Open Source Business Alliance: „Stop dem Routerzwang!“

Die Open Source Business Alliance stellt sich eindeutig gegen den Routerzwang. Nach wie vor zwingen einige Internet Service Provider, darunter auch große und renommierte, ihre Kunden, einen bestimmten Router zu nutzen. Durchgesetzt wird dies durch unveränderliche Vorkonfigurationen.

Eine Ausweichstrategie ist für Kunden nicht möglich, da sie die Zugangsdaten zum Internet Service Provider nicht erhalten. Diese sind im Router unzugänglich einprogrammiert. Ein Gesetz, das dieser zweifelhaften Bevormundung ein Ende setzen sollte, droht nun zu scheitern. Überraschend stellt sich der Bundesrat quer. Eine gewisse Beeinflussung durch Interessensvertretungen der entsprechenden Internet Service Provider darf vermutet werden.

"Sowohl Privatpersonen als auch Unternehmen müssen in der Lage sein, über ihr höchsteigenes Netz voll und ganz zu verfügen. Dazu gehört auch der Internetrouter als eine der vielleicht wichtigsten Komponenten im Heim- und Unternehmensnetz. Hier wird entschieden, welche Daten ins Netz gehen und welche geladen werden",  erklärt Holger Dyroff, stellvertretender Vorstandsvorsitzender der Open Source Business Alliance, den Standpunkt des Vereins.

"Diese Kontrolle willkürlich dem Internet Service Provider zu überlassen, führt zu unkontrollierbaren und erheblichen Sicherheitslücken, denen der Anwender mit Routerzwang ohne Einflussmöglichkeit ausgeliefert ist. Darüber hinaus ist es nicht möglich, Programme auf den Routern mit Updates selbstständig zu optimieren oder gar zusätzliche Open-Source-Lösungen auf dem Router zu installieren. Diese gravierende Einschränkung ist nach Meinung der Open Source Business Alliance weder legitim noch legal. Das Heim- oder Unternehmensnetz, wozu auch der Internetrouter zählt, gehört dem Nutzer und muss diesem vollen Zugriff ermöglichen", so Holger Dyroff,Alliance abschließend.

 

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