Badminton: Verbesserter Aufschlag durch 3D-Bewegungsanalyse

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Badminton: Verbesserter Aufschlag durch 3D-Bewegungsanalyse

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Das australische Badminton-Team für die Olympischen Spiele in Rio bedient sich einer 3D-Motion-Capture-Analyse, um seine Leistungen zu verbessern. Die Wissenschaftler unter der Leitung der Edith Cowan University (ECU) ließen die Athleten während der Bewegungsanalyse den kurzen Aufschlag ausführen – eine Fähigkeit, um direkte Gewinnpunkte zu erzielen.
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Das australische Badminton-Team für die Olympischen Spiele in Rio bedient sich einer 3D-Motion-Capture-Analyse, um seine Leistungen zu verbessern. Die Wissenschaftler unter der Leitung der Edith Cowan University (ECU) ließen die Athleten während der Bewegungsanalyse den kurzen Aufschlag ausführen – eine Fähigkeit, um direkte Gewinnpunkte zu erzielen.

Vier der fünf australischen Badminton-Spieler die für die Olympischen Spiele in Rio ausgewählt wurden, nahmen an der Studie teil: Robin Middleton und Leanne Choo (gemischtes Doppel) zusammen mit Matt Chau und Sawan Serasinghe (Herrendoppel).

Die Wissenschaftler verwendeten dann das Vicon Motion- Analysesystem am Australischen Institute of Sport, um die Ganzkörper-3D-Kinematik sowie die Flugbahn, die Geschwindigkeit des Federballs und die Genauigkeit des Aufschlags zu vermessen

Um die optoelektronische Bewegungsanalyse vorzunehmen, wurde jeder Sportler an den Körperteilen mit Markern, kleinen Bällchen mit reflektiven Bändern, versehen. Marker wurden auch an Schläger und Federball angebracht. Dann kamen 20 Infrarot-Kameras zum Einsatz, um das von den Markern reflektierte Licht zu erfassen. Mithilfe einer Software wurden die entsprechenden Daten für die Erstellung der tatsächlichen Positionen im Raum  verarbeitet

Die Testergebnisse konnten dazu beitragen, die Technik der Athleten beim kurzen Aufschlag zu verbessern, so Dr. Jodie Cochrane Wilkie, School of Medical and Health Sciences an der ECU. Der kurze Aufschlag mit einer kürzeren und niedrigeren Flugbahn zielt auf den vorderen Teil des Courts und stellt damit eine effektive Strategie bei Doppels dar, sagt Dr. Cochrane Wilkie. Damit ein kurzer Aufschlag perfekt gelingt, versucht der Sportler den Federnball so niedrig und so nah am Netz wie möglich zu treffen, damit der Rückschläger den Ball von unten treffen muss. Das wiederum gibt der Gegenseite die Möglichkeit, den Ball aus vorteilhafter Position von oben ins Feld zu schmettern.

Andere Schritte in der Forschung betrafen wertvolle Video-Feedback-Sessions für Athleten und Trainer, aus denen heraus sie Strategien für die Verbesserung der Technik ausarbeiten können. „Wir interpretieren die Information und legen fest, welche Technik zu besserer Leistung führt,“ sagt Dr. Cochrane Wilkie. „Wir arbeiten dann mit den Athleten daran, ihre Technik zu verbessern und führen Trainingspläne ein, um ihre Fähigkeiten zu verbessern“

Nach den Spielen in Rio planen die Wissenschaftler weitere Tests, um auf den bereits gewonnenen Erkennissen aufzubauen. Die Arbeit ist Teil zweier Förderprojekte: ECU Industry Collaboration Grant und Badminton World Federation Grant.

Bild: Doppelspielerin Leanne Choo mit Markern beim Ausführen des kurzen Aufschlags. Credit: ECU.

 

Zusammengestellt und übersetzt aus: Teresa Belcher, 3D video serves up top badminton players for Rio, Science Network Western Australia, http://www.sciencewa.net.au/

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