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Die elektronische Rechnung bietet Kosteneinsparungen und Wettbewerbsvorteile. Doch viele deutsche Unternehmen zögern noch. Aber auch sie werden sich wohl beugen müssen, denn nicht zuletzt die Behörden werden immer mehr digitale Belege einfordern. Ein Report gibt Auskunft.

E-Invoicing

Quelle: sergeydud/shutterstock

Die elektronische Rechnung bietet Kosteneinsparungen und Wettbewerbsvorteile. Doch viele deutsche Unternehmen zögern noch. Aber auch sie werden sich wohl beugen müssen, denn nicht zuletzt die Behörden werden immer mehr digitale Belege einfordern. Ein Report gibt Auskunft.

Während der kommenden Jahre wird sich das Umfeld für E-Invoicing vollkommen verändern, so die aktuelle Marktstudie von Billentis, die von Comarch unterstützt wurde. In jedem Unternehmen werden hunderte bis tausende Rechnungen pro Monat verarbeitet. Weltweit schätzt Billentis das gesamte Rechnungsvolumen auf mindestens 400 Milliarden Rechnungen im Jahr.

Öffentliche Hand als Treiber

Obwohl sich Markt und Technik für elektronische Rechnung stetig weiterentwickeln, unterscheidet sich die Verbreitung des digitalen Rechnungsversands global sehr stark. Treiber der Entwicklung hin zur Digitalisierung ist aber nicht mehr die Privatwirtschaft, sondern die öffentliche Hand. Besonders international agierende Unternehmen werden von dieser Entwicklung betroffen sein. Im Kampf gegen Steuervermeidung werden, global betrachtet, immer mehr digitale Belege verlangt werden.

Clearance-Syteme zwecks Datenaustausch

Laut Billentis wird die Tendenz in Zukunft dazu gehen, dass Daten über Clearance-Systeme der Steuerbehörden ausgetauscht werden. Bereits im Jahr 2025 dürfte Clearance das dominante System sein, das nur den Austausch elektronischer Dokumente erlaubt. Dieser Zwang zur Digitalisierung bietet jedoch große Einsparpotenziale. Dadurch sinken die Kosten allein schon zur Sicherstellung der Steuerkonformität im Vergleich zu Papierprozessen um 8 bis 38 Prozent. Dazu kommen noch weitaus höhere Einsparungen durch die Digitalisierung der Papierprozesse.

Grafik

Dabei wird die öffentliche Hand in Deutschland, Österreich und der Schweiz elektronische Rechnungen von ihren Lieferanten verlangen. Was in Österreich und der Schweiz schon Usus ist, wird auch die deutsche Bundesverwaltung bis 2020 nachholen, auch für darunterliegende Verwaltungsebenen wird dieses Vorgehen kommen.

Nicht eine Option, sondern die einzige Option

Dabei bietet der Umstieg auf die digitale Rechnung viel mehr Potenzial als nur Kosten zu senken. Mittlerweile sind neue Technologien verfügbar, die die Prozesse grundlegend neu aufbauen und modernisieren können. Wer vorausschauend handelt, kann sich also neben dem Kosten- auch einen Wettbewerbsvorteil verschaffen. Die digitale Transformation sei keine Option, sondern einzige Option, so das Resümee des Studienautors Bruno Koch.

„Immer mehr große Unternehmen im deutschsprachigen Raum entscheiden sich dafür, ihre Prozesse zu digitalisieren. Aus meiner Erfahrung aus zahlreichen EDI- und E-Invoicing-Projekten kann ich Entscheider nur ermutigen, diesen Schritt zu gehen. Vergleicht man Kosten und Nutzen einer Umstellung auf E-Invoicing im Vergleich zu Papierprozessen, so lassen sich bis zu 60 Prozent Einsparungen erzielen“, sagt Dariusz Biernacki, E-Invoicing-Experte bei Comarch.

Über die Studie: Die Studie wurde von einem unabhängigen und international erfahrenen Berater und Analysten von Billentis verfasst. Sie basiert unter anderem auf öffentlich zugänglichen Informationen, Marktumfragen durch Dritte, Erfahrungen aus Kundenprojekten und Gesprächen mit Anwendern und Anbietern von Lösungen. Die Billentis-Studie wurde von Comarch unterstützt.

Die Studie steht auf der Website von Comarch zum kostenlosen Download bereit.

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