Zehn Jahre T-Labs

Mobiles Bezahlen, Social TV, Surfen im Flugzeug, Geschwindigkeitsrekord bei der Datenübertragung und, und, und ... Auf die Entwicklung dieser und anderer Produkte der Telekom hatten die Telekom Innovation Laboratories (T-Labs) entscheidenden Einfluss. In den zehn Jahren ihres Bestehens haben die T-Labs zahlreiche Produkte entwickelt und zudem wesentliche Beiträge durch angewandte Forschung und Innovation geleistet. Die T-Labs gehörten zu den ersten in der neuen High-Tech-Szene, die sich vor zehn Jahren in Berlin entwickelte. Nach dem Berliner Modell haben sie auch Standorte im Ausland gegründet: 2006 gingen sie in Israel die Kooperation mit der Ben-Gurion-Universität ein. Und über die 2009 gegründete Außenstelle im Silicon Valley hat die Telekom einen direkten Zugang zur größten Startup- und Tech-Community der Welt.

"Die T-Labs spielen für uns als zentrale Forschung- und Entwicklungseinheit der Telekom eine entscheidende Rolle", erklärt Tim Höttges, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Telekom. "Die Labs sind unser Sensorium. Sie helfen uns, die Veränderungen in der Welt zu erkennen - und zu verstehen. Dafür brauchen wir Visionäre und Zukunftsdenker mehr denn je."

Im Rahmen dieser Aufgabe machen die T-Labs interne wie externe Innovationen für den Konzern und seine Kunden nutzbar. Zum Beispiel wurden gemeinsam mit der Mozilla Foundation wesentliche Bestandteile des mobilen Betriebssystems Firefox OS entwickelt. Der Prototyp der digitalen Brieftasche wurde ebenso in den T-Labs entworfen wie die virtuelle Set-Top Box, die Funktionalitäten des Medien-Receivers von Entertain, dem TV-Produkt der Telekom, in die Cloud verlagert. Und Telekom-Initiativen vom vernetzten Auto (Connected Car) oder zur Heimvernetzung (Qivicon) nahmen ihren Anfang in den T-Labs.

Diese Entwicklungsarbeit wird auch in der Zahl der Patentanmeldungen sichtbar: Seit ihrem Bestehen haben die T-Labs über 900 nationale und internationale Erfindungen zum Patent angemeldet. Aktuell sind die T-Labs an jeder zweiten Patentanmeldung der Telekom beteiligt.

Zukunftsmodell Public Private Partnership

Die Arbeit der T-Labs und ihre Zusammenarbeit mit Universitäten, insbesondere der TU Berlin als Public Private Partnership (PPP) am Hauptstandort Berlin, wird nicht nur intern geschätzt. "Die aus den T-Labs entstandenen Produkte zeigen die Potenziale der engen Zusammenarbeit von Wissenschaft und Wirtschaft auf. Der Ansatz der T-Labs, Innovationen zu entwickeln und schnell in die Abläufe eines Konzerns zu integrieren, ist beispielhaft für zukunftsweisendes Handeln", sagt Prof. Dr. Johanna Wanka, Bundesministerin für Bildung und Forschung. "Die T-Labs leisten einen wichtigen Beitrag, um die europäische Souveränität im digitalen Raum zu stärken." Das Konzept des PPP ist übrigens als Best Practice in den aktuellen Koalitionsvertrag eingeflossen und diente beim nationalen BMBF Förderprogramm Forschungscampus als Vorbild.

Zukunftsprojekt Netz

Ein Schwerpunkt der T-Labs ist die Arbeit am Netz der Zukunft. Software Defined Networks (SDN) ist eine der Schlüsseltechnologien, um durch Virtualisierung und Automatisierung der Infrastruktur das Netz der Telekom effizienter und flexibler zu machen. Für Kunden bedeutet das zum Beispiel, dass Dienste gebucht und in Sekundenschnelle genutzt werden können, dass Services aus dem heimischen Netzwerk mobil mitgenommen werden oder dass sich Geräte ganz einfach selbst konfigurieren können. Die T-Labs realisieren bereits erste Prototypen in Testumgebungen wie zum Beispiel für SDN-basierte Heimnetze. Die Entwicklungen rund um SDN fließen auch in die erste Pilotimplementierung der Telekom in Kroatien sowie in die Idee der geplanten "Steckerleiste" ein, über die die Telekom Produkte von Partnern schnell in ihrem Netz anbieten kann. Die Weiterentwicklung des Netzes war auch in der Vergangenheit eine Kernaufgabe der T-Labs. So schufen sie die Voraussetzungen für die Ausstattung der ICEs mit WLAN und realisierten den Übertragungsweltrekord, bei dem im Jahr 2012 erstmals 512 GBit/s über einen Wellenlängenkanal in einer Glasfaser gesendet wurden.

Die T-Labs

Die Telekom Innovation Laboratories sind an den Standorten Berlin, Bonn, Darmstadt, Be‘ersheva und Tel Aviv (Israel) sowie Mountain View (USA) vertreten. Dort arbeiten rund 500 Experten, Wissenschaftler aus über 25 Nationen und Jungunternehmer zusammen. Über An-Institute sind die T-Labs mit der TU Berlin und der Ben Gurion Universität verbunden. Zudem unterhalten die T-Labs ein Netzwerk aus Startups und haben erfolgreich eine Reihe von Venture-Unternehmen ausgegliedert. 


 

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