BVDW nimmt Stellung zu Prism und Tempora

Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on xing
Share on whatsapp
Share on email
Share on print

BVDW nimmt Stellung zu Prism und Tempora

Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on xing
Share on whatsapp
Share on email
Share on print

Wie der Bundesverband Digitale Wirtschaft (BVDW) e.V. in seinem aktuellen Standpunkt feststellt, haben die datenbasierten Geschäftsmodelle der Online-Werbewirtschaft nichts mit der unkontrollierten Datensammlung von Geheimdiensten gemein. Damit grenzt sich der Verband von Überwachungsprogrammen wie Prism und Tempora ab und fordert eine international geführte Wertediskussion zum Thema Datennutzung. Denn hinsichtlich gemeinsamer internationaler Rechtsstandards in einer digitalen Welt, betreten latu dem BVDW alle beteiligten Organisationen Neuland.

Prism ist ein Programm zur Überwachung und Auswertung von elektronischen Medien und elektronisch gespeicherten Daten. Es wird von der US-amerikanischen National Security Agency (NSA) geführt. „In der durch Prism erneut ausgelösten Diskussion um die Erhebung und Nutzung von Online-Daten werden staatliches Handeln und das legitime Agieren privatwirtschaftlicher Unternehmen in einen Topf geworfen. Das ist fatal und falsch“, erklärt Thomas Schauf, Leiter Europa und Internationales im Bundesverband Digitale Wirtschaft (BVDW) e.V.

„Die digitale Wirtschaft arbeitet auf einer klaren rechtlichen Grundlage, die die personenbezogenen Daten und damit die Nutzer schützt“, stellt Schauf klar. „Eine Diskussion, die das zweifelhafte Vorgehen von NSA und GCHQ mit den Geschäftsmodellen der digitalen Wirtschaft in Verbindung bringt, schadet der Innovationsfähigkeit und der Zukunftsfähigkeit der digitalen Wirtschaft in Deutschland und Europa“, heißt es im BVDW-Standpunkt weiter.

Die Analyse von Nutzungsdaten hilft bei der Weiterentwicklung von Online-Diensten und bei der Refinanzierung von Inhalten und Services über Werbung.  Außerdem werden so die digitalen Angebote verbessert und Werbung kann relevanter für den Nutzer ausgespielt werden. Die digitale Wirtschaft ist für Deutschland ein wichtiger Wachstumsmarkt, der ein Viertel des Wachstums des Brutto-Inlandsproduktes ausmacht. „Daten sind der Rohstoff des 21. Jahrhunderts und man kann nicht jeden Informationsschnipsel mit personenbezogenen Daten wie E-Mail-Adresse oder Personalausweisnummer gleichsetzen. Wir müssen in Europa erkennen, dass Datenschutz inzwischen ein standortpolitisches Thema geworden ist. Wir brauchen eine übergreifende Datenpolitik, sonst werden wir im Wettbewerb mit anderen Teilen der Welt das Nachsehen haben.“, so Schauf weiter.

„Der BVDW-Standpunkt ist ein neues Format des Verbandes, mit dem fundiert Stellung zu aktuellen politischen Themen bezogen werden soll. Dabei geht es nicht nur um die Position der digitalen Wirtschaft, sondern auch um eine inhaltlich differenzierte Betrachtung der zumeist sehr komplexen Themen der digitalen Welt. Wir wollen mit dem BVDW Standpunkt relevante Debattenbeiträge liefern“, erläutert Dr. Joachim Jobi, Leiter Medien- und Netzpolitik im BVDW das Konzept. (sg)

Share on facebook
Facebook
Share on twitter
Twitter
Share on linkedin
LinkedIn
Share on xing
XING
Share on whatsapp
WhatsApp
Share on email
E-Mail
Share on print
Drucken

Ihre Meinung zum Artikel

Abonnieren
Benachrichtige mich bei
guest
0 Comments
Inline Feedbacks
View all comments

Andere Leser haben sich auch für die folgenden Artikel interessiert

Die Stimmung in der Digitalbranche hat im Februar einen leichten Dämpfer bekommen. Der Bitkom-ifo-Digitalindex gab um 0,8 auf 24,9 Punkte nach. Entscheidend dafür war, dass die Unternehmen ihre aktuelle Geschäftslage nicht mehr ganz so positiv bewerteten wie noch im Januar 2020.
Werbung

Top Jobs

Data Visualization App/BI Developer (m/f/d)
Simon-Kucher & Partners, Germany/Bonn or Cologne
› weitere Top Jobs
Werbung

Redaktionsbrief

Tragen Sie sich zu unserem Redaktionsbrief ein, um auf dem Laufenden zu bleiben.

Werbung
Werbung

Aktuelle Ausgabe

Topthema: Geschäftsmodelle in der Industrie 4.0

So führen Sie Ihr Unternehmen erfolgreich in die digitale Zukunft

Mehr erfahren

Wir wollen immer besser werden!

Deshalb fragen wir SIE, was Sie wollen!

Nehmen Sie an unserer Umfrage teil, und helfen Sie uns noch besser zu werden!

zur Umfrage

Tragen Sie sich jetzt kostenlos und unverbindlich ein, um keinen Artikel mehr zu verpassen!

* Jederzeit kündbar

Entdecken Sie weitere Magazine

Schön, dass Sie sich auch für weitere Fachmagazine unseres Verlages interessieren.

Unsere Fachtitel beleuchten viele Aspekte der Digitalen Transformation entlang der Wertschöpfungskette und sprechen damit unterschiedliche Leserzielgruppen an.