Sexologin ist sicher: VR-Erotik beflügelt die Lust

Virtual Reality (VR) ist kaum noch wegzudenken: Die vielversprechendste Technologie der letzten Jahre dominiert die tägliche Berichterstattung und eröffnet einzigartige Wege, sowohl für die Gaming- als auch für die Erotik-Industrie. Vor allem letztere hat VR bereits sehr früh adaptiert, was bald auch für andere Bereich nützlich sein könnte. Denn Psychologen und Therapeuten sehen in der Sextech (technosexuality) das Potential die neuen Erlebnisdimension nutzbar zu machen, um Menschen zu helfen. Paartherapie, erektile Dysfunktion oder soziale Phobie; Dr. Holly Richmond, Psychologin und zertifizierte Sextherapeutin ist überzeugt, dass die Behandlung solcher Probleme in Zukunft durch VR unterstützt wird.

Dr. Holly Richmond, Psychologin und zertifizierte Sextherapeutin.

Erwachsenenunterhaltung mit Mehrwert

Technik-pessimistische Experten sehen VR-Erotik häufig als Trend zur zwischenmenschlichen Isolation. Ganz anderer Meinung ist dagegen Dr. Holly Richmond. Denn aus der klinischen Perspektive betrachtet, bietet VR zahlreiche und bisher einzigartige Chancen Störungen, Ängste oder paarspezifische Probleme zu therapieren.

Diese Technologie ermöglicht demnach eine perfekte Symbiose aus Unterhaltung und Sexual-Pädagogik. Denn anstatt einfach zuzuschauen, finden sich Nutzer von VR-Erotik mitten in der Szene wieder und erleben das Liebesspiel aus nächster Nähe. Genau in diesem Gefühl des „Eintauchens“ in eine andere Welt schlummert so viel Potential und fördert den Prozess der Heilung.

 

 

Besonders Damen profitieren dadurch, so Richmond. Denn ein Video aus der Perspektive einer Darstellerin zu sehen, verhilft Frauen zu einer intensiveren Auseinandersetzung mit dem eigenen Empfinden und der Wiederentdeckung von Lust. Auch bei der Bekämpfung von sexuellen Traumata oder der Förderung von Empathie bietet VR eine ideale Ergänzung. Praxisnahes Beispiel: Ein großer, kräftiger Mann schaut sich einen erotischen Rundum-Clip aus der Perspektive einer zierlichen Frau an und umgekehrt. Also eine Hilfestellung, die jedem Therapeuten zugutekommen.

Branche wird profitieren

Richmond sieht neben dem Nützlichen auch das Angenehme: Denn für sie ist Sex immer guter Sex, solange er befriedigend und ungezwungen geschieht. Daher ist die Möglichkeit, die eigenen Wünsche und Vorlieben in VR auszuprobieren, ideal für ein besseres Verständnis des eigenen Körpers und der Psyche, was unweigerlich zu einem größeren Selbstwertgefühl führt. Aufgrund der Fülle an Vorzügen, werden Menschen auch eher dazu bereit sein, Geld für 3D-Filme auszugeben. Eine Tatsache, die auch der Branche helfen wird, stets hochqualitative Inhalte auf dem technisch neuesten Stand zu produzieren.

Über RealityLovers

RealityLovers, ausgezeichnet mit dem VENUS Award als das „Innovativste Produkt 2016“, bietet Erotikfilme in FullHD für virtuelle Realität an. In der 180-Grad-Perspektive erleben Nutzer die Geschehnisse aus der Sicht der Darsteller und nehmen so aktiv am Liebesspiel teil. Interessierte wählen zwischen unterschiedlichen Abonnement-Angeboten aus.

(jm)

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