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Berlecon/PAC: IT-Services-Preise bleiben unter Druck

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Berlecon/PAC: IT-Services-Preise bleiben unter Druck

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Eine neue Studie von Berlecon Research und Pierre Audoin Consultants (PAC) belegt Umsatzeinbußen bei vielen deutschen IT-Dienstleistern. Und der Preisdruck soll anhalten. Empfohlen wird eine weitere Industrialisierung des Geschäfts und ein Ausbau der Festpreiskompetenz. ­Laut einer heute von Berlecon Research und Pierre Audoin Consultants (PAC) veröffentlichten Studie verzeichnete der überwiegende Teil der deutschen IT-Dienstleister im Jahr 2009 deutliche Rückgänge bei Umsätzen und Erträgen. Insbesondere das Projektgeschäft litt unter der Kürzung der IT-Ausgaben in vielen Anwenderunternehmen, ein weiterer Rückgang der Preise auf allen Stufen der IT-Services-Wertschöpfung war die Folge. Die Analysten von PAC und Berlecon rechnen damit, dass der Druck auf die Preise auch in den nächsten Monaten weiter anhalten wird. Sie empfehlen daher den IT-Dienstleistern, die Industrialisierung des Geschäfts weiter voranzutreiben und insbesondere die Festpreiskompetenz auszubauen.

Für die aktuelle „Preisanalyse IT Services 2010“ haben PAC und Berlecon insgesamt 112 Marktakteure zu Stand und Entwicklung der Tagessätze im Projektgeschäft mit IT-Dienstleistungen befragt. Es wurden konkrete Preisdaten für acht Tätigkeiten und je drei Erfahrungsstufen (Junior, Expert, Senior) ausgewertet. Weitere zentrale Themen der Studie sind die Ausgaben- und Geschäftsentwicklung im IT-Services-Umfeld, die Relevanz verschiedener Sourcing-Trends sowie der Einfluss spezifischer Leistungs- und Projektmerkmale auf die Preisbildung.

Die Finanz- und Wirtschaftskrise wirkte sich im Jahr 2009 spürbar auf das Geschäft der IT-Dienstleister aus. Mehr als drei Viertel der befragten IT-Services-Anbieter verzeichneten Umsatzrückgänge. Im Projektgeschäft, das besonders stark von der wirtschaftlichen Talfahrt betroffen war, sind die Umsätze bei jedem zweiten Anbieter um mehr als fünf Prozent eingebrochen. Folgerichtig fielen in dem ohnehin aggressiven Marktumfeld die Preise. Im Saldo mussten die Anbieter auf allen Stufen der Wertschöpfung ­ von der Beratung über die Entwicklung bis hin zu Schulung und Administration ­ rückläufige Tagessätze hinnehmen.

Für die Geschäftsentwicklung 2010/2011 hoffen die Dienstleister auf eine Trendwende, insbesondere bei der Ausgabenentwicklung im Projektgeschäft. Einen Dämpfer erhalten diese Erwartungen allerdings durch die Einschätzung der Anwenderunternehmen. Speziell größ;ere IT-Anwender (ab 500 Mitarbeiter in Deutschland) die auch den Groß;teil des Marktvolumens repräsentieren, ­reagierten deutlich stärker und länger anhaltend auf die wirtschaftliche Talfahrt und teilen nicht die optimistischen Erwartungen der IT-Dienstleister. Stattdessen rechnen sie mehrheitlich mit stagnierenden IT-Services-Ausgaben und weiter fallenden Preisen.

Auch die Analysten von Berlecon und PAC erwarten für die nächsten Monate weiter anhaltenden Preisdruck. Dr. Andreas Stiehler, Director Research bei Berlecon: „Viele Unternehmen haben die Krise zum Anlass genommen, die Beschaffung von IT-Dienstleistungen zu professionalisieren und so die Preise zu drücken. So zeigen die Befragungsergebnisse eine Verlagerung der IT-Services-Ausgaben hin zu strategischen IT-Dienstleistern. Tobias Ortwein, Vice President PAC Deutschland, ergänzt: „Allein durch den Konsolidierungsprozess wird der Preiswettbewerb der IT-Services-Lieferanten angefacht. Hinzu kommt, dass für die Positionierung als „Preferred Supplier“ in der Regel spürbare Preisnachlässe eingefordert werden.“

Verschärften Preiswettbewerb durch Near- und Offshore-Angebote erwartet Andreas Stiehler nur für das Groß;kundensegment: „Es gibt zahlreiche Belege dafür, dass Groß;unternehmen und Konzerne ihre Offshore-Aktivitäten während der Krise ausgebaut haben. Dies spricht für ein insgesamt steigendes Offshore-Volumen. Die Befragungsergebnisse zeigen aber auch, dass sich das Offshore-Konzept trotz des immensen Kostendrucks in der Breite des Marktes bislang nicht durchgesetzt hat. Im Gegenteil: Viele Anwenderunternehmen nahmen die Krise zum Anlass, erste Pilotprojekte wieder einzustampfen und Kapazitäten, die in Near- und Offshore-Regionen zur Überbrückung von Ressourcenengpässen eingerichtet wurden, abzubauen.“

Die Befragungsergebnisse unterstreichen schließ;lich auch die hohe und weiter steigende Popularität der Festpreisabrechnung im IT-Services-Markt. Aus Sicht von PAC und Berlecon kann dieser Trend dazu beitragen, den Preisverfall zu mildern. Tobias Ortwein erläutert: „Im Fokus der Festpreisprojekte steht das Gesamtergebnis, das aus Anwendersicht mit möglichst geringen Kosten und Risiken erzielt werden soll. IT-Dienstleister können hier durch effiziente Prozessgestaltung höhere kalkulatorische Tagessätze erzielen.“ Um diese Chance zu nutzen und die mit der Festpreisabrechnung verbundenen Risiken zu minimieren, empfehlen die Analysten den Dienstleistern, die Industrialisierung auch im Projektgeschäft voranzutreiben und die Prozesskompetenz auszubauen.

Insgesamt raten die Analysten, die Preisentwicklung differenziert zu betrachten. Andreas Stiehler: „Schon die ausgewerteten Tagessätze weisen erwartungsgemäß; deutliche Unterschiede bei den Tätigkeiten und Erfahrungsstufen auf. Betrachtet man dann die Tagessätze noch für spezifische Branchen, Lösungen und Plattformen, wird das Bild weitaus vielschichtiger.“ Als Basis für eine dedizierte Benchmark-Analyse entwickelten die Analysten von PAC und Berlecon daher eine detaillierte Preisdatenbank mit mehr als 10.000 Referenzpreisen für unterschiedliche Preisdimensionen (Tätigkeiten, Branchen, Lösungen, Plattformen usw.). Die komplette Datenbank bzw. spezifische Einzelauswertungen können bei Berlecon und PAC bezogen werden. Darüber hinaus bieten die Analysten Workshops an, die Anwender bei der Entwicklung von individuellen Sourcing- bzw. Preisstrategien unterstützen.

Die „Preisanalyse IT Services 2010“ liefert Zahlen und Fakten zum tatsächlichen Preisniveau und der Entwicklung der Marktpreise für IT-Dienstleistungen in Deutschland. Inhaltliche Schwerpunkte sind die Tagessätze im Projektgeschäft, Status quo und Entwicklung des IT-Dienstleistungsgeschäfts sowie Einflussfaktoren auf die Preisbildung. Die Analyse basiert auf einer Befragung von 112 Marktakteuren in Deutschland, darunter 76 Anwenderunternehmen und 36 IT-Dienstleister, die unterschiedliche Branchen, Marktsegmente und Größ;enklassen repräsentieren. Bei der Befragung der Anwenderunternehmen wurden die Analystenhäuser durch das Marktforschungsinstitut Psephos unterstützt. Die Befragung wurde im ersten Quartal 2010 durchgeführt. Den Rahmen für die Anwenderbefragung lieferte das ICT Research Board von PAC und Berlecon. Das ICT Research Board ist eine Plattform für Befragungen, Experteninterviews und den Wissensaustausch zwischen CIOs und ICT-Entscheidern aus der DACH-Region mit den Analysten von Berlecon Research und Pierre Audoin Consultants (PAC).

 

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