Werbung

Brandschutz im Rechenzentrum

Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on xing
Share on whatsapp
Share on email
Share on print

Brandschutz im Rechenzentrum

Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on xing
Share on whatsapp
Share on email
Share on print
Was tun, wenn es brennt? Löschen! Das klingt manchmal leichter, als es unter Umständen ist. Der klassische Rauchmelder, der Feuerlöscher an der Wand, die in der Decke installierte Sprinkleranlage: Sie sind nicht immer der effektivste Schutz. De facto sind sie in besonderen Fällen sogar der falsche. Soll beispielsweise der Brand in einem Rechenzentrum gelöscht werden, schafft spätestens das Löschwasser, was das Feuer nicht geschafft hat und zwingt die IT in die Knie. Von Simon Federle

Was tun, wenn es brennt? Löschen! Das klingt manchmal leichter, als es unter Umständen ist. Der klassische Rauchmelder, der Feuerlöscher an der Wand, die in der Decke installierte Sprinkleranlage: Sie sind nicht immer der effektivste Schutz. De facto sind sie in besonderen Fällen sogar der falsche. Soll beispielsweise der Brand in einem Rechenzentrum gelöscht werden, schafft spätestens das Löschwasser, was das Feuer nicht geschafft hat und zwingt die IT in die Knie.  Von Simon Federle

Die proRZ und deren Schwesterfirma RZproducts errichteten das derzeit feuer­beständigste Rechenzentrum der Welt, das auch Schutz vor Löschwasser, Vandalismus oder beispielsweise Lauschangriffen beziehungsweise Abstrahlung bietet.

Der Brandschutz eines Rechenzentrums stellt die Betreiber vor deutlich größere Herausforderungen als gewöhnlicher Brandschutz eines Gebäudes. Bei ihrem neuen Rechenzentrum in Daaden wollte Mubea daher keine Risiken eingehen. Insbesondere, da infolge der Platzverhältnisse nur ein Gas-Wasser-Anschlussraum als Rechenzentrum in Frage kam. Mit der Erfahrung und den Produkten der proRZ und deren Schwesterunternehmen RZproducts errichteten sie dennoch das derzeit feuerbeständigste Rechenzentrum der Welt.
Hinter Mubea steht die Muhr und Bender KG mit Sitz in Attendorn, ein weltweiter Partner der Automobilindus­trie und Leichtbauspezialist für hochbeanspruchbare Federkomponenten. Das Unternehmen ist an insgesamt vier Standorten in Deutschland vertreten. Auch die IT-Infrastruktur sollte auf die Standorte verteilt werden. Ziel war es, Serverräume inhouse bereitzustellen, um so die IT-Hardware und -Daten optimal zu sichern. Während anderenorts zwei große Rechenzentren entstanden sind, musste das Unternehmen am Standort in Daaden/Weitefeld mit mehr als 1.000 Mitarbeitern jedoch umdisponieren. Dort, am Sitz der Mubea KG Weitefeld, standen dem neuen Rechenzentrum nur die 14 Quadratmeter eines Gas-Wasser-Anschlussraums zur Verfügung.

Spezielle Löschgase

„Nun muss ein Rechenzentrum hinsichtlich Brandschutz ohnehin schon deutlich stärker gesichert werden. Da sind zum Beispiel Brandfrühest­erkennungen, die einen Brand bereits in der Entstehungsphase detektieren. Kommt es dann aber doch zum Einsatz von Löschwasser, ist die IT unmittelbar bedroht. IT-Infrastrukturen sollten im Brandfall immer durch Brandlöschsysteme geschützt werden, bei denen spezielle Löschgase zum Einsatz kommen. Und auch die Wände spielen eine Rolle. Die wenigsten wissen, dass beispielsweise Wände aus Rigips oder Beton kristallin gebundenes Wasser enthalten, das bei Bränden zu hoher Luftfeuchtigkeit und damit ironischerweise zu Wasserschäden führen kann. Wir waren daher auf der Suche nach einer Lösung, die nicht nur flexibel in den kleinen Raum passt. Sie sollte all diese Komponenten berücksichtigen, unsere IT vor physischen Gefahren schützen und besonders wegen der durchlaufenden Gasleitungen ein Maximum an Sicherheit für unsere IT bieten“, erklärt Sascha Langenbach. Als Systemadministrator bei Mubea in Daaden hatte er den Auftrag, sich um die Umsetzung des Projekts zu kümmern.

Das neue Rechenzentrum von Mubea in Daaden befindet sich infolge der Platzverhältnisse in einem Gas-Wasser-Anschlussraum.

Dazu wurden einzelne Unternehmen eingeladen, ihre Konzepte vorzustellen. Am Ende des Pitches hatte sich die proRZ Rechenzentrumsbau GmbH aus Wallmenroth gegen die Konkurrenz durchgesetzt. „Das Unternehmen machte von Beginn an einen erfahrenen und professionellen Eindruck. Beispielsweise merkte die proRZ als einzige an, dass für einen von uns im Rechenzentrum gewünschten Bodensockel infolge des Bodenbelags auf die Gewichtsverteilung geachtet werden müsse“, sagt Langenbach. Als unabhängiges Fachplanungsunternehmen verfügt die proRZ über langjährige und umfassende Praxiserfahrung in der IT- und Bauphysik. Das Leistungsspektrum umfasst die Beratung, Planung und Realisierung von Rechenzentren und Serverräumen jeder Größe, weshalb das Unternehmen individuelle Lösungen bietet und seine Kunden in den Bereichen IT-Verfügbarkeit, Sicherheit, Betriebskostenoptimierung, Energieeffizienz sowie Rechenzentrums-Zertifizierungen unterstützt. In Kooperation mit dem Schwesterunternehmen RZproducts stellt es zudem die nötigen Produkte kurzfristig bereit. So ergab die Analyse der Ist-Situation bei Mubea, dass ein Mini-Data-Center die flexibelste, platzsparendste und sicherste Lösung ist.

Kompaktes Rechenzentrum mit integrierter Klimaanlage

Daher entschied sich Mubea für den „DC-ITSafe“. Er ist ein doppeltüriges, modulares Kompaktrechenzentrum auf weniger als zwei Quadratmetern. Das Rack kann durch horizontales und vertikales Einbauen der 19-Zoll-Komponenten bis zu 62 Höheneinheiten unterbringen – 50 horizontal, 12 vertikal. 42 davon sind bei Mubea in Nutzung. Langenbach betont: „Die Klimaanlage ist integriert. Zudem gibt es vordefinierte Kalt- und Wärmebereiche. Das Mini-Data-Center ist damit vollständig geschlossen. So gelangt auch kein Rauch in das Innere. Überzeugt hat uns aber das Video zur Beflammung.“ Denn: Der DC-ITSafe ist derzeit nachweislich das weltweit feuerbeständigste Mini-Data-Center. Bei einer Prüfung des unabhängigen Brandschutz-Kompetenzzentrums MPA Dresden wurde der Safe aus fünf Seiten freistehend beflammt und hielt dabei Temperaturen zwischen 900 bis 1.000 Grad Celsius stand. Somit ist der DC-ITSafe inklusive aller Bauteile und Kabelschotts EI90 feuerbeständig nach EN 1363-1 und erfüllt als einziges Kompaktrechenzentrum der Welt über 40 Minuten lang die Grenzwerte nach EN 1047-2.

Die proRZ und deren Schwesterfirma RZproducts errichteten das derzeit feuer­beständigste Rechenzentrum der Welt, das auch Schutz vor Löschwasser, Vandalismus oder beispielsweise Lauschangriffen beziehungsweise Abstrahlung bietet.

Darüber hinaus ist das Rechenzentrum an eine Brandschutzanlage angeschlossen. Diese sendet im Brandfall automatisch einen Alarm an die Feuerwehr. Durch ein intelligentes Monitoring warnt das System gleichzeitig die Mubea-Mitarbeiter, wenn definierte Grenzwerte innerhalb des DC-ITSafe überschritten werden. Das „MonIToring-Alarm.sys“ überwacht und protokolliert sowohl die einzelnen IT-Infrastrukturkomponenten hinsichtlich Temperatur, Feuchte, Brand- und Rauchgas als auch die Türen und somit den Zutritt und informiert den unternehmensinternen Brandschutzbeauftragten beziehungsweise die Rechenzentrumsverantwortlichen. Mehrfache Übertragungswege der Datenübermittlung via LAN, ISDN, analoger Telefonschnittstelle oder GPRS sind hierbei einstellbar. Das ermöglicht schnelle Reaktion auf etwaige Störungen im Rechenzentrum und minimiert Ausfallzeiten. Sollte ein Brand innerhalb des Mini-Data-Centers entstehen, bekämpft die integrierte 19-Zoll-Brandmelde- und Löschanlage den Brand selbstständig mit dem Löschmittel Novec 1230.

Perfekter Schutz vor physikalischen Gefahren

„Wir können unsere IT wie gewünscht völlig sicher und vor allem autark inhouse verwalten. Am Ende war lediglich noch eine kleine Einweisung unseres Teams zum DC-ITSafe nötig. Der Safe hält zum Beispiel auch anderen wesentlichen physikalischen Gefahren stand. Zu diesen zählen neben dem Schutz vor Feuer, Gas oder Explosion auch der Schutz vor Löschwasser, Vandalismus oder beispielsweise Lauschangriffen beziehungsweise Abstrahlung. Die nicht aushebelbare Schwenkriegeltechnik und die selbstverriegelnden Türen erhöhen zusätzlich den Schutz vor Einbrüchen. Alles in einem ist die Situation deutlich mehr als zufriedenstellend gelöst“, sagt Langenbach. (ak)

Autor: Simon Federle ist Fachautor in Augsburg.

Share on facebook
Facebook
Share on twitter
Twitter
Share on linkedin
LinkedIn
Share on xing
XING
Share on whatsapp
WhatsApp
Share on email
E-Mail
Share on print
Drucken

Ihre Meinung zum Artikel

Andere Leser haben sich auch für die folgenden Artikel interessiert

Werbung

Redaktionsbrief

Tragen Sie sich zu unserem Redaktionsbrief ein, um auf dem Laufenden zu bleiben.

Werbung
Werbung

Aktuelle Ausgabe

Topthema: Auf dem daten Friedhof

Dark Data: Wirtschaftliche Chancen mit Cloud, KI und BI nutzen.

Mehr erfahren

Wir wollen immer besser werden!

Deshalb fragen wir SIE, was Sie wollen!

Nehmen Sie an unserer Umfrage teil, und helfen Sie uns noch besser zu werden!

zur Umfrage

Tragen Sie sich jetzt kostenlos und unverbindlich ein, um keinen Artikel mehr zu verpassen!

    * Jederzeit kündbar

    Entdecken Sie weitere Magazine

    Schön, dass Sie sich auch für weitere Fachmagazine unseres Verlages interessieren.

    Unsere Fachtitel beleuchten viele Aspekte der Digitalen Transformation entlang der Wertschöpfungskette und sprechen damit unterschiedliche Leserzielgruppen an.