Trend Micro gibt Tipps für sichere Online-Einkäufe

Immer mehr Menschen kaufen über das Internet ein. Dazu brauchen sie nicht einmal mehr einen Computer oder ein Notebook. Wie eine Studie von comScore zeigt, wird inzwischen jeder zehnte US-Dollar für Online-Käufe über mobile Geräte ausgegeben. Doch die Daten, die man beim Online-Shopping angeben muss, wie Name, Anschrift, E-Mail-Adresse und Kreditkartendaten, können zum Angriffsziel von Cyberkriminellen werden.

Höchste Zeit also, sich Gedanken zu machen, bevor man auf Online-Einkaufstour geht, besonders in der Vorweihnachtszeit. Trend Micro gibt daher in einem eGuide Tipps, wie Online-Nutzer beim Einkaufen sowohl ihre Daten als auch ihr Geld schützen.

In der Vorweihnachtszeit reiben sich nicht nur die Händler, sondern auch Cyberkriminelle die Hände, warnt Udo Schneider, Sicherheitsexperte und Pressesprecher bei Trend Micro: „Dass Weihnachtsmärkte ein ‚beliebter Arbeitsplatz‘ für Langfinger sind, die es im Getümmel auf Handtaschen und Geldbörsen abgesehen haben, ist bekannt. Doch gerade bei Einkäufen im Internet wird die Gefahr immer größer: Zum einen kaufen immer mehr Menschen online ein. Zum anderen können die Daten, die man beim Online-Shopping angeben muss, zum Ziel von Cyberkriminellen werden. Damit Weihnachten nicht zum ‚Fest der Diebe’ wird, sollten Benutzer einige grundlegende Tipps befolgen, die Trend Micro in einem kleinen eGuide zusammengestellt hat.“

In dem eGuide "Sicheres Einkaufen im Internet" werden fünf Tipps für sicheres Online-Shopping vorgestellt:

1. Privatsphäre statt Öffentlichkeit

Öffentliche Hotspots und Netzwerke verführen Sie vielleicht dazu, unterwegs schnell mal Einkäufe zu erledigen. Doch möchten Sie Ihre Kreditkartendaten wirklich in einem Netzwerk preisgeben, auf das jeder, also auch jeder Kriminelle, problemlos zugreifen kann? Wenn Sie mit dem gleichen Netzwerk verbunden sind, können Cyberkriminelle Ihre Sitzungen ausspionieren, Ihre Daten entwenden und Ihre Konten kapern.

Wenn Sie über einen öffentlichen Computer auf Ihre Online-Konten zugreifen, erhöhen Sie damit das Risiko, dass Ihre Konten gehackt und Ihre Daten entwendet werden. Öffentliche Computer können auch mit Malware infiziert sein. Kaufen Sie nur im Internet ein, wenn Sie wissen, dass die Ver-bindung über ein sicheres Netzwerk hergestellt wird. Solange Sie Ihr Gerät und Ihr privates Netzwerk vor Eindringlingen schützen, können Sie sicher und unterbrechungsfrei einkaufen.

2. Lesezeichen und seriöse Apps

Falls Sie regelmäßig auf bestimmten Websites einkaufen, erstellen Sie Lesezeichen für den nächsten Besuch. Cyberkriminelle machen sich Tippfehler bei der Eingabe zunutze, die Sie auf gefälschte Websites führen. Die Ergebnisse von Suchmaschinen können auch so manipuliert werden, dass die bösartigen Websites zu Beginn der Liste angezeigt werden. Dass Sie auf einer falschen Website sind, stellen Sie eventuell erst fest, wenn es bereits zu spät ist.

Da immer mehr Websites Zugriff für mobile Geräte bieten, lohnt es sich auch, nach Möglichkeit offizielle Apps zu verwenden. Ebenso wie Lesezeichen verringern Apps das Risiko, dass Sie versehentlich eine bösartige Website aufrufen, insbesondere weil es schwieriger ist, gefälschte Seiten auf dem kleinen Display eines mobilen Gerätes zu erkennen. Sie müssen nur sicherstellen, dass die App, die Sie herunterladen, von der Website selbst stammt. Auch hier sind Fälschungen leider gang und gäbe

3. Vorsicht bei Sonderangeboten

Beim Online-Shopping werden Ihnen Rabatte, Gutscheincodes und Gratisproben angeboten. Leider sind auch viele gefälschte Angebote und Betrugsversuche dabei. Man kann sich leicht von Angeboten blenden lassen, die ein Schnäppchen versprechen. Vertrauen Sie daher nur Sonderangeboten, die von renommierten Online-Händlern stammen. Im Gegensatz zu unbekannten Websites bieten etablierte Websites mehr Möglichkeiten zum Schutz Ihrer Daten.

Für Werbeaktionen oder zum virtuellen Einkaufen sind auch QR-Codes inzwischen weit verbreitet. Dies können sich Kriminelle zunutze machen, indem sie QR-Codes in Umlauf bringen, mit denen Malware auf Ihre Geräte heruntergeladen wird oder die Sie auf Phishing-Websites führen. Überprüfen Sie die QR-Codes vor dem Einscannen. Suchen Sie nach genaueren Informationen wie Markennamen oder Beschreibungen.

4. Achten Sie auf Ihre Brieftasche

Es geht um Geld. Deshalb ist der Bezahlvorgang meistens der Teil des Online-Einkaufs, der die meisten Nerven kostet. Verwenden Sie niemals eine Zahlungsmethode, die keinen Käuferschutz bietet. Von Überweisungen und Zahlungsanweisungen wird abgeraten, da Sie nach dem Versand keine Möglichkeit haben, das Geld zurückzuerhalten. Dies ist einer der Gründe, warum Betrüger diese Zahlungsmethoden bevorzugen.

Wählen Sie immer Kreditkartenzahlung oder renommierte Zahlungsseiten wie PayPal. In diesem Fall sind Sie besser geschützt, falls es ein Problem mit Ihrer Transaktion geben sollte. Achten Sie darauf, dass Sie sich bei der richtigen Website anmelden. Websites mit Zahlungsfunktionen stehen bei Cyberkriminellen besonders hoch im Kurs. Bei mobilen Geräten gibt es andere Zahlungsmöglichkeiten, zum Beispiel Google Wallet, NFC oder sogar SMS. Doch wie die anderen Zahlungsarten sind auch diese mit Risiken behaftet.

5. Achten Sie auf eine sichere Umgebung

Auch beim entspannten Einkaufen im Internet sind Sie nicht allein. Externe Faktoren können immense Auswirkungen auf die Sicherheit Ihres Einkaufs haben. Auch wenn Sie nur auf rechtmäßigen Websites einkaufen, kann ein infizierter Computer erheblichen Schaden anrichten. Daher müssen Sie jeden Teil Ihrer digitalen Welt absichern: Schützen Sie Ihre Geräte, mit denen Sie online gehen, verwenden Sie komplexe Kennwörter und lesen Sie das Kleingedruckte.

Die Tipps sind dem eGuide "Sicheres Einkaufen im Internet" von Trend Micro entnommen. (sg)

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