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Bitkom-ifo-Digitalindex: Coronavirus dämpft Stimmung in der IT-Branche

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Bitkom-ifo-Digitalindex: Coronavirus dämpft Stimmung in der IT-Branche

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Die Stimmung in der Digitalbranche hat im Februar einen leichten Dämpfer bekommen. Der Bitkom-ifo-Digitalindex gab um 0,8 auf 24,9 Punkte nach. Entscheidend dafür war, dass die Unternehmen ihre aktuelle Geschäftslage nicht mehr ganz so positiv bewerteten wie noch im Januar 2020.
ITK-Branche

Quelle: Peshkova/Shutterstock

  • Der Bitkom-ifo-Digitalindex ist im Februar 2020 um 0,8 auf 24,9 Punkte gesunken.
  • Der Teilindex zur aktuellen Geschäftslage ging sogar um 5,8 auf 37,8 Punkte zurück, das ist der größte Rückgang seit September 2017.
  • Bei einer Umfrage des Bitkom im Februar 2020 gaben 54 Prozent der befragten Unternehmen an, dass auf die deutsche Wirtschaft erhebliche Konjunkturrisiken zukämen.

Der Teilindex des Bitkom-ifo-Digitalindex zur aktuellen Geschäftslage ging kräftig um 5,8 auf 37,8 Punkte zurück, das ist der größte Rückgang seit September 2017. Auch die Preiserwartungen zeigten sich im Februar klar rückläufig und halbierten sich auf 8,1 Punkte. Die Erwartungen an die Beschäftigungsentwicklung gingen ebenfalls zurück, um 6,8 auf 25,5 Punkte. Dagegen entwickelten sich die Geschäftserwartungen für die nächsten sechs Monate positiv und stiegen um 3,5 Punkte auf 12,6 Punkte.

Das ergab die Auswertung der monatlichen Konjunkturumfrage von ifo und Bitkom in der IT- und Telekommunikationsbranche, die vom 3. bis 21. Februar 2020 und damit noch vor der Zuspitzung der Corona-Epidemie in Italien und später auch in Deutschland durchgeführt wurde.

Bitkom-ifo-DigitalindexQuelle: Bitkom
Der Bitkom-ifo-Digitalindex ist im Februar um 0,8 auf 24,9 Punkte gesunken.

Bitkom-ifo-Digitalindex: Auswirkungen von Coronavirus

„Der Februar stand im Zeichen geschlossener Fabriken vor allem in China, unterbrochener Lieferketten und eingestellter Geschäftsreisen. Die global besonders stark vernetzte Digitalbranche lässt das nicht unberührt“, erklärt Achim Berg, Präsident des Digitalverbands Bitkom. Trotzdem ist er überzeugt: „Alle Indikatoren sind deutlich im Plus. Und auch wenn uns die Coronavirus-Krise trifft: Corona ist gleichermaßen Chance wie Aufforderung, Wirtschaft, Verwaltung und Gesundheitswesen noch entschiedener und schneller zu digitalisieren, etwa indem Technologien für Webkonferenzen eingeführt werden und Homeoffice zum Standard wird.“

Bitkom-ifo-Digitalindex
Achim Berg ist Präsident des Digitalverbands Bitkom.

Bereits Mitte Februar zeichnete sich ein Stimmungsumschwung aufgrund der weltweiten Coronavirus-Verbreitung. Bei einer Umfrage des Digitalverbands Bitkom gab jedes vierte Unternehmen an, negative Auswirkungen auf das eigene Geschäftsergebnis 2020 zu erwarten, 54 Prozent sehen erhebliche Konjunkturrisiken für die deutsche Wirtschaft. Demnach erwartet jedes zweite Unternehmen, dass sich die Krise um die Epidemie und die damit verbundenen Folgen weiter zuspitzen. 29 Prozent gingen in der Umfrage davon aus, dass das Coronavirus zu einer weltweiten Rezession führt. Ebenso viele sehen die Digitalbranche von den Auswirkungen des Coronavirus als stark betroffen.

Abhängigkeit von chinesischen Partnern und Lieferanten

35 Prozent der sich an der Umfrage beteiligenden Unternehmen haben Geschäftsbeziehungen zu Lieferanten und Partnern, 23 Prozent Kunden und 13 Prozent Niederlassungen in China. Mit monatlichen Einfuhren im Wert von durchschnittlich mehr als zwei Milliarden Euro ist China der mit Abstand wichtigste deutsche Handelspartner bei Produkten der IT und Telekommunikation. Gleichzeitig gehen pro Monat im Durchschnitt Exporte im Wert von etwa 150 Millionen Euro nach China.

Außerdem haben 30 Prozent die Reisetätigkeit von Mitarbeitern nach China komplett eingestellt oder zumindest eingeschränkt. 34 Prozent der Unternehmen lässt seine Mitarbeiter gar nicht mehr oder nur noch eingeschränkt an Großereignissen wie Messen teilnehmen. Allgemeine Reisebeschränkungen gibt es in jedem fünften Unternehmen (19 Prozent). Jedes Vierte (23 Prozent) empfängt keine oder kaum noch Zulieferungen aus China. Fünf Prozent haben Zulieferungen aus anderen Drittländern komplett eingestellt oder eingeschränkt. Jedes Sechste (16 Prozent) hat die Produktion eingeschränkt,

Über den Bitkom-ifo-Digitalindex: Der Digitalindex zeigt das Geschäftsklima in der Digitalbranche. Er basiert auf der monatlichen ifo-Konjunkturumfrage und bildet sich aus dem geometrischen Mittel der Werte für die Geschäftslage und die Geschäftserwartungen. Berücksichtigt werden Daten der Digitalbranche, die sich aus Unternehmen der Sektoren Verarbeitendes Gewerbe, Handel und Dienstleistungssektor zusammensetzt.
Dazu zählen Hersteller von IT und Kommunikationstechnik, Unterhaltungselektronik, Anbieter von Software und IT-Dienstleistungen, Telekommunikationsdiensten sowie der Groß- und Einzelhandel mit ITK. Gewichtet wird nach Anzahl der Beschäftigten, zudem werden Digitalindex und weitere Zeitreihen als saisonbereinigte Salden dargestellt. (sg)

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