SEO-Tipps für Google+-Profile von Unternehmen

Unternehmen, die in ihrer Social-Media-Strategie auf ein Google+-Profil verzichten, verschenken wertvolles Potenzial. Denn richtig gepflegt, wirkt es sich nicht nur positiv auf das Firmenimage aus, sondern verbessert auch die Sichtbarkeit von Unternehmen im Internet. Um jedoch von den Vorteilen einer Google+-Präsenz zu profitieren, müssen Firmen bei der Pflege ihrer Profile einige Punkte beachten. Die Online Marketing-Agentur Löwenstark hat die aktuellen SEO-Tipps zur Optimierung von Google+-Unternehmenswebsites zusammengefasst.

Noch ein soziales Netzwerk? Auch heute noch sind viele Unternehmen skeptisch, was Google+ angeht. Dabei liegen die Vorteile eines Corporate-Profils auf Google+ auf der Hand: Regelmäßig gepflegt, kann es zum Aushängeschild von Unternehmen werden und einen image- und umsatzfördernden Effekt haben. Die größte Stärke von Google+ liegt jedoch in seiner crawlerfreundlichen Gestaltung: Eine Präsenz auf Google+ kann dabei helfen, Sichtbarkeit und Ranking von Unternehmen in der Google-Suche zu verbessern. Denn Google hat sein soziales Netzwerk so angelegt, dass die dort veröffentlichten Beiträge eigenständig in den Google-Suchergebnissen aufgelistet werden. 

Doch nur einen Account anzulegen, reicht nicht aus. Nur Unternehmen, die aktiv und gekonnt ihre Google+-Profile nutzen, kommen in den Genuss all der Vorteile, die Google+ mit sich bringt. Laura Wittig, Bereichsleiterin Social Media Marketing bei der Internetagentur Löwenstark (http://www.loewenstark.com), präsentiert zehn Tipps dazu, wie Unternehmensprofile auf Google+ optimiert werden können.

Tipp 1: Kein Copy & Paste 

Inhalte von Facebook und anderen sozialen Netzwerken 1:1 zu kopieren, ist tabu. Nutzer dürfen nicht das Gefühl bekommen, dass die Social-Media-Arbeit automatisiert abläuft. „Ein erfolgreiches Engagement auf Google+ benötigt eigenständigen Content“, betont die Expertin Wittig.

Tipp 2: Qualitativ hochwertigen Content verbreiten

Content ist King: Nur Beiträge, die interessante und relevante Informationen für die eigene Zielgruppe bieten, werden von dieser gern gelesen, geteilt, kommentiert und mit +1-Bewertungen honoriert. „Guter Content ist daher der beste Weg, um von den Usern und von Google selbst wahrgenommen zu werden“, schlussfolgert Wittig. Außerdem sollten Bilder integriert werden, da sie zu einem 69 Prozent höheren Viralitätsfaktor führen.

Tipp 3: Den richtigen Content finden

Was interessiert die User? Laura Wittigs dritter Tipp klingt simpel: „Schauen Sie Ihrer Zielgruppe auf den Mund. Meistens sagen Ihre Follower in Kommentaren von ganz alleine, was sie interessiert und was nicht. Darauf können Sie redaktionell aufbauen.“ Auch ein Blick auf die Google+ Präsenzen von Wettbewerbern liefert Anregungen.

Tipp 4: Kommunikation der Zielgruppe von Google+ anpassen

Mundgerecht servieren: Google+ dient eher zum Austausch von Informationen, Facebook hingegen zur Pflege von sozialen Kontakten. Daher sollten Informationen, die über Google+ gepostet werden, in erster Linie einen informativen Charakter haben. Der Spaßfaktor spielt hier eine geringere Rolle als bei Facebook-Posts. Bei der Aufbereitung der Inhalte ist zudem darauf zu achten, dass die Nutzerstrukturen der beiden sozialen Netzwerke unterschiedlich sind: So ist Google+ mehr männer- und technologielastig.

Tipp 5: Mehrwert bieten und Vorteile präsentieren

Was viele Unternehmen nicht berücksichtigen: Ein +1-Vote ist noch längst kein aktiver Follower. User, die eine +1-Bewertung abgegeben haben, müssen das Unternehmen aktiv in ihre Kreise aufnehmen – erst dann haben sie für das Unternehmen und für Google einen hohen SEO-Wert. „Versuchen Sie, die Aufmerksamkeit der User durch Promotions, spannende Tipps und Tricks oder Gutscheinaktionen zu wecken“, rät Wittig. „Ob exklusive Inhalte oder Verlosungen: Zeigen Sie, warum es sich lohnt, Ihr aktiver Follower zu werden.“

Tipp 6: Überschriften der Beiträge optimieren

Den SEO-Check nicht vergessen: „Da Google die Headlines von Beiträgen in den Suchergebnissen als Titel nutzt, ist es ratsam, immer aussagekräftige Überschriften zu wählen und diese mit den wichtigsten Keywords zu versehen“, erklärt die Löwenstark-Expertin. 

Tipp 7: Hashtags verwenden

Finden und gefunden werden: Mithilfe der Hashtag-Funktion lassen sich per „#“ Begriffe verschlagworten. Diese Rauten funktionieren wie Links und liefern Suchtreffer, wenn man sie in einem Posting anklickt. Dadurch kann die Reichweite eines Beitrags enorm erhöht werden.

Tipp 8: Klasse statt Masse

Die Qualität, mit der die Beiträge auf einem Google+-Profil gepostet werden, ist wichtiger als die Häufigkeit. „Optimal sind zwei bis drei Beiträge pro Woche“, erklärt die Social-Media-Expertin Wittig. „Lassen Sie sich nicht von SEO-Aspekten verleiten. Drei Beiträge, die von Ihren Followern geteilt und kommentiert werden, haben mehr SEO-Schlagkraft, als sechs Beiträge, die niemand wahrnimmt.“ 

Tipp 9: Auf den Zeitpunkt der Veröffentlichung achten

Das Timing ist das A und O: Die meisten Nutzer sind vormittags und nach der Arbeit aktiv. „Indem sie Ihre Beiträge zu der richtigen Tageszeit posten, erhöhen Sie die Wahrscheinlichkeit, dass diese auch von den Internetnutzern und Ihren Followern gelesen werden“, erklärt Wittig.

Tipp 10: Google+ Badge in die offizielle Unternehmenswebsite einbinden

Last but noch Least: Es lohnt sich, die eigene Unternehmenswebsite und das Google+-Profil mithilfe eines Google+ Badges zu verlinken. Dadurch steigt die eigene Authentizität in den Augen von Google, was sich wiederum positiv auf das Google-Ranking auswirkt. Es macht zudem Sinn, den +1-Button sowohl für die Unternehmenshomepage allgemein einzubauen als auch für jeden einzelnen Post auf der Seite. 

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