digitalbusiness CLOUD 03/2018

Liebe Leserinnen, liebe Leser,jetzt ist sie Pflicht, die Datenschutz-Grundverordnung: Sind Sie gerüstet für mehr
Sicherheit? Erstaunlich, welche Märchen und Befürchtungen im Vorfeld des
25. Mai noch eiligst verbreitet wurden, um einen schnellen Euro mit
technischen Dienstleistungen oder Rechtsberatung zu machen. DIGITAL BUSINESS listet nochmals auf, wo Sie genauer hinschauen müssen, wenn Sie Personendaten verarbeiten. Sehen Sie deren Sicherheit nicht nur als
lästige Pflicht, sondern auch als Chance, für Vertrauen gegenüber
Kunden zu werben: Nicht erst durch Facebooks Datenhändel sind
Verbraucher und Geschäftskunden hellhörig geworden und wollen mehr wissen, was mit ihren Daten passiert. Clevere Unternehmen nehmen diese Sorgen ernst und stehen ihnen mit Rat, Tat, verständlichen Erklärungen und praktischenTipps zur Seite (ab S. 38).
Datenschutz sollte sich im Unternehmen jedoch nicht nur auf Personenangaben beziehen. Immer öfter speichern Unternehmen Finanz-, Kunden-, Produktionsdaten aus Maschinen und anderen technischen Systemen. Die Kunst ist, diese Daten erstens zu harmonisieren und zweitens in die Warenwirtschafts- und Planungsprogramme einfließen zu lassen, um sie an jedem Punkt der Wertschöpfungskette für Mitarbeitende verfügbar zu machen. So können Leistungen optimiert werden, vor allem aber wachsen Effizienz und Produktivität. Nicht zuletzt brauchen auch diese Daten einen hohen Schutz: Der beginnt in den Werkshallen direkt bei den Maschinen und endet sicher nicht schon bei den Zugriffsregeln für Dienstleister (S. 12, 15, 16).
Ein Thema von DIGITAL BUSINESS möchte ich Ihnen ans Herz legen: die Story über das Initial Coin Offering (ICO) von Welt der Wunder. Gründer Hendrik Hey hat seine eigene Krypto­währung entwickelt und baut nun an einer Plattform für den Medienhandel. Das notwendige Kapital will er sich durch den Verkauf seiner Medien-Währung verschaffen. Klingt noch arg nach Trend. Aber wie Hey interessieren sich immer mehr Mittelständler für diese neue Finanzierungsform. Jedem Unternehmen, jeder Organisation eine eigene Währung? Darüber lohnt es sich nachzudenken. Im Ernst. Und jenseits von Bitcoin-­Haussen, Ether-Hypes und Millionenträumereien von US-Start-ups. Durch den Mittelstand könnte diese Finanzierung an Bedeutung gewinnen und ihren windigen ­Hype-Charakter verlieren. Und  vor allem endlich die Chancen und Herausforderungen von Kryptogeld breiteren Kreisen näher bringen: Hier öffnet die Digitalisierung nämlich eine Welt, in der Gewohnheiten stark in Frage gestellt und überdacht werden müssen. Wem nutzt eigentlich Geld? Und wie entsteht es? Faszinierend – oder nicht? (ab S. 26)
In diesem Sinne – frohes Schaffen und angenehme Lektüre

Themenhighlights

  • Industrie 4.0 – Datenmanagement
  • Open Data
  •  Initial Coin Offering (ICO)
  • Low Code

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