienz in einer Zeit, die für die Welt und damit auch für die Wirtschaft äußerst unsicher war. Doch wie genau haben die Unternehmen in diesen etablierten Branchen diesen beachtlichen Wandel vollzogen? Und welche Auswirkungen hat die Cloud-First-Strategie auf ihren Betrieb und ihre Kunden?

Cloud-First-Strategie bringt Fortschritte für reglementierte Branchen

Das Gesundheitswesen ist ein großartiges Beispiel für eine Branche, die in der Lage ist, die Gesellschaft zu transformieren. Zugleich aber oft in ihren Bemühungen behindert wird, teilweise aufgrund der Sensibilität der Daten, die sie verarbeitet. Hier kommt die Cloud ins Spiel. Sie kann den Verantwortlichen im Gesundheitswesen helfen, Fortschritt und Wandel mit Effizienz und Sicherheit in Einklang zu bringen.

In Indien zum Beispiel hat die Regierung das neue Projekt „eHealth Infra“ gestartet, um den Unterprivilegierten im Land den Zugang zu einer öffentlichen Krankenversicherung zu ermöglichen. In der Vergangenheit hätten Bedenken hinsichtlich der Regulierung und des Datenschutzes derartige Bemühungen behindert. Private-Cloud-Dienste haben jedoch viele dieser Bedenken in den Hintergrund treten lassen. Infolgedessen haben sich inzwischen 26 Bundesstaaten dem Projekt angeschlossen und decken 45 bis 47 Prozent der indischen Bevölkerung ab, sodass die Bürger sich zuverlässig für den Dienst anmelden können.

Der Finanzsektor ist ein weiterer Wirtschaftszweig, der aufgrund der sensiblen Daten oft mit strengen Vorschriften und veralteten Technologien kämpfen muss. Seitdem jedoch digitale Fintechs damit begonnen haben, ihre aus der Cloud gewonnene Schnelligkeit zu nutzen, um ihren Kunden Dienste der nächsten Generation anzubieten, mussten etablierte Finanzinstitute ihre Strategien zugunsten von Cloud-First überdenken. Dadurch konnten sie mit einem höheren Maß an Effizienz und Sicherheit arbeiten. Und ihren Kunden das gleiche hochwertige Erlebnis bieten, das die in der Cloud geborenen Fintechs der neuen Generation bieten.

Physische Unternehmen werden für mehr Effizienz virtuell

Selbst in der extrem physischen Welt der Fertigung finden Unternehmen neue Wege, um eine Cloud-First-Strategie einzuführen. Hersteller müssen eine Vielzahl beweglicher Teile im Auge behalten, von der Montage in der Fabrikhalle bis zur rechtzeitigen Lieferung von Rohstoffen. Und während einige Vorgänge extern ablaufen, müssen die Arbeitslasten im Fall der Fertigungsausführung näher an der Fabrikhalle liegen.

In diesen Fällen ist also ein verteilter Channel von Technologieplattformen erforderlich, um das Edge Computing zu nutzen. Und zugleich die Cloud-Technologie näher an den Einsatz vor Ort zu bringen. Durch den Einsatz von Cloud-Tools zur Optimierung von Abläufen und zur Zusammenführung all dieser unterschiedlichen Maßnahmen in einer einzigen Ansicht kann ein Hersteller die Effizienz seiner Abläufe drastisch verbessern und die Produktionszeiten verkürzen, was beides Unternehmen hilft, nachhaltig zu expandieren.

Cloud-First-Strategie in der Praxis einführen

Die Vorteile einer Cloud-First-Strategie sind zwar zahlreich. Aber es ist auch wichtig zu sehen, wie Unternehmen mit der Cloud arbeiten, um diese Vorteile zu nutzen. Ein gutes Beispiel ist der Fall eines großen Einzelhändlers, der sich auf Designermode, Accessoires und Möbel spezialisiert hat. Das Unternehmen war auf der Suche nach einer Lösung für die wachsende Zahl von Daten und Anwendungen. Diese fielen im Zuge der raschen Vergrößerung des Unternehmens sowohl physisch als auch digital an.

Das Unternehmen wollte außerdem flexibel die Spitzen des Datenverkehrs in Zeiten von Rabattverkäufen, Festivals und Ferienzeiten bewältigen. Dabei sollte auch die Sicherheit des Systems erhalten bleiben und die Kosten für Betrieb und Wartung unter Kontrolle bleiben. Durch die Verlagerung des Großteils seiner Prozesse, einschließlich der kritischen Workloads, in eine private Cloud konnte der Einzelhändler all diese Anforderungen erfüllen und eine höhere Leistung, Sicherheit und sofortige Skalierbarkeit erreichen.

Cloud-Lösung auf die spezifischen Anforderungen anpassen

Darüber hinaus wurden mit Hilfe eines Partners, der die Cloud-Lösung auf die speziellen Anforderungen des Unternehmens zugeschnitten hat, sichere Hochgeschwindigkeits-IP- und VPN-Verbindungen zwischen den verschiedenen Standorten des Einzelhändlers geschaffen, die eine schnelle Datenarchivierung, Rechnungsstellung und Echtzeit-Backup-Services zum Schutz vor Datenausfällen ermöglichen.

Seit der Implementierung verfügt das Einzelhandelsunternehmen nun über eine hochleistungsfähige, sichere, private Umgebung mit einer Verfügbarkeitsgarantie von 99,9 Prozent. Er kann bei Bedarf sofort zusätzliche Ressourcen bereitstellen, um innerhalb kurzer Zeit neue Filialen zu eröffnen. Und so das verbundene exponentielle Datenwachstum besser bewältigen. Und dank der 24-Stunden-Wartung und des Supports, den der Cloud-Anbieter an 365 Tagen im Jahr bietet, ein weiterer Vorteil, der sich aus diesem Dienst ergibt, können bei Bedarf zusätzliche Ressourcen zur Bewältigung saisonaler Verkehrsspitzen leicht beschafft werden.

Das Paradigma einer Cloud-First-Strategie umsetzen

Einer der stärksten Faktoren, die Unternehmen zu Veränderungen bewegen, sind ihre Kunden. Wir leben heute in einer Welt, in der das Internet aus Gründen der Zugänglichkeit an erster Stelle stehen muss. Und das betrifft alle Unternehmen und Institutionen, mit denen die Öffentlichkeit in irgendeiner Weise interagiert. Unternehmen, die diesen Übergang vollziehen wollen, müssen sich jedoch darüber im Klaren sein, dass es keine einheitliche Strategie für etablierte Branchen gibt. Deshalb ist es wichtig, dass jedes Unternehmen zunächst nach innen schaut, um herauszufinden, wie es von einem Cloud-first-Ansatz profitieren kann. Und nach außen schaut, um einen Partner zu finden, der ihm hilft, den Übergang so unterbrechungsfrei wie möglich zu gestalten.

Wir alle wissen, dass die Cloud-Technologie ein Teil der Zukunft jedes Unternehmens sein wird. Die wahren Gewinner der kommenden Jahre werden jedoch die Unternehmen sein, die nicht nur herausfinden, wie sie ihre derzeitigen Abläufe mit einer Cloud-first-Strategie optimieren können, sondern auch damit beginnen, die Grundlagen für ein exponentielles Wachstum in der Zukunft zu schaffen.

Über den Autor: Rajesh Awasthi, VP & Global Head of Managed Hosting and Cloud Services bei Tata Communications. Die zur Tata Group gehörende Tata Communications ist Anbieter digitaler Ökosysteme in mehr als 190 Ländern und Regionen. Mit Collaboration- und Connectivity-Lösungen, Core- und Next-Gen-Connectivity, Cloud-Hosting- und Sicherheitslösungen sowie Mediendiensten schafft Tata Communicationseine eine vertrauensvolle Basis für die digitale Transformation von Unternehmen. (sg)

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Aufmacherbild: Sergey Nivens – Adobe Stock


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