VOI begrüßt neues Rechnungsformat ZUGFeRD 1.0

Der VOI e.V. (Fachverband für Anwender und Anbieter im Bereich Enterprise Information Management) begrüßt die offizielle Freigabe des neuen elektronischen Rechnungsformates "ZUGFeRD" in der Version 1.0, das auf den Standards XML und PDF/A basiert. Die Einführung des ZUGFeRD-Formates wird die Umstellung von der Papier- auf die E-Rechnung erheblich erleichtern, was insbesondere kleinen und mittelständischen Unternehmen und der öffentlichen Verwaltung Vorteile bringen wird.

Anbieter von Software und Lösungen für Dokumentenverwaltung und Archivierung, von denen knapp 200 im VOI organisiert sind, erhoffen sich dadurch neue Absatzmöglichkeiten und Geschäftspotentiale rund um Rechnungsprozesse. Wie der VOI meldete, will der Verband die Markteinführung und das flächendeckende Rollout von ZUGFeRD weiter intensiv unterstützen. So sind in den nächsten Monaten unter anderem weitere Integrations-Workshops und eine entsprechende Software-Zertifizierung von ZUGFeRD-Lösungen durch VOI Cert geplant. Rund 32 Milliarden Rechnungen werden jährlich in Deutschland ausgetauscht, davon weniger als zehn Prozent davon auf elektronischem Weg. Das wird sich zukünftig ändern.

Gemeinschaftliche Entwicklung des ZUGFeRD-Formats

Entwickelt wurde das ZUGFeRD-Format vom Forum elektronische Rechnung Deutschland (FeRD), unter dem Dach der vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie geförderten Arbeitsgemeinschaft für wirtschaftliche Verwaltung (AWV e.V.). Außerdem waren Unternehmen aus der Automobilindustrie, der Konsumgüterbranche, dem Bankensektor, dem Gesundheitswesen, der Software-Industrie, aber auch die öffentliche Verwaltung an der Entwicklung beteiligt. Seit 2012 engagiert sich auch der Fachverband VOI e.V. aktiv im FeRD und fördert damit die elektronische Rechnung.

"Mit ZUGFeRD Version 1.0 wird der Austausch von strukturierten elektronischen Rechnungen in Wirtschaft und Verwaltung vereinfacht und wir verfügen damit bereits heute über ein einheitliches Datenformat für elektronische Rechnungen, das in enger Kooperation zwischen Wirtschaft und Verwaltung entwickelt wurde", erklärt Stefan Engel-Flechsig, Leiter des Forums elektronische Rechnung Deutschland (FeRD) anlässlich einer Pressekonferenz am 25. Juni im Bundespresseamt in Berlin.

Die Einschätzung von VOI-Vorstandsmitglied Marcus Hartmann: "Mit der Veröffentlichung von ZUGFeRD Version 1.0 ist nun eine zentrale Rahmenbedingung für die nachhaltige Umsetzung von elektronischen Rechnungsprozessen geschaffen worden. Das Format bringt die erforderliche Sicherheit und Zuverlässigkeit für die anstehenden Investitionen in Softwareprodukte und konkreten Kundenanwendungen sowohl auf Anwender- wie auf Anbieterseite".

Die Erfahrungen mit kleinen und mittleren Unternehmen zeigen, dass ein elektronischer Rechnungsversand 70 bis 80 Prozent der Kosten gegenüber manueller Bearbeitung einspart. Neben dem Kostensenkungspotenzial sind kürzere Bearbeitungsprozesse und schnellere Zahlungen von Anwendernutzen. Durch das einheitliche Format können Rechnungen zwischen Unternehmen ab sofort schnell und komfortabel ausgetauscht werden. Besonders hervorzuheben ist darüber hinaus  die grenzüberschreitende Nutzbarkeit von ZUGFeRD, da es auf dem von UN/CEFACT entwickelten Standard zur Cross Industry Invoice (CII) sowie auf dem durch das europäische Standardisierungsgremium CEN entwickelten Message User Guides (MUG) basiert. (sg)

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