VOICE begrüßt Richtlinie zum Breitbandausbau

VOICE Bundesverband der IT-Anwender e. V. begrüßt die vom Kabinett verabschiedete Richtlinie zum Breitbandausbau in Deutschland. Die 2,7 Milliarden Euro Fördervolumen sind eine absolut sinnvolle Investition in die Zukunft des Standort Deutschlands. Allerdings sollte die Bundesregierung gegebenenfalls bereit sein, noch mehr Geld in die Hand zu nehmen.

Die heute vom Kabinett verabschiedete und vom Ministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur erarbeitete Richtlinie „Förderung zur Unterstützung des Breitbandausbaus in der Bundesrepublik Deutschland“ stellt den dringend benötigten Impuls für den Breitbandausbau dar. Gerade durch die gezielte Förderung für Ausbauprojekte in Gebieten, die für die Infrastrukturanbieter normalerweise nicht attraktiv sind, haben Bürger und Unternehmen künftig auch dort die Möglichkeit, schnelle Internet-Verbindungen zu nutzen. „Das ist ein starkes Signal für den bevorstehenden IT-Gipfel. Die Bundesregierung zeigt damit, dass sie der im letzten Jahr beschlossenen digitalen Agenda konkrete Maßnahmen folgen lässt. Das war dringend notwendig. Es trägt zur Glaubwürdigkeit der digitalen Agenda und der des IT-Gipfels bei“, erklärte Dr. Thomas Endres, Vorsitzender des Präsidiums von VOICE.

Mehr Fördermittel, wenn nötig

Die Bundesregierung sollte aber bereit sein, so Endres weiter, mehr Fördermittel bereitzustellen, wenn sich herausstellt, dass die Breitbandvollversorgung gerade in ländlichen Gebieten aufwendiger werde als heute prognostiziert. „Mehr Geld wird gegebenenfalls auch nötig, wenn der Breitbandausbau bis 2018 nicht wie geplant abgeschlossen werden kann. Man darf den flächendeckenden Ausbau nicht auf die lange Bank schieben. Breitbandige und überall verfügbare schnelle Internetverbindungen sind eine Grundvoraussetzung für die digitale Transformation und die Teilhabe von Unternehmen und Bürgern. Ohne sie bleiben die meisten Visionen einer digitalisierten Gesellschaft und große Teile der digitalen Agenda Makulatur.“ VOICE weist außerdem darauf hin, dass der Breitbandhunger nicht automatisch bei 50 Megabit pro Sekunde gestillt ist. „Der Bedarf wächst mit künftigen Anwendungen“, warnte Endres. Die digitale Infrastruktur sei genauso zu betrachten wie andere Infrastrukturen, etwa das Schienen- oder Straßennetz. „Da ist sich auch jeder im Klaren, dass hier eine Einmalinvestition nicht ausreicht.“

 

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