18.01.2010 – Kategorie: Fertigung, IT

Ausfall im Systembetrieb: Unternehmen fürchten direkte Umsatzeinbußen

Fallen kritische Bestandteile des IT-Systembetriebes aus, ist die größte Sorge deutscher mittelständischer Betriebe, dass es wegen der Nichterreichbarkeit zu direkten Umsatzeinbußen kommt. Gut ein Viertel der im Rahmen der Umfrage „Ein krisenreiches Jahrzehnt neigt sich dem Ende – wie steht es um die IT-Verfügbarkeit?“ befragten Geschäftsführer und Vorstandsvorsitzenden entschied sich für diese Antwortmöglichkeit. Durchgeführt wurde die Studie vom Frankfurter Arago Institut für komplexes Datenmanagement. Für knapp ein Fünftel der Unternehmensverantwortlichen liegt das Hauptproblem darin, dass Fachabteilungen in der Phase der Fehlersuche, -analyse und -behebung nicht auf notwendige Applikationen zugreifen und aus diesem Grund keine Geschäftsabschlüsse tätigen können. „Können Fachabteilungen nicht auf ihre spezifischen Anwendungen zugreifen, ist das fast so schlimm wie die Nichtverfügbarkeit der Unternehmens-Homepage. Zwar sieht der Kunde das nicht sofort, aber er wird relativ rasch merken, dass auf seine Wünsche und Anforderungen nicht eingegangen werden kann“, fasst Arago-Vorstand Martin Friedrich zusammen.

Treten die beiden genannten Schwierigkeiten eher kurzfristig auf und betreffen direkt das Verhältnis zum Kunden, sind weitere Aspekte längerfristiger Natur und beziehen sich auf interne Prozesse. 17 Prozent vertreten die Meinung, dass aufgrund der Fehler und Störungen im Systembetrieb der Hauptteil des IT-Budgets in dessen reine Erhaltung investiert wird. „Das bindet finanzielle Ressourcen, die für Neuentwicklungen notwendig wären“, so Martin Friedrich. Weitere 14 Prozent sehen das Hauptproblem darin, dass Fachkräfte derart in die Aufrechterhaltung der Basis-IT eingebunden sind, dass sie keine Möglichkeit haben, neue Ideen zu entwickeln, die das Unternehmen voran bringen könnten.

Auß;erdem wurden als Antworten genannt: Der Imageverlust bei Kunden (14 Prozent) und die geringe Transparenz, was Dokumentation und Nachvollziehbarkeit der einzelnen Aktionen angeht (zehn Prozent). „Das geht natürlich zu Lasten der IT-Compliance eines Betriebes. Aufgrund verschärfter Haftungsregeln für Geschäftsführer und Vorstände sollten die Verantwortlichen genau diesen Aspekt nicht unterschätzen. Obwohl dies mittlerweile bekannt sein sollte, wird dieses Thema immer noch relativ stiefmütterlich behandelt – was die Studie ja auch zeigt.“

Das Ergebnis im Einzelnen:

Frage: Welche der hier aufgeführten Folgen einer mangelnden Verfügbarkeit von IT-Systemen hat Ihrer Meinung nach einen hohen Stellenwert?

1. Durch Nichterreichbarkeit der Systeme durch den Kunden entstehen direkte Umsatzeinbuß;en (26 Prozent).

2. Fachabteilungen können nicht auf notwendige Applikationen zugreifen und generieren deshalb weniger Umsatz (19 Prozent).

3. Der Hauptteil des IT-Budgets wird in die reine Erhaltung des IT-Betriebes investiert. Das bindet finanzielle Ressourcen, die für Neuentwicklungen notwendig wären (17 Prozent).

4. Die IT-Fachkräfte sind hauptsächlich damit beschäftigt, die IT am Laufen zu halten und haben damit keine Möglichkeit, neue Ideen zu entwickeln (14 Prozent).

5. Imageverlust beim Kunden (14 Prozent).

6. Dokumentation und Nachvollziehbarkeit des Betriebes haben eine geringe Transparenz. Darunter leidet die Sicherheit im Sinne der Compliance (10 Prozent).

Info: http://www.arago.de/


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