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Bahnchaos in England: Kaputte Ticketautomaten und dann auch noch als Schwarzfahrer bestraft

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Bahnchaos in England: Kaputte Ticketautomaten und dann auch noch als Schwarzfahrer bestraft

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Stellen Sie sich vor: Sie wollen Bahn fahren – und können keine Fahrkarte kaufen. Genau das ist kürzlich in Großbritannien passiert. Die Ticket-Automaten funktionierten nicht. Viele verzweifelte Fahrgäste mit wichtigen Terminen stiegen trotzdem in den Zug – und mussten prompt eine Strafe zahlen. Diese Panne zeigt, wie massiv IT-Anwendungen heute unseren Alltag bestimmen: Pendler, Touristen und Gelegenheitsbahnfahrer hatten mit großen Unannehmlichkeiten zu kämpfen.

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Stellen Sie sich vor: Sie wollen Bahn fahren – und können keine Fahrkarte kaufen. Genau das ist kürzlich in Großbritannien passiert. Die Ticket-Automaten funktionierten nicht. Viele verzweifelte Fahrgäste mit wichtigen Terminen stiegen trotzdem in den Zug – und mussten prompt eine Strafe zahlen. Diese Panne zeigt, wie massiv IT-Anwendungen heute unseren Alltag bestimmen: Pendler, Touristen und Gelegenheitsbahnfahrer hatten mit großen Unannehmlichkeiten zu kämpfen.

Die britischen Bahn-Unternehmen verlassen sich – wie so viele andere Firmen – auf eine verschachtelte IT-Lieferkette, um Tickets zu verkaufen. Jeder einzelne Kaufvorgang erfordert viele Verzahnungen zwischen Anwendungen von Drittanbietern. Dazu gehören etwa die Verarbeitung von Kreditkarten-Informationen, Sicherheitsprüfungen oder Zusatzfunktionen. So werden häufig über 80 verschiedene Arten von Technologien verwendet wie Betriebssystem, Wi-Fi, JavaScript, Server, Code oder Datenbanken. Wenn nur ein Baustein dieser automatisierten Verkaufskette ausfällt, bleibt nur Schwarzfahren oder Zu-Spät-Kommen.

Ausfälle haben in der Regel immer ähnliche Ursachen:

Menschliche Fehler: Code für Software-Updates wird meist manuell geschrieben – vor allem, wenn viele Programmierer daran beteiligt sind, können Fehler passieren. Nicht sauber funktionierende Updates sollten sofort entdeckt und rückgängig gemacht werden.

Sicherheitsvorfall: Bei spektakulären Ausfällen denken viele als erstes an großangelegte Angriffe von außen. Doch es gibt auch Mitarbeiter, die Unternehmen intern schaden wollen. Angriffe jeder Art sollten sofort entdeckt werden.

Probleme in der Lieferkette: Es gibt viele Gründe für den Ausfall einzelner Dienste, etwa Stromausfall, Überlastung eines Servers oder Speicherprobleme. Ist nur ein Dienst eines Drittanbieters inaktiv, fällt meist die gesamte Lieferkette aus oder der Kunde bekommt nur deutlich zeitverzögert Antwort auf seine Anfrage, hier ein Bahnticket.

Im Falle des Fahrkarten-Problems in Großbritannien hatte wohl der Betreiber der Automaten Schwierigkeiten mit der Autorisierung der Kartenzahlungen. Diese Schnittstelle ist tatsächlich nicht ganz trivial. Das Einlesen der Karten in Echtzeit ist eine IT-Herausforderung.

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Darum ist es so aufwändig, stets perfekt zu performen: Schon der Kauf eines einfachen Bahntickets löst viele komplexe IT-Transaktionen aus.

Dazu kam, dass die britische Rail es auch nicht schaffte, ihre Schaffner ad hoc zu informieren. Auch diese sollten eigentlich mobil vernetzt und jederzeit erreichbar sein. Ein Problem, dass auch bei der Deutschen Bahn besteht, wie jeder Fahrgast aus leidvoller Erfahrung mit Schaffnern, Servicepersonal und Bahn-Apps weiß. In Deutschland bekommt man einfach nicht schnell genug wichtige Informationen bei Verspätungen zu neuen Anschlüssen oder besseren Umsteigpunkten angezeigt, von Platzreservierungen ganz zu schweigen…

Umfassende Überwachung

Auch wenn das Problem diesmal in UK an einem Drittanbieter-Service gelegen hat, ergießt sich die öffentliche Häme über den Betreiber, in diesem Fall das Bahn-Unternehmen. Ein umfassendes, zuverlässiges IT-Monitoring, das die exakte Fehlerursache feststellt und das Problem löst – und zwar innerhalb von Minuten, statt mehreren Stunden oder gar Tagen – hätte den Vorfall verhindert.

Dieses muss, unterstützt von künstlicher Intelligenz (KI), alle Transaktionen über jede einzelne Technologie hinweg überwachen. Dazu gehört eine tiefgehende Analyse der Maschine am Endpunkt, der Host-Infrastruktur, der Code-Zeilen und der Verbindungen zwischen allen Services und Prozessen. Dafür sind keine unübersichtlichen, ermüdenden Tabellen mehr nötig. Stattdessen gibt es virtuelle sprachbasierte Assistenten, die sofort Antworten auf Fragen geben wie: Was ist seit gestern Abend passiert? Gibt es irgendwelche Probleme? Sind alle Dienste performant? Dabei beheben sie sogar Standard-Fehler automatisch oder leiten bei fehlerhaften Services Anfragen an alternative Server oder Gateways weiter.

Fazit

Tatsächlich verlassen sich heute viele Unternehmen bei ihren Angeboten auf hunderte Drittanbieter. Aber oft ignorieren sie mögliche Probleme und reagieren erst, wenn sich die Kunden beschweren. Die Lektion ist einfach: Prüfen Sie nicht nur die eigenen, sondern auch alle damit vernetzten Systeme. Unternehmen sollten sich darüber im Klaren sein, dass Software unser Leben bestimmt und nicht ausfallen darf – ebensowenig wie die Strom- oder Wasserversorgung.

Dave Anderson

 Autor: Dave Anderson ist Digital Performance Expert bei Dynatrace.

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